IT-Leiter trifft Werkleiter: Gigabit-Ethernet in der Automatisierung

Als Robert Metcalfe 1973 \’das Ethernet\‘ erfand, hatte er schon eine Vision und auch eine Idee über das Potenzial von Ethernet. Aber er dachte damals nicht an das große Potenzial in der Automatisierung. Die Ethernet-Technologie und auch das Wissen ist heute weltweit verfügbar und wird nicht durch einen Marktführer bestimmt. Im Büroumfeld geht heute ohne Ethernet nichts mehr. Mehr als 90% aller LAN sind Ethernet. Und aus diesem Umfeld kommen auch die Innovationen, die dann für die Industrie einfach übernommen werden, wenn diese Innovationen auch die Anforderungen der Industriekunden – Zuverlässigkeit ist hier das A und O – abdecken. Als Siemens 1985 das erste Industrial Ethernet unter dem Namen Sinec H1 in den Markt einführte, gab es viele \’interne und externe Stimmen\‘, dass Ethernet für den Einsatz in der Automatisierung nie tauglich sei. Siemens hat durch entsprechende Erweiterungen für den harten Industrieeinsatz gezeigt, dass Ethernet dann auch in diesen Applikationen erfolgreich eingesetzt werden kann. Diese Vorgehensweise wurde folglich sowohl bei Industrial Ethernet und Profinet, aber auch bei Industrial W-LAN konsequent und erfolgreich angewendet, d.h. im Kern ist immer das \’Original\‘. Nur so lässt sich die Durchgängigkeit in der Informationstechnik sicherstellen. Mit der Durchgängigkeit und der weiteren Verbreitung von Ethernet als Feldbus kommt es zwangsläufig, dass sich ein IT-Leiter (CIO) mit dem Werkleiter (COO) über das Netz unterhält, sich die beiden aber manchmal trotzdem nicht gleich verstehen. Warum? Jeder kennt die Anforderungen aus seinem Verantwortungsbereich und mit Ethernet sollte eigentlich alles gleich sein. Vor allem, wenn doch immer das Original im Kern ist. Am Beispiel Gigabit lässt sich dieses einfach erläutern. Gigabit-Ethernet steht beim IT-Leiter für – Schnelle Übertragung großer Datenmengen im Netzwerk, – Höhere Bandbreite für höhere Netzwerkleistung und die Beseitigung von Engpässen.