It\’s OWL – Eine Chance für die Region

Wittenstein investiert im Spitzencluster it\’s OWL insgesamt 2Mio. Euro in zwei innovationsprojekte. Gestartet wird mit dem Forschungsprojekt itsowl NoVHoW – \’Neuartiger selbst-optimierender Vorschub für das Hochleistungsbohren von direkt­angetriebenen Werkzeugen im mechatronischen CNC-Systembaukasten\‘. \“Im bisher wenig erforschten Hochgeschwindigkeits-Bohrprozess steckt noch großes Optimierungspotential\“, so Volker Meier, Wittenstein motion control GmbH, Geschäftsfeldleiter tool drives. Und wo kann man da besser forschen und entwickeln als in Ostwestfalen-Lippe? Hier sind die Wege kurz zwischen dem Maschinenbau, der Möbelindustrie, den Zulieferbetrieben und den Forschungsinstituten. Bereits 2008 waren dies wichtige Argumente für den Württembergischen Mechatronik-Spezialisten Wittenstein, die zur Gründung des neuen Geschäftsfeldes tool drives in Bad Pyrmont beitrugen. Die technologischen Herausforderungen des neuen Spitzenclusters \“Intelligente Technische Systeme Ostwestfalen-Lippe\“ – kurz It\’s OWL – passen da genau zur Technologie-Roadmap von Wittenstein tool drives: Mechatronische Systeme, die sich intelligent auf die Anforderungen des Anwenders einstellen, individuell konfigurierbar sind, Ressourcen einsparen und sich schnell an neue Herausforderungen anpassen. Insgesamt will Wittenstein in den nächsten fünf Jahren 2Mio. Euro in die Erforschung und Entwicklung intelligenter, selbstoptimierender Direktantriebstechnik investieren, die die Basis neuartiger Maschinenkonzepte für die Möbelindustrie bildet. Partner für dieses Innovationsprojekt ist die Hochschule Ostwestfalen Lippe. Dort forscht das Labor für Leistungselektronik und elektrische Antriebstechnik (LLA) unter Leitung von Prof. Dr. Holger Borcherding und das Labor für Holzbearbeitungsmaschinen und Fertigungstechnologien, von Herrn Prof. Dr. Adrian Riegel geleitet, mit. Im ersten Schritt analysieren die Projektpartner den bisher wenig erforschten Prozess des Hochgeschwindigkeitsbohrens. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse wird ein Demonstrator aufgebaut, mit dem ein neuartiger, sensorgeführter und selbstoptimierender Vorschubantrieb validiert werden soll. Für neue CNC-Holzbearbeitungsmaschinen heißt dies zukünftig: Verdopplung der Produktivität von Bohranwendungen, Minderung des Ausschusses um 10% und eine 30prozentige Senkung des Energieverbrauches. \“It\’s OWL als Gütezeichen für Intelligenz in neuen Maschinen. Das stärkt die Region und den Technologie-Standort Deutschland. Die Zusammenarbeit im Cluster kann uns schneller machen – von der Forschung und Entwicklung bis zur Marktreife neuer Technologien,\“ fasst Volker Meier seine Motivation für die Spitzencluster-Initiative zusammen.