Gateways verbinden, was in Netzwerken zusammen gehört

Während Hersteller vor der Frage stehen, wie sie mit vertretbarem Entwicklungsaufwand ihre Produkte mit allen benötigten Schnittstellen ausstatten können, stehen Betreiber von Automatisierungsnetzwerken häufig vor der Herausforderung, auf unterschiedlichen Protokollen basierende Netzwerke miteinander verbinden zu müssen. Aufgrund der Vielfalt der eingesetzten Feldbusse und Industrial-Ethernet-Protokolle besteht für Hersteller von Automatisierungsgeräten ein wesentlicher Bestandteil des Entwicklungsaufwands in der Anpassung ihrer Produkte an die unterschiedlichen Protokolle. Bei Unigate verringert sich dieser Aufwand, da in den Gateways ein Skript das Protokoll des Endgerätes umsetzt und dadurch Änderungen der Endgeräte-Firmware nicht mehr nötig sind. Mit dem Skript, zu dessen Erzeugung der kostenlose Protocol Developer dient, lassen sich auch komplexe Protokolle nachbilden und anwendungsspezifische Befehle integrieren, ohne dass spezielle Programmierkenntnisse oder Fachwissen über Feldbusse und Ethernet-Systeme vorausgesetzt werden. Die Gateways Unigate CL, CX und IC sind u.a. für die Industrial-Ethernet-Standards Powerlink, Ethercat, Modbus TCP, Profinet, Ethernet/IP oder Ethernet TCP/IP, für die Feldbusse Profibus DP, MPI, Interbus, Devicenet, CAN-open sowie für Gebäudeautomatisierungsprotokolle Lonworks und Bacnet/IP erhältlich. Für RS-basierende Protokolle, z.B. Modbus RTU und Modbus ASCII, gibt es Varianten mit RS232- oder RS485-Schnittstelle. Serielle Endgeräte anbinden Unigate CL-Gateways für die Hutschienenmontage erfüllen die Aufgabe von Protokollkonvertern, die die serielle Schnittstelle des Endgeräts mit dem jeweilig genutzten Feldbus oder Ethernet-System verbinden. Die Gateways nutzen die volle Übertragungsrate des jeweiligen Industrieprotokolls und unterstützen alle Geschwindigkeiten. Diagnose-LEDs signalisieren den Gerätezustand auf der Bus- und auf der Geräteseite. Sämtliche Varianten sind normkonform ausgeführt. Sie besitzen dieselben Abmessungen von 23x100x115mm und haben auf der Geräte- und der seriellen Seite denselben Aufbau. Unterschiedliche Protokolle Zur Verbindung von Netzwerken, die auf unterschiedlichen Protokollen basieren, kommen die Geräte der Unigate CX-Baureihe zum Einsatz, die intern jeweils zwei Unigate CL-Module vereinen. Durch den modularen Aufbau steht für jede Protokollkombination das passende Gateway bereit, sofern die entsprechenden CL-Module bereits verfügbar sind. Alle Modelle unterstützen die marktgängigen Protokolle 3964R und 3964, RK512, Modbus ASCII und Modbus RTU (Master- und Slave-Betrieb ist möglich) sowie ein universelles 232-Protokoll für transparenten Datenaustausch. Die Auswahl und Konfiguration der Protokolle erfolgt über das Konfigurationstool Wingate. Direkte Integration ins Endgerät Die einbaufertigen All-in-one-Busknoten der Unigate IC-Baureihe im 32-DIL-Gehäuse dienen der direkten Integration in das Endgerät und entlasten dessen Mikroprozessor komplett von den Aufgaben der externen Datenkommunikation. Die Unigate ICs enthalten auf einer Fläche von 45x25mm alle notwendigen Komponenten wie Mikrocontroller, Flash, RAM und Bus-Controller. Die Gateways werden über eine UART-Schnittstelle mit dem Mikroprozessor des Endgeräts verbunden. Alle Unigate ICs haben den gleichen Formfaktor und standardisierte, funktionsgleiche Hardware- und Software-Schnittstellen. Gerätehersteller müssen die Unigate ICs nur in die Adapterplatine integrieren, die dafür mit einem Stecksockel ausgestattet ist. Alternativ kann der Sockel direkt auf der Geräteplatine implementiert werden. Entwicklungsaufwand reduzieren Für die Integration von Bestandsgeräten und die Verbindung \’inkompatibler\‘ Netzwerke bieten die Geräte der Unigate CL- und Unigate CX-Baureihe Lösungen, die aufgrund der Skripttechnologie nur einen geringen Anpassungsaufwand erfordern und für verschiedene industrielle Protokolle erhältlich sind. Mit den einbaufertigen Schnittstellen der Unigate IC-Serie stellt Deutschmann Automation eine Alternative zur Eigenentwicklung zur Verfügung, mit der Hersteller von kleinen bis mittleren Stückzahlen ihre Kosten senken, den Aufwand reduzieren und Markteinführungszeiten verkürzen können.