Endress+Hauser: \“Nullwachstum wäre ein Erfolg\“

Laut CEO Klaus Endress wäre aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise in der Automatisierungsindustrie ein \“Nullwachstum ein großer Erfolg\“. Tatsächlich rechnet das Unternehmen aber mit einem Umsatzrückgang von 5 bis 10% im Jahr 2009. Derzeit liegt der Auftragsrückgang bei 15% unter dem Plan. Dies sei keine dramatische Entwicklung, da das Unternehmen nach Aussagen von Finanzvorstand Fernando Fuenzalida weiter profitabel arbeitet und schwarze Zahlen schreibt. Aus diesem Grund plant ­Endress+Hauser keine Entlassungen, wenn auch vereinzelt Mitarbeiter kurzarbeiten. Im letzten Quartal des vergangenen Jahres spürte E+H bereits den Auftragsrückgang, was das Unternehmen ein weiteres \’Best year ever\‘ gekostet hat. Trotzdem stieg der Nettoumsatz um insgesamt 8,8% auf 1,211Mrd. Euro an. Damit ist das Unternehmen schneller als der Markt gewachsen und hat weitere Marktanteile hinzugewonnen. \“Das Unternehmen wird auch weiterhin in moderne Fertigungstechnik investieren und das Vertriebs- und Servicenetz stärken\“, erklärte Endress weiter. Insgesamt sind Investitionen von 100Mio. Euro geplant. Die Vertriebsgesellschaften in Polen und den Niederlanden bauen neue Gebäude, und das Sales Center in Shanghai (China) wird um ein Logistikzentrum erweitert. Kürzlich weihte E+H die Erweiterung der Füllstand- und Druckmesstechnikstätte Maulburg ein. Dazu gehört auch ein modernes Testcenter für die Fertigung von Keramik-Drucksensoren im Reinraum. (cnk)