Für die schnelle Prozessvisualisierung und -bedienung müssen in browser- bzw. webbasierten Scada/HMI-Systemen spezielle Programmobjekte eingesetzt werden, die über zusätzliche TCP/IP-Kanäle und mittels geeigneter Protokolle eine ereignisbasierte Aktualisierung von Prozessdaten im Webbrowser ermöglichen (Server-Push). Das übliche zustandslose HTTP-Protokoll kann einen solchen Server-Push nicht realisieren. Als Programmobjekte können dazu in Webseiten eingebettete ActiveX-Objekte oder Java-Applets genutzt werden. Beide bieten zwar hinsichtlich der möglichen B&B-Funktionalität ähnliche Fähigkeiten, unterscheiden sich aber beträchtlich in den sonstigen Anwendungseigenschaften: -ActiveX-Objekte besitzen ein erhebliches Sicherheitsproblem, da sie prinzipiell auf alle Ressourcen des Client-Rechners zugreifen können. Sie sind außerdem nur unter MS Windows und dem Internet Explorer als Webbrowser lauffähig. Die Objekte werden auf den Clientrechner geladen und dort dauerhaft registriert. -Java-Applets laufen demgegenüber in einer \“Sandbox\“, können nicht auf Ressourcen des Elternrechners zugreifen und sind prinzipiell unter jedem Betriebssystem und jedem Webbrowser lauffähig. Sie werden auch nicht dauerhaft auf dem Client-Rechner gespeichert und registriert. Viele der aktuellen browserbasierten Scada/HMI-Systeme nutzen ActiveX-Objekte, da diese mit klassischen Programmiersprachen (bevorzugt Visual Basic und C) erstellt werden und meist solche Objekte aus früheren Versionen bereits zur Verfügung stehen. Will man jedoch weitgehende Herstellerunabhängigkeit, Flexibilität und Sicherheit auch beim Zugriff über das Internet erreichen, sind der Einsatz von Java-Applets eindeutig die bessere Wahl. Grundlagen Java-Applets müssen mit der Programmiersprache Java erstellt werden. Der Applet-Code wird beim Aufruf einer HTML-Seite automatisch über das Internet geladen und mittels eines Java-Interpreters ausgeführt. Java-Interpreter sind u.a. Bestandteil der Java-Plattform von SUN und können kostenfrei heruntergeladen werden. Die Eigenschaften der jeweiligen Plattform bestimmen die grafischen und interaktiven Fähigkeiten entsprechender Applets. Tabelle 1 charakterisiert die beiden wesentlichen Java-Plattformen J2SE (Standard Edition) und J2ME (Micro Edition). Aufgrund von Einschränkungen der grafischen Fähigkeiten bei der J2ME kommt für komplexe B&B-Aufgaben praktisch nur die J2SE zur Anwendung. Nutzt man nur Basisbibliotheken, ist es aber durchaus möglich, dass ein bestimmtes B&B-Applet auch universell auf verschiedenen Bediengeräten (PC, PDA, Smartphone, Handy) identisch genutzt werden kann. Dies ist aber für den jeweiligen Fall im Detail zu testen. Auch wenn die unterschiedlichen Versionen der Java-Ausführungsumgebung von SUN (JVM – Java Virtual Machine) sehr stabil und rückwärtskompatibel arbeiten, ist doch im Einzelfall zu prüfen, ob bereits vorliegende B&B-Applets auch mit einer neuen JVM-Version korrekt arbeiten. Insbesondere bei Nutzung der Swing-Graphikbibliothek können durchaus bei unterschiedlichen JVM-Versionen Inkompatibilitäten auftreten. Java-Applets in Scada/HMI-Systemen Java-basierte Scada/HMI-Systeme nutzen Java-Applets für B&B-Aufgaben meist nach folgenden Methoden: Java-Applet als Viewer Ein Java-Applet fungiert als Viewer/Runtime-Umgebung für eine B&B-Datei. Diese B&B-Datei beschreibt in einem herstellerspezifischen Dateiformat die Visualisierung von Prozessdaten, interaktive Bedienelemente, u.a. Elemente eines HMI. Der Applet-Viewer und die B&B-Datei werden vom Server in den Client (Webbrowser) geladen und dort ausgeführt. Ein typischer Vertreter eines solchen Systems ist das GLG-Toolkit (Generic Logic). Nachteilig bei dieser Methode ist die vollständige Kapselung über den Applet-Viewer und die herstellerspezifischen Dateiformate, die eine Änderung/Anpassung durch den Nutzer nicht gestatten. Die Übertragung der Prozessdaten (PD) von/zu einem definierten Prozessdateninterface (z.B. OPC, Feldbus) erfolgt mittels einer in den Viewer eingebetteten TCP/IP-Verbindung und einem zusätzlichen Prozessdatenserver im jeweiligen Automatisierungsgerät.
Java-Applets als offene B&B-Objekte Teil 1 von 2
-
Modulare I/O-Systeme werden zur Architektur hinter moderner Produktion
Vom Anschlusspunkt zur Dateninfrastruktur
Industrielle Steuerungssysteme werden nicht mehr durch zentralisierte Logik und starre Architekturen bestimmt, sondern entwickeln sich zu dezentralen, datengesteuerten Systemen, die zunehmend davon abhängen, wie Informationen durch das System…
-
Vorsprung im Packaging
Automatisierungstechnik von Beckhoff ermöglicht die effiziente Entwicklung ressourcenschonender Verpackungsmaschinen, verkürzt Konstruktionszeiten und senkt Kosten – für innovative Lösungen und nachhaltige Produktionsprozesse.
