Die 1996 gegründete Reetec GmbH ist einer der ältesten Dienstleister in der Windenergiebranche. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in einem Speichergebäude aus dem 18. Jahrhundert im Holz- und Fabrikenhafen der Bremer Überseestadt. Das Portfolio umfasst von der Entwicklung der Elektrik über den Aufbau bis hin zu Service und Wartungen aller Art das gesamte Dienstleistungsspektrum im Windenergieanlagenbereich. Gemeinsam mit Tochterunternehmen in Portugal, Spanien und Frankreich kooperiert Reetec mit diversen Windenergie-Unternehmen. Der Bremer Dienstleister war darüber hinaus am ersten deutschen Offshore-Projekt \’Alpha Ventus\‘ beteiligt. Regulierung der Intensität des Gefahrfeuers Auf Windenergieanlagen sind zwei Arten von Befeuerung zu finden: die Hindernis- und die Gefahrenbefeuerung. Bei der Planung von Windenergieanlagen muss man hier nationale Richtlinien für die Flugsicherheit sowie die Vorgaben einzelner Genehmigungsbehörden berücksichtigen. Unter Hindernisfeuer versteht man rote Rundstrahlfestfeuer, die immer dann gefordert werden, wenn der Abstand zwischen den Leuchten und der Flügelspitze des senkrecht stehenden Rotorblatts nicht größer als 15m ist. Beim Gefahrfeuer handelt es sich um rot blinkende oder blitzende Rundstrahlfeuer, die in der Regel in Windenergieanlagen mit einer Gesamthöhe über 100m verwendet werden müssen, da der unbefeuerte Teil der Windenergieanlage um mehr als 15m hinausragt. Das Gefahrfeuer unterscheidet zwischen Tag- und Nachtkennzeichnungen, die teilweise mit einer Sichtweitenregelung oder Synchronisation ausgestattet sind. Die von Reetec eingesetzten Hinderniskennzeichnungen sind LED-gefeuert und daher langlebig sowie wartungsarm. Die Gefahrfeuer, die auf der Gondel der Windenergieanlage installiert werden, blinken insbesondere in älteren Windparks mit 100% der Nennlichtstärke. Dies kann gerade in der Abend- und Nachtzeit zu einer erheblichen Störung der Anwohner des Windparks führen. Um eine höhere Akzeptanz im Hinblick auf die Gefahrfeuerbelästigung zu erreichen, eröffnet die \’Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen\‘ die Möglichkeit, auch die Nachtkennzeichnung in der Intensität zu regeln. Die Regulierung ist allerdings von der Umgebungssichtweite abhängig, die durch vom Deutschen Wetterdienst (DWD) anerkannte Sichtweitenmessgeräte ermittelt wird. Kommunikation zwischen den Anlagen erforderlich Die deutschen Vorschriften erlauben folgende Regulierung der Lichtstärke in Abhängigkeit von der jeweiligen Sichtweite: Beträgt die Sichtweite mehr als 5km, darf die Nennlichtstärke auf 30% und bei Sichtweiten über 10km sogar auf 10% reduziert werden. Liegt die Sichtweite beispielsweise bei starkem Nebel unter 5km, muss die Nennlichtstärke 100% aufweisen. Bei Nutzung mehrerer Sichtweitenmessgeräte in einem Windpark darf der Abstand von einer Windenergieanlage mit Sichtweitenmessgerät zu einer Anlage ohne Sichtweitenmessgerät nicht mehr als 1.500m umfassen. Für den gesamten Windpark gilt dann der jeweils ungünstigste Wert aller Messgeräte. Im Fall einer Störung eines Messgeräts oder eines Kommunikationsausfalls muss man alle Gefahrfeuer auf die 100%ige Nennlichtstärke schalten. Die Daten über die Funktion der Messgeräte sowie die Ergebnisse der Sichtweitenmessung sind fortlaufend aufzuzeichnen. Dabei muss eine Speicherdauer von mindestens vier Wochen sichergestellt sein. Damit diese Vorgaben erfüllt werden, ist eine Kommunikation zwischen den Windenergieanlagen erforderlich, wobei der Datenaustausch über Lichtwellenleiter, Kupferleitungen oder per Funk erfolgen kann. Wirtschaftliche Umrüstung