Intelligente Automatisierungstechnik macht Maschinen flexibel

Intelligenten technischen Systemen kommt eine große Bedeutung bei der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandorts Deutschland und damit der Sicherung von Arbeitsplätzen zu. Vor diesem Hintergrund wird Phoenix Contact etwa drei Millionen Euro investieren, um eine \’adaptive\‘ Automatisierungstechnik zu entwickeln. Mit dieser Lösung lassen sich Maschinen und Anlagen flexibler gestalten und damit schneller an neue Anforderungen adaptieren. Produzierende Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen. Aufgrund stetig kürzerer Produktlebenszyklen, flexibler Losgrößen und der zunehmenden Betrachtung der Gesamtbetriebskosten müssen Maschinen und Anlagen aus Sicht des Lebenszyklus vorausschauend entwickelt, immer schneller konstruiert sowie häufiger angepasst werden. Derzeit lassen sich flexible Maschinenkonzepte allerdings nur in dem Umfang an neue Produktionsbedingungen adaptieren, der zum Zeitpunkt des Entwurfs der Applikation festgelegt wurde. Geht der Anpassungsbedarf über diese eingebauten Möglichkeiten hinaus, entsteht ein hoher Aufwand für die Planung und das Umrüsten der Maschine oder Anlage. Ziel des Forschungsprojekts \’Automation für wandlungsfähige Produktionstechnik (itsowl-AWaPro)\‘ ist daher die Entwicklung von intelligenten Automatisierungskomponenten wie Steuerungen, Bedien- und Feldgeräten sowie einer entsprechenden Entwurfs- und Bedien-Software. Dabei werden Komponenten, Netzwerke und Software mit Selbstoptimierungs-Funktionen und einer semantischen Interoperabilität auf der Anwendungsebene ausgestattet. Wir erwarten, dass sich selbst bei Wiederverwendung einer bestehenden Engineering-Leistung mit diesem Verfahren das Risiko und der Aufwand bei der Erstinbetriebnahme verringern. Im Rahmen des beschriebenen Projekts erarbeitet Phoenix Contact gemeinsam mit dem Institut Industrial IT (InIT) der in Lemgo ansässigen Hochschule Ostwestfalen-Lippe Konzepte für die Autokonfiguration in Echtzeitsystemen. In Ostwestfalen-Lippe (OWL) sind viele weltweite Marktführer ansässig, was national und international oft nicht bekannt ist. Daher wird der Spitzencluster it\’s OWL die hohe Innovationskraft der Region – auch durch die intensive Zusammenarbeit der Spitzencluster-Partner – weiter stärken und den Hightech-Standort OWL weit über die regionalen Grenzen hinaus sichtbar machen