Gewinn weiterhin zweistellig

Der Umsatz ging im genannten Zeitraum zwar um fast 20% zurück auf 7,7Mrd. Euro, durch sehr frühzeitig eingeleitete Sparmaßnahmen habe der EBITA jedoch bei 903Mio. Euro gelegen. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren konnte die Steigerung der Produktionskosten aufgehalten werden. Lohnkosten stiegen lediglich um 26Mio. Euro, dagegen konnte ein Kostenvorteil beim Materialeinkauf in Höhe von 23Mio. Euro erzielt werden. Produktneuheiten Die große Neuheit, die Schneider Electric in diesem Jahr zur SPS/IPC/Drives vorstellen wird, ist für Leser des SPS-MAGAZINs sicher die neue Steuerungsplattform SoMachine und SoMachine Motion, die Schneider Electric auf die Bedürfnisse der OEMs und Maschinenbauer hin entwickelt hat. In unserer Ausgabe 10 haben wir darüber bereits ausführlich berichtet. Weitere interessante Neuheiten kommen aus dem Bereich der Frequenzumrichter. Denn für manche Anwendungen reicht der klassische Motorstarter nicht aus, weil Anlauf und Auslauf ruckfrei passieren müssen. Andererseits ist der Frequenzumrichter womöglich überdimensioniert, weil keine variable Geschwindigkeit benötigt wird, sondern lediglich der Hochlauf des Motors an einer Rampe. Für diese Art von Anwendungen stellt Schneider Electric auf der Messe den Sanftanlasser ATS 22 vor. Er ist der jüngste Spross der Altistart-Familie, die einen Leistungsbereich von 7,5 bis 315kW abdeckt. Die dreiphasige Ansteuerung des angeschlossenen Motors beispielsweise ermöglicht Erkennung und Ausgleich von Phasen-Unsymmetrien. Alle Motorwicklungen werden gleichmäßig erwärmt, die Versorgungsnetze werden symmetrisch belastet. Das schont den Motor und freut den Netzplaner und -betreiber. Die Gerätefamilie baut kompakt und verfügt dabei bereits serienmäßig über einen integrierten Bypass, mit dem die Halbleiterendstufe des Sanftanlassers im statischen Betrieb überbrückt wird. Das spart zusätzlichen Platz im Schaltschrank und hilft Energie sparen, denn im Normalbetrieb treten keine thermischen Verluste in den Leistungshalbleitern auf. Die Inbetriebnahme gestaltet sich einfach: Integraler Bestandteil der Bedienphilosophie ist das sogenannte Schnellstart-Konzept. Die Eingabe von wenigen Basis-Parametern reicht, um eine Anwendung erstmalig zu starten. Für anspruchsvollere Anwendungen steht eine zweite Bedienebene zur Verfügung, die einen Zugriff auf sämtliche Parameter gestattet, und somit dem Experten sämtliche Freiheiten gibt. Darüber hinaus können die neuen Sanftanlasser mit der Software SoMove parametriert und die so ermittelten Parameter anschließend gesichert werden. Schutz für Motor und Softstarter Die neue Gerätefamilie überwacht beim Motor Erdschlussfehler, es steht ein Eingang für einen PTC-Temperaturfühler zur Verfügung, mit dem die Motortemperatur überwacht wird. Durch permanente I2t-Berechnung werden angeschlossene Motoren vor Überlast geschützt. Außerdem werden Über- und Unterspannung und -Strom überwacht sowie alle drei Netzphasen auf Netzphasenausfall und -folge sowie Unsymmetrie. Der Sanftanlasser kann auch in die Dreieckschaltung des Motors angeschlossen werden, indem jede Phase mit der einzelnen Motorwicklung in Reihe geschaltet wird. Bei dieser Anschlussart verringert sich der Anlasserstrom im Verhältnis Wurzel 3 zum Motorstrom, sodass ein Gerät kleinerer Baugröße eingesetzt werden kann. Für die Kommunikationsanbindung an die übergeordnete Steuerung ist eine Modbus-Schnittstelle in den ATS 22 integriert. Typische Anwendungen für die neue Sanftanlasser-Familie sind beispielsweise Transportbänder, Pumpen, Lüfter oder Schraubenverdichter, bei denen nach dem sanften Anlauf im stationären Betrieb stets die volle Motorleistung benötigt wird.