oder Erweiterung? Will man in älteren Windenergieanlagen Sichtweitenmessgeräte umrüsten oder erweitern, stellt die Installation leitungsgebundener Kommunikationslösungen meist einen erheblichen Kostenfaktor dar. Immer dann, wenn sich der funkbasierte Datenaustausch als wirtschaftlicher erweist, setzt Reetec das Funksystem RAD-Line IO von Phoenix Contact zur Übertragung digitaler Signale ein. Die technische Gesamtlösung besteht aus einem Sichtweitenmessgerät, einem Funksystem und einer Leuchtensteuerung. Das Sichtweitenmessgerät ist mit drei konfigurierbaren Relais-Ausgängen ausgestattet, die bei Erreichen der geforderten Sichtweiten von 5 und 10km ein digitales Signal an die Steuerung der Leuchtensysteme ausgeben. Zur Überwachung des Messgeräts wird ein dritter Kontakt verwendet, über den im Fehlerfall auch die volle Leuchtintensität zurückgeschaltet wird. Im Windpark befindet sich das Sichtweitenmessgerät auf der Master-Windenergieanlage. Von dort werden zwei digitale Signale des Geräts – größer 5 und größer 10km Sichtweite über einen Sender an die umliegenden Windenergieanlagen weitergeleitet. Der Sender funkt im 2,4GHz-ISM-Frequenzband mit der proprietären Funktechnologie Trusted Wireless. Zur Verstärkung des Sendesignals werden Omni-Antennen mit 8dBi-Antennengewinn auf der Gondel montiert. Auf den umliegenden Windenergieanlagen, die in einem Radius von maximal 1,5km um die Master-Windanlage gruppiert sind, ist jeweils ein Empfänger mit einer 8dBi-Omni-Antenne installiert. Die digitalen Signale werden dort auf eine Leuchten-Steuerung geführt, sodass die Anlagen den Status des Sichtweitenmessgeräts der Master-Anlage übernehmen. Mit dem Funksystem lassen sich Punkt-zu-Multipunkt-Verbindungen aufbauen, an die unendlich viele Empfänger anschließbar sind. Elektromagnetische Störungen ausschließen Laut Hans-Günter vom Bauer, Projektleiter Hinderniskennzeichnungen bei der Reetec GmbH, hat sich Reetec bewusst für eine industrietaugliche Funklösung entschieden, da elektromagnetische Störungen ausgeschlossen werden sollten. Um diese Anforderung zu erfüllen, kommunizieren die Geräte der Produktfamilie RAD-Line IO auf über 600 zur Verfügung stehenden Kanälen im 2,4GHz-Frequenzband, die auf Basis eines Frequenzsprung-Verfahrens pseudozufällig durchsprungen werden. \“Weitere Auswahlkriterien waren ein lizenzfreies System, keine laufenden Kosten sowie eine einfache Handhabung\“, erläutert vom Bauer die Entscheidung. Denn bei der Inbetriebnahme, die ohne Parametrierung oder Programmierung erfolgt, kann die Qualität der Funkverbindung mit einem Spannungsmessgerät an der integrierten RSSI-Messbuchse (Received Signal Strength Indicator) gemessen werden. Ansonsten wird die Zuverlässigkeit der drahtlosen Übertragung vor Ort über die Power- und Status-LEDs der Module kontrolliert.
Funkbasierte Lichtsteuerung auf Windenergieanlagen: Kostensparende, funktionale Alternative
-
Für datenintensive Industrieumgebungen
1HE-Rack-PC
Für PXI-Testsysteme, Echtzeitanwendungen und die Industrieautomation sind hohe Datenraten, geringe Latenzen und flexible Erweiterbarkeit entscheidend.
-
Spürbarer Dämpfer in den Bestellungen
Maschinenbau-Auftragseingang im Februar
Der Auftragseingang im Maschinenbau ist im Februar abermals gesunken und die Stimmung der Unternehmen trübt sich ein.
-
Für die DACH-Region
Schneider Electric: Neuer Vice President Secure Power
Schneider Electric hat Marco Geiser zum neuen Vice President Secure Power DACH ernannt.
-
Yaskawa strukturiert Führungsspitze in Europa um
Yaskawa hat eine Neustrukturierung der Geschäftsführung in seiner europäischen Zentrale vorgenommen.