-
Führungswechsel bei der OI4 Alliance
Die Open Industry 4.0 Alliance stellt seine Führung um: Ab Juli übernimmt Michael Riester (l.), Industrieexperte und seit 2019 Mitglied der OI4 Alliance, die Position des Managing Directors.
-
Produktion in den energieintensiven Industriezweigen um 1,2% gestiegen
Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im März gegenüber Februar saison- und kalenderbereinigt um 0,7% gesunken.
-
Jedes zwölfte Unternehmen sieht wirtschaftliche Existenz bedroht
8,1% der Unternehmen in Deutschland sehen den eigenen Fortbestand gefährdet.
-
Anzeige
Vorsprung im Packaging
Automatisierungstechnik von Beckhoff ermöglicht die effiziente Entwicklung ressourcenschonender Verpackungsmaschinen, verkürzt Konstruktionszeiten und senkt…
-
Bomag standardisiert die Elektrokonstruktion von mobilen Arbeitsmaschinen
Der Kabelbaum als digitaler Zwilling
Kabelbäume zählen zu den aufwendigsten Baugruppen mobiler Maschinen – und entstehen in vielen…
-
Platzsparende Antriebstechnik für die Verpackungsindustrie
Effizient, robust und kompakt
In der Lebensmittel- und Getränkeproduktion ist der Platz meist begrenzt. Daher ist bei…
-
Workshop ebnet produzierenden Unternehmen den Weg zur Smart Factory
KI in der Praxis
Smart Manufacturing verlangt nach konkreten Projekten. Ein Workshop zeigt praxisnahe Wege zur Smart…
-
Assistenz für reproduzierbare Fertigungsschritte
Digitale Ordnung statt Papierstapel
Auch wenn viele Produktionen hochautomatisiert sind, spielt sich ein entscheidender Teil der Wertschöpfung…
-
Messevorschau Sensor+Test 2026
Starkes Rahmenprogramm auf dem Branchentreffpunkt
Die Sensor+Test 2026 bietet ein umfassendes Rahmenprogramm mit Fachforen und Kongressen. Besucher erhalten…
-
Sensorbasierte Echtzeitüberwachung des Schmierungszustands
Das Lager wird zum Sensor
Lagerschäden werden mit klassischer Sensortechnologie typischerweise erst in einem bereits fortgeschrittenen Stadium erkannt,…
-
Nachgefragt: Wie weit die Industrie bei Umsetzung, Security und Compliance ist – Teil 1
Maschinenverordnung 2027: Die Zeit läuft
Der Countdown läuft: Am 20. Januar 2027 wird die EU-Maschinenverordnung 2023/1230 verbindlich. Doch…
-
Rovema macht mit ctrlX Automation seine Maschinen zukunftssicher
Technologisch flexibel und strategisch unabhängig
Automatisierung bedeutet heute mehr als präzise Bewegungsabläufe. Um zukunftsfähige Maschinen zu entwickeln und…
-
Kompakte S7-Steuerung mit Touchpanel
Die Jedermanns-SPS
Kompakte Panel-SPS-Lösungen mit integrierter Steuerung und I/Os ermöglichen den wirtschaftlichen Ersatz klassischer Handbedienelemente,…
-
Webbasiertes Engineering-Tool als Designer für die schaltschranklose Automatisierung
„Wir vereinfachen die Umsetzung drastisch“
Der neue MX-System Designer von Beckhoff ermöglicht strukturierte und technisch validierte elektrische Auslegung…
-
Integrierte Kompaktantriebe ermöglichen schaltschranklose Maschinen
Es geht auch ohne Einspeisemodul
Dezentrale Servomotoren kommen häufig bei räumlich verteilten Einzelachsen zum Einsatz. Die im Motor…
-
Cobots bringen mehr Effizienz in die EMS-Fertigung
Bestückung neu gedacht
Mit Cobots lassen sich auch komplizierte Prozesse teilautomatisieren, etwa die Bestückung von Leiterplatten…
-
Neue Ansätze und Geschäftsmodelle für zirkuläre Fluidtechnik
Mehr als nur nachhaltig
> Neue Ansätze & Geschäftsmodelle für zirkuläre Fluidtechnik. Bürkert unterstützt Transformationsprozess mit Lösungen…
-
Über 200 Artikel
Bedienen und Signalisieren
Mit einem umfangreichen Systembaukasten präsentiert Phoenix Contact neue Lösungen für das Bedienen und…
-
Für Ex-Bereiche
Magnetfreier IE6-Motor
ABB bietet einen IE6 Hyper-Efficiency-Motor anbietet, der nach Atex- und IECEx-Anforderungen für den…
-
Für Rechenzentren
Direct-to-Chip-Flüssigkühlung
Der steigende Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), High-Performance-Computing (HPC) und beschleunigten Workloads führt…
-
Hohe Untersetzungen und Präzision
Kombinationsgetriebe
Dunkermotoren stellt mit den neuen WG-Kombinationsgetrieben eine wirtschaftliche Lösung für Anwendungen vor, die…
-
Erfassung analoger Signale
Analoges Mixmodul
Das analoge Mixmodul AM 821 aus der S?Dias?Serie von Sigmatek kombiniert acht analoge…
-
Was wurde eigentlich aus …
SafetyBridge Technology von Phoenix Contact?
In der Titelstory des SPS-MAGAZINs 5/2016 ging es unter dem Titel: ‚Die SafetyBridge…
















