Bei umfangreichen Kundenbefragungen im Vorfeld der Produktentwicklung kristallisierte sich heraus, dass sich die Kunden und Interessenten im Maschinen- und Anlagenbau in sieben Hauptgruppen mit jeweils unterschiedlichen Bedürfnissen einteilen lassen. Dementsprechend wurde ein Produktprogramm aus sieben Antriebsmodellen entwickelt, die jeweils eine dieser Gruppen abdecken und für die mehr als 30 Patente eingereicht wurden. Die Familie im Überblick Die Umrichterreihe Unidrive M beginnt mit dem M100, einem kostengünstigen Umrichter bis zu 7,5kW für Anwendungen ohne Drehzahlrückführung. Die höheren Modelle bieten einsteckbare Kommunikationsmodule für Feldbusse wie Profibus, DeviceNet, CAN- open und Ethercat, sowie zusätzliche integrierte Sicherheitstechnik (ab M300). Die M400-Reihe reicht bis 110kW und verfügt über eine auf CoDeDys basierende Onboard-SPS für einfache Steuerungsaufgaben sowie Diagnose. Ab der M600-Reihe ist eine geberlose Ansteuerung der Synchronmotoren sowie eine Rückspeisung mit Active Front End (AFE) möglich, d.h. es erfolgt eine Rückspeisung überschüssiger Bremsenergie in das versorgende Netz. AFE sorgt zudem systembedingt für eine Reduzierung von Netzoberschwingungen. Die M600-Produkte sind Hochleistungsumrichter bis 250kW für Asynchron- und Synchronservomotoren ohne Drehzahlrückführung und verfügen über eine Echtzeit-SPS für einfache Steuerungsaufgaben, Gleichlaufregelungen und digitale Lock. Somit ist dieser Umrichter ideal für Anwendungen mit hohem Anlaufdrehmoment. Die SPS der M700-Serie weist Echtzeitfunktion auf für die Anbindung des 1,5-Achsen-Advanced-Motion-Controllers des Umrichters und ist somit für die Regelung von Motoren mit Drehzahlrückführung bzw. hochgenaue Positionssteuerungen geeignet. Bei den Modellen der M700- und M800-Reihe ist ein Hochgeschwindigkeits-Ethernet-Switch mit zwei Anschlüssen standardmäßig integriert. Der Unidrive M800 überzeugt durch die Integration einer Hochleistungs-MCi-Maschinensteuerung. Die Motorsteuerungsalgorithmen gewährleisten in Verbindung mit der neuesten Mikroprozessortechnologie, dass die Serie – laut Angaben des Herstellers – die derzeit höchste Stabilität und Leistung für alle industriellen Motortypen bietet. Das Inbetriebnahme-Studio beinhaltet eine neue Software zur Einstellung und Überwachung des Reglers für einen schnellen Datenzugang und Inbetriebnahme. Mit dem Steuerungs-Studio wird die integrierte MCi-Maschinensteuerung programmiert. Die Programmier-Tools benutzen die Programmiersprachen der IEC 61131-3 und werden von CoDeSys unterstützt. Beide Software-Tools verwenden die gleichen Kommunikationskomponenten, sodass es möglich ist, sie gleichzeitig mit unterschiedlichen Kommunikationsprotokollen laufen zu lassen. Die Antriebe haben einen Wirkungsgrad von bis zu 98% und zusätzlich einen Standby-Modus, was die Produkte auch in Sachen Energieeffizienz attraktiv macht. Synchronisation über das Netz unter 1µs Standard-Ethernet wird bei der M800-Reihe für den Datenaustausch zwischen den Antrieben, E/A, HMIs, SPSen sowie anderen industriellen Einrichtungen verwendet. Das integrierte Echtzeit-Ethernet bietet durch einen schnellen Datenaustausch eine verbesserte Bewegungssteuerung und erzielt Synchronisationsraten über das Netz unter 1µs sowie Update-Raten von 250µs. Die Synchronisierung von Uhren und Regelschleifen erfolgt über das IEEE 1588 V2 Precision Time Protocol (PTB). Darüber hinaus unterstützt es eine nahezu unbegrenzte Knotenanzahl. Das Ethernet-Protokoll verwendet Standard-Ethernet-TCP/IP und -UDP, um eine kompakte Datenaustauschstruktur bereitzustellen, die die Auslastung der Ethernet-Bandbreite sowie des Netzwerks minimiert. Somit können alle Modelle direkt miteinander kommunizieren. Der frühere umständliche Datenaustausch über den bislang genutzten Maschinen-Controller entfällt. Jeder ethernetfähige Antrieb ist mit einem Ethernet-Switch mit Doppelanschluss und RJ45-Standardsteckverbindern ausgestattet, was die Netzwerkanbindung vereinfacht. Bestimmte Anwendungen wie z.B. die \’elektronisch angetriebene Welle\‘ lassen sich einrichten, ohne dass dazu Programmiercodes geschrieben werden müssen. Bei diesen Anwendungen beginnen die Antriebe automatisch miteinander zu kommunizieren und ihre Steuer- und Regelkreise so aufeinander abzustimmen, dass sie perfekt koordiniert arbeiten können. In einem Netzwerk können mehrere Ethernet-Protokolle verwendet werden. Über das Standard-Ethernet arbeiten die Protokolle von Control Techniques mit anderen Protokollen wie ProfiNet RT, Ethernet/IP und Modbus TCP/IP zusammen. Ausblick Nach der Freigabe von Unidrive M werden zukünftig weitere Antriebsreihen auf den Markt kommen, die jeweils für andere Hauptmarktsegmente konzipiert wurden, dazu gehört auch der bisher fehlende M500-Umrichter.
