Energieverluste im Standby des Motors

Gesteuerte Gleichrichter sind auch bei Stillstand des Motors aktiv, was einen höheren Standby-Strom mit sich bringt. Die Höhe und Phasenlage dieses Stromes hängt vom Ansteuerverfahren und der Ausführung des Umrichters ab. Bei einem 4kW-Umrichter kann beispielsweise ein kapazitiver Standby-Strom von 3A auftreten. Um diese Verluste zu reduzieren, lassen sich die Leistungsteile von größeren Umrichtern im Standby oft spannungslos schalten.

Netzrückwirkungen und erhöhte Motorspannung

Durch die Ansteuerung des Gleichrichters entstehen harmonische Oberschwingungen, die das Netz belasten. Je besser die Ansteuerung und die eingesetzten Filter, desto weniger netzseitige Oberschwingungen erzeugt der Umrichter und desto höher ist der Gerätepreis.

Weitere Anforderungen an den Umrichter

Rückspeisefähige Umrichter benötigen zudem sowohl im generatorischen wie auch im motorischen Betrieb eine höhere Zwischenkreisspannung. In der Praxis wird das durch Hochsetzsteller realisiert. Die meisten rückspeisefähigen Umrichter reichen allerdings diese dauerhaft erhöhte Zwischenkreisspannung direkt an den Motor weiter. Das belastet dessen Isolationssystems entsprechend stärker, was zu einem Absinken der Lebensdauer führen kann. Abhängig von der erzeugten Energiemenge kann der Anwender berechnen, welchen Anteil der generatorische Betrieb an der Gesamtlaufzeit mindestens erreichen muss, damit die Kostenersparnis durch die Rückspeisung die zwangsläufig höheren Verluste im motorischen Betrieb ausgleicht. Oft lohnt sich energetisch der Einsatz eines rückspeisefähigen Umrichters erst, wenn die generatorische Betriebsart mindestens 25% überschreitet. Höhere Anschaffungskosten sind dabei noch nicht berücksichtigt.

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