Zur Spezifikation einer feldbusunabhängigen Kommunikations-Schnittstelle der PNO gehören die Übertragungs-Physik (elektrische und mechanische Eigenschaften, Topologie), die Kommunikation der Sensoren/Aktoren mit der EA-Baugruppe, eine neutrale Datenschnittstelle zum übergeordneten Kommunikationssystem und das Engineering. IO-Link integriert konventionelle und intelligente Aktoren und Sensoren in Automatisierungs-Systeme. Der ge-mischte Betrieb von herkömmlichen und intelligenten Geräten ist ohne Mehraufwand möglich. IO-Link nutzt dabei vorhandene Kommunikations-Systeme (Feldbusse oder Ethernet-basierte Systeme). Die letzten Meter zu den Aktoren und Sensoren werden in einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung mit handelsüblichen, ungeschirmten Standardkabeln verbunden. Damit trägt IO-Link zur Reduzierung der Schnittstellen und der Variantenvielfalt bei. Typische intelligente Aktoren/Sensoren sind z.B. Ventilinseln, Motorstarter, optische Sensoren, Lichtgitter, Analog-Signale, RFID oder Stellgeräte. Die Geräte können applikationsspezifische Parameter und Daten (z.B. auch Diagnosedaten) haben, die über ein serielles Kommunikationsverfahren übertragen werden. Dabei sind flexible Telegrammlängen möglich, um auch umfangreiche Datensätze – z.B. für RFID oder Lichtgitter – übertragen zu können. Die Kommunikation basiert auf einem Standard UART-Protokoll mit einer 24V-Pulsmodulation. Die Standardbausteine, die dabei zum Einsatz kommen, werden heute schon für die Parametrierung verwendet. Prozess-, Service- und Diagnosedaten können dabei zyklisch in typisch 2ms übertragen werden. Azyklisch können weitere Parameter und Daten übertragen werden. IO-Link ermöglicht die zentrale Fehlerdiagnose und -ortung bis zur Ebene der Sensoren und Aktoren. Durch die exakte Fehlerortung oder Wartungsanforderung werden Maschinenstillstandszeiten reduziert. Der Austausch von Geräten wird über eine zentrale Parameterhaltung vereinfacht. Damit schafft die Schnittstelle eine kostengünstige Lösung der Gesamtkette vom Aktor/Sensor bis zur Integration in das Automatisierungssystem. Investitionsschutz für Hersteller und Anwender wird dadurch erreicht, dass alle heute verfügbaren Sensoren über den Standard-IO-Mode angeschlossen werden können. Der gemischte Betrieb mit weiterentwickelten intelligenten Produkten ist möglich. Deshalb besitzt IO-Link von Anfang an eine hohe Akzeptanz und wird sich als der Kommunikationsstandard unterhalb der klassischen Feldbusse etablieren. Die feldbusunabhängige Übertragung ist bereits spezifiziert, die Festlegung der Integration in die Feldbusse erfolgt bis Herbst diesen Jahres. Eine prototypische Lösung für Profibus, Profinet und Interbus werden auf der SPS/IPC/Drives 2006 gezeigt werden. Erste Serienprodukte sollen zur HMI 2007 zur Verfügung stehen. Die Standardisierung von IO-Link in der IEC ist in Vorbereitung.
IO-Link nimmt Fahrt auf
Mit derzeit 14 Herstellern von Sensoren, Aktoren und Automatisierungssystemen erarbeitet die Profibus Nutzerorganisation e.V. (PNO) im Arbeitskreis IO-Link die Spezifikation einer feldbusunabhängigen Kommunikations-Schnittstelle für intelligente Sensoren/Aktoren in der Fertigungsautomatisierung.
PROFIBUS Nutzerorganisation
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