Invertertechnik senkt Verbrauch bis zu 50%

Nachdem Rittal in 2010 erste Konzepte für frequenzgeregelte Chiller vorgestellt hat, bringt der Hersteller zur Hannover Messe 2011 erste Geräte für den Kühlleistungsbereich von 1 bis 6kW auf den Markt. Durch neueste Invertertechnik lassen sich bis zu 50% der Energiekosten – z.B. bei der Kühlung von Werkzeugmaschinen – einsparen. Das Thema Energieeffizienz steht weiterhin im Maschinenbau ganz oben auf der Agenda. Interessante Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz bei der Maschinenkühlung – etwa bei Werkzeugmaschinen – bietet das Unternehmen jetzt durch seine TopTherm Inverter Chiller mit Kühlleistungen von 1 bis 6kW. Gegenüber Lösungen mit Heißgas-Bypass-Regelung lassen sich je nach Anwendung bis zu 50% an Energiekosten einsparen. Auch bei Anlagen mit Zwei-Punkt-Regelung liegt das Energieeinspar-Potenzial bei über 30%. Für die Auslegung einer energieeffizienten Maschinenkühlung mit Kaltwassersätzen ist eine präzise Temperaturregelung entscheidend. Bei bestimmten Werkzeugmaschinen-Anwendungen – z.B. in Schleif- oder Bearbeitungszentren für das Finishen – ist eine Hysterese von ±0,5K notwendig. Hierbei wirkt sich allerdings ein taktender Betrieb von herkömmlichen Chillern durch häufige Schaltvorgänge negativ auf die Lebensdauer der Kompressoren bzw. Verdichter aus. Bei diesen speziellen Anwendungen setzen Hersteller deshalb in der Regel einen Heißgas-Bypass zur Temperaturregelung ein. Dadurch wird allerdings eine \’künstliche\‘ Belastung für den Verdichter geschaffen und letztlich ein Teil der Kälteleistung vernichtet. Die Invertertechnologie stellt eine interessante Alternative zur Steigerung der Energieeffizienz von Werkzeugmaschinen dar – vor allem im Teillastbereich. Durch stufenlose Anpassung der Motordrehzahl proportional zur Systemlast stellen die Geräte den exakten Kühlleistungsbedarf zur Verfügung – mit einer Genauigkeit von ±0,1K. Weitere Leistungsklassen von 8 bis 16kW sind bereits in Planung.