Ohne für ausreichend IT-Sicherheit in der Industrieumgebung zu sorgen, sind vernetzte Fertigungssysteme von außen und von innen angreifbar. Im Rahmen des Fachtages erläuterten die Dozenten der drei veranstaltenden Firmen InfraServ Wiesbaden Technik, Phoenix Contact und Innominate in ihren Vorträgen, wie ein sicheres Konzept für die industrielle Fernwartung aussehen muss. Industrial Ethernet – Schnell, wirtschaftlich, standardisiert Im ersten Vortrag des Tages erläuterte Michael Vetter von Phoenix Contact die Anforderungen und Gegebenheiten einer Netzwerkarchitektur im industriellen Umfeld. Er beschrieb die Entwicklung der Ethernet-Technologie und die Unterschiede einer Ethernetverkabelung in der Büroumgebung im Gegensatz zum industriellen Umfeld. \“In der Automatisierung bietet ein dezentraler Ansatz umfangreiche Vorteile, was aber wiederum industrietaugliche Infrastrukturprodukte erfordert\“, so Vetter. Zu den Kernanforderungen an die industrielle Infrastruktur gehöre neben einer schnellen und preiswerten Montage, einem erweiterten Temperaturbereich, eine hohe EMV- Verträglichkeit und die einfache Handhabung. Am Ende stellte Michael Vetter das dreistufige FactoryLine-Security-Konzept von Phoenix Contact vor. Die drei Stufen sind: 1. Mechanischer Zugriffschutz 2. Security mit ManagedSwitches 3. FL mGuard als Firewall Sicherheit und Effizienz bei Vernetzung industrieller Anlagen Das nächste Thema des Tages hieß \’Sichere und effiziente Vernetzung industrieller Anlagen\‘. Hier war Torsten Rössel von Innominate Security Technologies der vortragende Experte. Er erläuterte die Aspekte der Einbindung von Maschinen oder Anlagenzellen in ein Betreibernetz (Ethernet, TCP/IP). \“Die heutigen industriellen Steuerungen sind weitaus unsicherer als viele denken\“, so Rössel. Industrial Network Security sei dringend notwendig. Außerdem machte Rössel die Unterschiede zwischen Industrial- und Office-Network Security klar. Die Anforderungen an industrielle Netzwerke seien deutlich anders und das wirtschaftliche Schadenspotenzial erheblich größer. Deshalb würde der Ansatz von Innominate für Industrial Network Security folgendermaßen heißen: Verteilte Schutzsysteme mit zentralem Management. Industrial Services – Fernwartung und Serviceportale Der dritte Teil der Veranstaltung hatte industrielle Fernwartung und Serviceportale zum Thema. Der Referent, Andreas Lipp von InfraServ Wiesbaden Technik, erläuterte den großen Nutzen von Internet als Kommunikationsmedium und erklärte wie Fernwartung für Prozesssicherheit sorgen kann. Er zeigte den Teilnehmern den Aufbau und die Technologie von Service-Portalen. Anschließend wurde in einem Live Case das Szenario \’Fernwartung über das Internet\‘ vorgeführt. Die Teilnehmer konnten hautnah erleben, wie es in der Praxis aussehen kann, wenn eine Maschine oder Anlage aus der Ferne gewartet wird. Nach einer Abschlussdiskussion hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit den Experten auszutauschen. Eine weitere Fachtagung zu aktuellen Industrial IT-Security-Themen werden die Kooperationspartner im IV. Quartal 2008 veranstalten. (hsc)
Fachtagung \’Industrial Ethernet – Secure Remote Services\‘ Drei Firmen – ein Ziel
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