-
Mit integrierter Sicherheitstechnik
MDR-Controller für die Intralogistik
Die IP54-geschützten MDR-Controller EP741x von Beckhoff sind je nach Bedarf mit und ohne…
-
Lebensmittelkonformer Oberflächenschutz
Aluminium-Antriebe
Mit NXD Tuph von Nord Drivesystems können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von…
-
Ann Fairchild neue CEO
Siemens USA unter neuer Leitung
Siemens hat Ann Fairchild zur neuen Geschäftsführerin von Siemens USA ernannt.
-
IO-Link Safety: Sicherheit vernetzt im Feld
Die Automation ändert sich rasant – sicherheitstechnische Anforderungen ebenso. Mit IO-Link Safety entsteht…
-
Drehkreuz in Südamerika
Wika eröffnet neues Werk in Brasilien
Wika hat Mitte März ein neues Werk am Standort Boituva in Brasilien eröffnet.
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
In Profinet-basierten Anlagen übernimmt das PN220 von Motrona die Funktion eines Feldbuskopplers und…
-
Seit März
Hannover Messe erhält eigenen Geschäftsbereich
Zum 1. März hat die Deutsche Messe einen eigenständigen Geschäftsbereich eingerichtet, der sich…
-
Ifo-Konjunkturumfrage
Unternehmen planen mit höheren Preisen
Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen mit höheren Preisen.
-
Festo, Schaeffler und Ziehl-Abegg
Nominierte für Hermes Award stehen fest
Eine unabhängige Jury hat unter den zahlreichen Einreichungen drei Unternehmen für den Hermes…
-
Professor Dr. Jörn Müller-Quade
Wibu-Systems beruft Kryptografie-Experten in Aufsichtsrat
Wibu-Systems hat Professor Dr. Jörn Müller-Quade in den Aufsichtsrat berufen.
-
IFR stellt Preisträgerinnen vor
Women in Robotics 2026
Um Frauen in der Robotikbranche mehr Sichtbarkeit und Anerkennung zu verschaffen, hat die…
-
Gemeinsam zum vollständig integrierten Automatisierungs-Stack
Salz Automation und Tele vereinbaren Partnerschaft
Salz Automation und Tele Haase Steuergeräte gehen in ihrer Partnerschaft einen entscheidenden Schritt…
-
3D-Druck
Harting eröffnet Zentrum für 3D-Druck
Harting hat in seinem Werk Rahden ein „Center of Competence Additive Manufacturing“ eröffnet.
-
Mikko Soirola
Neuer CEO für Elisa Industriq
Mikko Soirola startet als neuer CEO bei Elisa Industriq.
-
Klaus Conrad – Unternehmer, Visionär, Möglichmacher
90 Jahre Pioniergeist
Mit 18 Jahren tritt er ins Familienunternehmen ein, mit 40 übernimmt er die…
-
Miniatur-Sensoren realisieren hohe Reichweiten
So weit, so klein
Mit hoher Reichweite, kompaktem Design und optionaler IO-Link-Anbindung eignen sich die Sensoren der…
-
Dank Binnenmarkt
Deutsche Elektroexporte mit Plus auch zum Jahresbeginn
Auch zum Beginn des Jahres 2026 verzeichnete die deutsche Elektroindustrie ein Exportplus: Im…
-
93% verlagern KI zunehmend auf lokale Server
In den letzten zwei Jahren haben 93% befragter Unternehmen einige KI-Workloads zurück auf…
-
Erster Bauabschnitt eingeweiht
Neues Werk in Mexiko für Phoenix Contact
Phoenix Contact hat sein Produktionsnetzwerk auf dem amerikanischen Kontinent ausgebaut. In einem ersten…
das könnte sie auch interessieren
-
Mobile Cobot-Lösung erhöht die Produktivität in der CNC-Fertigung
Für wechselnde Losgrößen und große Produktvielfalt geeignet
-
Die Myzel Lifecycle Platform vernetzt Menschen, Maschinen und Daten
Wenn Sicherheit Wurzeln schlägt
-
Neue Bremssättel für Scheibenbremsen
Elektromagnetische Lüftung für hohe Stundenliestung
-
Scada-Plattform Atvise mit Updates
Mehr Sicherheit und Kompatibilität für Scada-Systeme
















