Hochkommunikative S7-Systemvereinfachung

Der S7-Systemlieferant Insevis hat seine zur S7-315-2PNDP befehlskompatible CPUs mit einigen Onboard-Schnittstellen ausgerüstet: Ethernet aktiv/TCP/UDP, Modbus TCP und RTU, serieller CP mit RS232 und RS485 sowie eine CAN-Schnittstelle sind in der kleinsten Basisversion mit 512kB Arbeits- und 2MB Ladespeicher onboard. Optional steht auch Profibus-DP Master/Slave zur Verfügung. Als Programmier-Tool kann sowohl der SimaticManager als auch das TIA-Portal eingesetzt werden. Als weiteren Grund für den erfolgreichen Markteintritt dieser Steuerungsfamilie nennt der Hersteller zudem die mögliche Kombination von Panel ohne Windows mit S7-SPS und Onboard-Peripherie. Dort wo bislang die schon lange abgekündigte C7 eingesetzt wurde, bieten sich jetzt oft die kompakten S7-Panel-SPSen von Insevis an.

Eigens entwickelte Soft- und Hardware

Die beschriebenen Produkteigenschaften entspringen aus einer Vernunftlösung, mit der sich der Hersteller für kleine und mittlere Anwendungen empfiehlt. Das Besondere daran: Statt aus einer abgespeckten, aber immer noch komplexen Windows-basierten IPC-Lösung mit Soft-SPS und lizenzpflichtiger RunTime-Visualisierung verfügt die Insevis-S7-CPU über ein selbst entwickeltes, S7-kompatibles Betriebssystem. Die ebenfalls komplett eigenentwickelte System-Hardware wurde exakt auf dieses Betriebssystem hin entworfen und abgestimmt. Allein durch den Wegfallen von Windows reduzieren sich sowohl die Systemanforderungen als auch die Leistungsaufnahme (<100mA @24V). Die Boot-Zeit sinkt auf unter drei Sekunden (Panel und SPS), Lizenzen werden überflüssig und der Systempreis sinkt in schon längst verloren geglaubte Regionen trotz vieler hardwareseitig integrierter Schnittstellen. Damit kleine Anwendungen ohne großen Entwicklungsaufwand parametriert werden können, stellt Insevis eine freie Konfigurations-Software bereit. Mit ihr können nicht nur die Onboard- und externe (Fremd-) Peripherie, sondern auch die vielen Schnittstellen in einfacher Art und Weise konfiguriert werden.

Einfaches Mappen von CAN und Modbus in S7

Für die Ethernet-Verbindungen aktives Ethernet, TCP und UDP stellt der Anbieter eigene SFCs zur Verfügung, die ausführlich dokumentiert und mit Beispielprogrammen hinterlegt sind. Aber auch die Parametrierung des Modbus-TCP und das Mapping in die S7-Umgebung ist mit wenigen Mausklicks erledigt. Während CAN für etablierte S7-Programmierer auf Grund der bislang sehr komplizierten Ansteuerung eher nicht in Frage kam, können Insevis-Kunden günstige CAN-Feldgeräte mit wenigen Mausklicks in S7-Programme einbinden. Im Beispiel (Bild1) wird ein MicroMaster über CANopen eingebunden. Dazu werden neben den Grundeinstellungen zu Knotennummer und Überwachungszeit die Sende- und Empfangsprozessdatenobjekte und die Systemdatenobjekte konfiguriert. Dafür öffnet sich ein Eingabefenster, in welchem die automatisch aus der mitgelieferten EDS-Datei eingelesenen CAN-Objekte je nach Wunsch ausgewählt und in der eigenen Konfiguration abgelegt werden (Bild2). Schließlich wird im Bereich S7-Mapping noch der Adressbereich im S7-Programm eingestellt und fertig ist die Anbindung des CAN-Slaves in die S7-CPU. Selbst dieser geringe Aufwand läßt sich noch reduzieren, in dem man den einmal eingerichteten CAN-Slave als Bibliothekselement ablegt, um ihn bei der nächsten Verwendung mit nur einem Mausklick in die S7-Konfiguration zu ziehen.

Bekannte Ergonomie bei Visu- Projektierung

Auch die Visualisierung des Anbieters ist eine eigene, von RunTime-Lizenzen und anderen Beschränkungen befreite, sehr schell agierende integrierte Software. VisuStage bietet unbegrenzte Sprachen, Störmeldesystem (1028 Alarme / 128 Meldungen), Trenderfassung (4 Trends á 16 Kanälen), Rezepturverwaltung (64 Rezepturen / 256 Datensätze mit je 256 Elementen) samt Archivierungen und eine Benutzerverwaltung mit neun verschiedenen Ebenen sowie vielfältige Comfort-, Export- und Importfunktionen von Texten und Variablen geboten. WinCC-flex-Benutzer fühlen sich ergonomisch sofort zu Hause, so dass die Software kaum Anpassung verlangt. Insevis ersetzt hier viele Script-Funktionen durch eigene, vordefinierte Objektdefinitionen.

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