Angestoßen durch Anwenderprojekte im Bereich des Automatenbaus und der Automatisierung kleiner und mittlerer Anlagen und Maschinen haben die Ingenieure der Lacon-Gruppe nun eine Plattform zur schnellen Realisierung kundenspezifischer Anforderungen in der Automation entwickelt. Geschäftsleiter Dr. Ralf Hasler: \“Ultrakompakt und modular erweiterbar entstand mit dem LS80 und dem modularen CAN-Slave CANK ein Steuerungssystem im mittleren Leistungssegment, das Bedieneinheit, Zugangskontrolle mit PIN oder RFID nach iso15693 und IPC-Controller oder SPS in einem Gerät vereint und mit zentraler oder abgesetzter Peripherie enorme Erweiterungsmöglichkeiten bietet.\“ Die neue Steuerung kann in vielen Bereichen der Automatisierung eingesetzt werden: \“Ob Gebäudeautomatisierung, Vernetzung von Ausgabeschranksystemen oder Backautomaten, den Anwendungen werden keine Grenzen gesetzt\“, meint Hasler.
Verteilte Automatisierungsaufgaben
Die in der Steuerung verbauten Module können auch als dezentrale Peripherie eingesetzt werden. Dabei werden diese zusammen mit einem CAN-Feldbuskopf in Gruppen von bis zu 6 Modulen als CANopen-kompatible DS401-Slaves angesprochen, was die maximale Zahl der Ein-/Ausgänge (EAs) auf theoretisch mehr als 5.000 erhöht, wobei bereits Systeme mit bis zu 1.000 IOs in der Serienfertigung realisiert wurden.
Schnittstellen
USB und Ethernet gehören neben CAN und RS485 zum Ausstattungsstandart, wobei die USB-Schnittstelle nicht nur Massenspeicher unterstützt sondern eine Vielzahl von USB-Geräten wie WLAN-Sticks, Barcodescanner Eingabegeräte und andere Devices unterstützt werden.
Step7-kompatible Programmierung
\“Nun hat der Kunde aus der Automatisierung in der Regel eigenes Know-How an SPS-Software aufgebaut\“, wendet Vertriebschef Hiebl ein. \“Deshalb haben wir uns am unumstrittenen Marktführer in puncto SPS auf dem europäischen Markt, der Siemens AG, orientiert und ein Firmware-Paket entwickelt, das unsere Steuerung zu einer vollwertige S7-300 kompatible SPS werden lässt, die sich wie gewohnt und ohne Sprachbegrenzung mit Step7 der Firma Siemens bzw. mit kompatiblen Softwareprodukten programmieren und beobachten lässt. Maschinenbauer, die Produkte der Siemens AG einsetzen, können ihr Know-how also weiterverwenden und behalten volle Kontrolle über Programm und mit unserer Visualisierungssoftware auch über die Benutzerführung und Visualisierung.\“ Lacon embedded kann in der klassischen Automatisierung damit exotische Aufgaben erfüllen, erläutert Hiebl: \“Wenn neben den Standard-Steuerungs- und Visualisierungsaufgaben auch die Internetkommunikation erledigt werden sollen, kommen in der Regel von der Maschine abgesetzte IPC-Systeme zum Einsatz. Hier zeigt sich die Stärke des LS80 mit Erweiterungsperipherie. Wir bieten z.B. auch das System auf Linux-Basis an.\“ In der Gebäudeautomatisierung gibt es Protokolle wie BACnet, LON oder M-Bus, bei Bezahlautomaten gibt es serielle Protokolle wie BDV oder MDB. Alle diese Protokolle werden durch die Automatisierungssysteme der großen Hersteller allerdings nicht unterstützt. In der kundenspezifischen Entwicklung und Fertigung ist es jedoch möglich, solche Anforderungen zu erfüllen, ohne dass der Anwender seine gewohnte Entwicklungsumgebung (Step7) verlassen muss – LS80 macht es möglich.
















