Die neue Generation

Welche Erwartungen haben Anwender in der Raffinerietechnik an Leitsysteme? Die Leitsysteme neuster Generation müssen eine Ausfallstrategie besitzen, die einen Ausfall tolerieren, das bedeutet den Verlust der Redundanz für einen überschaubaren Zeitraum. Die Systemhersteller müssen eine nachgewiesene Migration- und Upgradestrategie vorweisen können und sollten in der Lage sein, für einen Zeitraum von 20 Jahren die jeweilige Total Cost of Ownership (TCO) nachzuweisen. Hinzu kommt, dass über eine mindestens fünfjährige Laufzeit zwischen einzelnen Anlagenrevisionen ein störungsfreier Betrieb erwartet wird. Änderungen sollten also möglichst online durchgeführt werden. Der Übertragungsstandard der Fieldbus Foundation soll in unseren Anlagen ebenso gelten wie integriertes Asset Management. Dabei müssen unterschiedliche Tools lauffähig sein. Schließlich sollten Leitsysteme eine nachgewiesene Langzeitstrategie haben. Die Alarmdarstellung und der Umgang mit Alarmen müssen verbessert werden. Hierzu sollten die EEUE \’Alarm Systems\‘ (Pub. No. 191:1999) als Basis dienen. Der nächste Schritt eines umfassenden Asset Managements ist die Einbindung einzelner Subcomponents (Pumpen, Wärmetauscher). Die logische Weiterentwicklung ist die Einbettung in eine Maintenance-Strategie. Wesentliche Grundanforderungen sind Feldbusanwendungen (bei BP Foundation Fieldbus), Wireless LAN Technologie, Softwaretools für ein Alarmmanagement, Asset Management Tools und Migrationsfähigkeit, das heißt, Update-Verzicht aus Replacement. Die Systeme unterstützen die jeweils vorhandenen Instandhaltungsstrategien durch Auswertungen.

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