Intelligente Stromnetze: Unterstützung gefordert

Energietechnik-Experten sehen Deutschland ins Hintertreffen geraten, wenn nicht die politische Unterstützung zur Einführung von einheitlichen intelligenten Stromnetzen so genannter \’Smart Grids\‘ verstärkt wird. Deutschland hinke in diesem Bereich hinter südeuropäischen Ländern aber auch China oder Indien hinterher. Das wurde auf der 1. Open Metering Fachkonferenz beim ZVEI deutlich. Die Experten warnten, dass die Gesetzgebung zur Liberalisierung des Messwesens in Deutschland eine Zersplitterung der Eigentumsverhältnisse an den Messstellen erwarten lasse, mit negativen Folgen für Zuständigkeiten und Aufbau. Doch erst mit diesen Netzen können die von der EU geforderten, \’Smart Meter\‘ genannten, elektronischen Zähler neue Zusatzfunktionen realisieren. Eine Analyse des Bundeswirtschaftsministeriums beziffert das damit erschließbare Einsparpotenzial auf 9,5TWh Strom pro Jahr. Zudem setze ein wachsender Anteil regenerativer Stromerzeugung Smart Grids voraus, so die Expertenmeinung.