Just Ethernet
-
Für datenintensive Industrieumgebungen
1HE-Rack-PC
Für PXI-Testsysteme, Echtzeitanwendungen und die Industrieautomation sind hohe Datenraten, geringe Latenzen und flexible Erweiterbarkeit entscheidend.
-
Spürbarer Dämpfer in den Bestellungen
Maschinenbau-Auftragseingang im Februar
Der Auftragseingang im Maschinenbau ist im Februar abermals gesunken und die Stimmung der Unternehmen trübt sich ein.
-
Für die DACH-Region
Schneider Electric: Neuer Vice President Secure Power
Schneider Electric hat Marco Geiser zum neuen Vice President Secure Power DACH ernannt.
-
Yaskawa strukturiert Führungsspitze in Europa um
Yaskawa hat eine Neustrukturierung der Geschäftsführung in seiner europäischen Zentrale vorgenommen.
-
Mit integrierter Sicherheitstechnik
MDR-Controller für die Intralogistik
Die IP54-geschützten MDR-Controller EP741x von Beckhoff sind je nach Bedarf mit und ohne…
-
Lebensmittelkonformer Oberflächenschutz
Aluminium-Antriebe
Mit NXD Tuph von Nord Drivesystems können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von…
-
Ann Fairchild neue CEO
Siemens USA unter neuer Leitung
Siemens hat Ann Fairchild zur neuen Geschäftsführerin von Siemens USA ernannt.
-
IO-Link Safety: Sicherheit vernetzt im Feld
Die Automation ändert sich rasant – sicherheitstechnische Anforderungen ebenso. Mit IO-Link Safety entsteht…
-
Drehkreuz in Südamerika
Wika eröffnet neues Werk in Brasilien
Wika hat Mitte März ein neues Werk am Standort Boituva in Brasilien eröffnet.
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
In Profinet-basierten Anlagen übernimmt das PN220 von Motrona die Funktion eines Feldbuskopplers und…
-
Seit März
Hannover Messe erhält eigenen Geschäftsbereich
Zum 1. März hat die Deutsche Messe einen eigenständigen Geschäftsbereich eingerichtet, der sich…
-
Ifo-Konjunkturumfrage
Unternehmen planen mit höheren Preisen
Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen mit höheren Preisen.
-
Festo, Schaeffler und Ziehl-Abegg
Nominierte für Hermes Award stehen fest
Eine unabhängige Jury hat unter den zahlreichen Einreichungen drei Unternehmen für den Hermes…
-
Professor Dr. Jörn Müller-Quade
Wibu-Systems beruft Kryptografie-Experten in Aufsichtsrat
Wibu-Systems hat Professor Dr. Jörn Müller-Quade in den Aufsichtsrat berufen.
-
IFR stellt Preisträgerinnen vor
Women in Robotics 2026
Um Frauen in der Robotikbranche mehr Sichtbarkeit und Anerkennung zu verschaffen, hat die…
-
Gemeinsam zum vollständig integrierten Automatisierungs-Stack
Salz Automation und Tele vereinbaren Partnerschaft
Salz Automation und Tele Haase Steuergeräte gehen in ihrer Partnerschaft einen entscheidenden Schritt…
-
3D-Druck
Harting eröffnet Zentrum für 3D-Druck
Harting hat in seinem Werk Rahden ein „Center of Competence Additive Manufacturing“ eröffnet.
-
Mikko Soirola
Neuer CEO für Elisa Industriq
Mikko Soirola startet als neuer CEO bei Elisa Industriq.
-
Klaus Conrad – Unternehmer, Visionär, Möglichmacher
90 Jahre Pioniergeist
Mit 18 Jahren tritt er ins Familienunternehmen ein, mit 40 übernimmt er die…
-
Miniatur-Sensoren realisieren hohe Reichweiten
So weit, so klein
Mit hoher Reichweite, kompaktem Design und optionaler IO-Link-Anbindung eignen sich die Sensoren der…
-
Dank Binnenmarkt
Deutsche Elektroexporte mit Plus auch zum Jahresbeginn
Auch zum Beginn des Jahres 2026 verzeichnete die deutsche Elektroindustrie ein Exportplus: Im…
-
93% verlagern KI zunehmend auf lokale Server
In den letzten zwei Jahren haben 93% befragter Unternehmen einige KI-Workloads zurück auf…
-
Erster Bauabschnitt eingeweiht
Neues Werk in Mexiko für Phoenix Contact
Phoenix Contact hat sein Produktionsnetzwerk auf dem amerikanischen Kontinent ausgebaut. In einem ersten…
das könnte sie auch interessieren
-
Mobile Cobot-Lösung erhöht die Produktivität in der CNC-Fertigung
Für wechselnde Losgrößen und große Produktvielfalt geeignet
-
Die Myzel Lifecycle Platform vernetzt Menschen, Maschinen und Daten
Wenn Sicherheit Wurzeln schlägt
-
Neue Bremssättel für Scheibenbremsen
Elektromagnetische Lüftung für hohe Stundenliestung
-
Scada-Plattform Atvise mit Updates
Mehr Sicherheit und Kompatibilität für Scada-Systeme
















