Bedürfnisorientiertes Design

\“Seit 23 Jahren ist es unser Ziel, bedürfnisorientiertes Design für Investitionsgüter zu entwickeln. Früher wurde reine Hardware verkauft, vor etwa zehn Jahren war der Markt bereit für die Kopplung mit der passenden Software. In Zukunft wird es allerdings kaum noch Geräte mit Hardware-Bedienelementen geben. Die Mensch-Maschine-Interaktion wird zum Kaufargument werden. Der Erfolg von Maschinen und Geräten wird in Zukunft über Bedienbarkeit, Simplizität und Emotion entschieden\“, verrät Karsten Meyer, Ingenieur, Produktdesigner und Geschäftsführer von Art-Kon-Tor.

Capture Products/Cross Match Technologies GmbH

Wie bekannt ist Ihnen das Thema Interface-Design?

Ich beschäftige mich bereits länger mit dem Thema – allerdings mehr aus Consumer-Sicht. Im Bereich \’Biometrische Anwendungen\‘ wird diesbezüglich noch zu wenig vorangetrieben. Hier standen bisher immer Sicherheit und technische Funktionalität im Vordergrund. Das ändert sich gerade, u.a. wird zu diesem Thema aktuell ein neuer ISO-Standard entwickelt.

Wie wichtig war es Ihnen, einen Interface-Spezialisten im Design-Team zu haben?

Uns war bewusst, dass sich ein Gerät nur verkauft, wenn es vom Nutzer akzeptiert wird. Insofern war klar, dass wir Hilfe von Experten benötigen, besonders weil auf diesem Gebiet noch Pionierarbeit geleistet werden muss.

Was ist neu und innovativ am Interface des Guardian?

Bisher gab es bei biometrischen Geräten kein separates Interface-Designkonzept. Das ist neu und wichtig. Dieses Gerät muss z.B. intuitiv vom Anwender erfasst und ohne Bedienpersonal genutzt werden können.

Was hat Sie in der Interface-Entwicklungsphase überrascht?

Überrascht hat mich, inwieweit die einzelnen Prozesse atomisiert werden müssen, um eine wirkliche Kommunikation zwischen Mensch und Maschine zu ermöglichen.

Wie viel macht das Interface-Design innerhalb des gesamten Gerätedesigns aus?

Wenn unser Gerät gekauft wird, dann zu etwa 80% aufgrund der intuitiven Benutzeroberfläche.

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