Harting: Verbindungstechnologie neu gedacht

Harting ist für seine Han Steckverbinder weltweit bekannt. Seit über fünfzig Jahren sind die verschiedenen Varianten erhältlich. Das liegt auch daran, dass Harting sein Produktportfolio immer wieder an neue Anforderungen und Anwendungen angepasst und mit den technischen Entwicklungen im Maschinen- und Anlagenbau weiterentwickelt hat. Mit Han-Yellock stellt Harting nun den nächsten Entwicklungsschritt vor: Über die bereits bekannten Eigenschaften und Leistungen des Han Portfolios hinaus weist der neue Steckverbinder Features auf, die ihn schneller, anwendungsfreundlicher und ebenso sicher machen. Dazu gehört eine neue Verriegelung, einfachere Handhabung, schnellere und fehlervermeidende Montage sowie ein offenes Konzept. Darüber hinaus wird er in einem Design vorgestellt, das neuen Entwicklungsansprüchen im Anlagen- und Maschinenbau Rechnung trägt und Gestaltungspielraum gewährt. Der visuelle Gesamteindruck wird ebenso gefördert wie der Trend zur Verkleinerung der Baugrößen. Leistungsträger Das entscheidende Unterschied von Han-Yellock sind die konzeptionellen Weiterentwicklungen, die die Leistungsfähigkeit der Steckverbinder weiter erhöhen. Der neue Steckverbinder bietet auf kleinstem Raum Hightech, denn das ist für den Betrieb und die Leistungsfähigkeit in den Anwendungen entscheidend. Im Vordergrund des technischen Zugewinns steht die Potenzialvervielfachung des Steckverbinders. Auf kleinstem Raum werden Kontakte gebrückt, die frei kombinierbare Lösungen ermöglichen, und die es vor allem erlauben, Schaltschränke zu entlasten. Das generiert deutliche Betriebsvorteile, denn Stromlaufpläne können vereinfacht werden. Damit werden Aufgaben aus den Schaltschränken in die Steckverbinder vorverlagert. So können die Baugrößen von Maschinen und Anlagen weiter verringert werden. Darüber hinaus können Material- und Verdrahtungskosten gesenkt werden, was weitere Kostensenkungspotenziale beinhaltet. Sichere und einfache Handhabung Gerade Anwendungen in rauen Umgebungen erfordern ein sicheres und leichtes Handling. Montage und Demontage müssen schnell und einfach sein. In der Energietechnik ist oft nur ein einhändiges Betätigen möglich: In 10m Höhe beispielsweise müssen Anschlüsse einfach und fehlerfrei hergestellt werden können. Han-Yellock erfüllt diese Anforderungen. Das wird nicht zuletzt dadurch erreicht, dass Montage und Demontage nahezu in \’Handarbeit\‘ und ohne Spezialwerkzeuge durchgeführt werden können. Um die Gehäusehälften von Han-Yellock zu verriegeln, werden Kabel- und Geräteseite einfach gesteckt und damit gleichzeitig verrastet. Sind die Gehäusehälften nicht arretiert, ist ein, den Druckknopf umlaufender, roter Ring erkennbar. Für spezielle Applikationen mit gesteigerten Sicherheitsbedürfnis gibt es zusätzlich eine Sperrfunktion: Der Druckknopf wird einfach um 90° gedreht. Die mechanischen Bauteile der Verriegelung sind geschützt im Inneren des Steckverbinders angebracht. Die Lösung der Verbindung ist ebenso einfach und sicher. Die Verriegelungsknöpfe werden gedrückt und die Arretierung damit gelöst – fertig. Das alles ist einhändig und auch unter schwierigen Feldbedingungen möglich. Robust und klein Han-Yellock ist robust gebaut und unter rauen Betriebsbedingungen einsetzbar, wie Temperaturschwankungen und extreme Temperatureinflüssen, Staub und Feuchtigkeit, Stoß- und Zugbelastungen. Den Anforderungen des industriellen Umfelds trägt der neue Steckverbinder ebenfalls Rechnung. Die platzsparende Baugröße kommt dem Miniaturisierungstrend im Maschinenbau entgegen. Vom Anbaugehäuse ist im ungesteckten Zustand lediglich ein unauffälliger Rahmen zu erkennen, der zudem platzsparend und einfach montiert werden kann. Für die Montage des Anbaugehäuses gibt es zusätzliche Optionen, die im Unterschied zu Kontermuttern eine monodirektionale Montage ermöglichen. Als Varianten stehen Metalldübel (bis 4mm Wanddicke) zur Verfügung oder für massive Untergründe Gewindeschrauben, die als Standardfixierung eingesetzt werden. Flansch und Schraubverbindungen sind zudem Bestandteil des Dichtkonzepts, das die Anforderungen der Schutzart IP 67 erfüllt. Flexibilität ist Pflicht Die Flexibilität des Han-Yellock lässt auch eine nach den Anforderungen des Kunden wählbare Montagereihenfolge zu. Wurde die Montage bislang vor allem durch den Aufbau des Steckverbinders bestimmt, der für die Front- oder Rückwandmontage ausgelegt war, sind Han-Yellock Module und Isolierkörper von der Steck- und von der Anschlussseite aus montierbar. Das ermöglicht es, den Steckverbinder vorzukonfektionieren und Verdrahtungsprozesse zu vereinfachen. Diese Vorteile lassen sich auch bei Fehlmontagen nutzen. Statt umständlicher Umbaumaßnahmen wird, etwa bei einer Verdrehung des Kabelabgangswinkels, lediglich die Gehäusehaube korrigiert. Solche Änderungen sind möglich, ohne dass es zu Zug- oder Torsionsbelastungen der Verdrahtung kommt. Neukonfektionierungen sind dadurch schneller umsetzbar. Die Kontakteinsätze und Module können mit einem einfachen, im Gehäuse gelagerten Werkzeug entrastet und neu gesteckt werden. Der Isolierkörpereinbau ist per Hand und ohne Werkzeuge möglich. Schraubvorgänge wurden bei der Konzeption so weit wie möglich vermieden. Han-Yellock startet in zwei Gehäusegrößen und bietet durch die Verwendung von Han-Yellock Modulen und Han Modular Modulen von Anfang an eine breite Produktpalette für Signal- und Energieübertragungen.