Kinematik-Simulation verkürzt Inbetriebnahme

Zur virtuellen Inbetriebnahme von CNC-Steuerungen für komplexe Kinematiken setzt Eckelmann ein eigenes Tool zur Hardware-in-the-Loop(HiL)-Simulation ein, das unter Matlab entwickelt wurde. Die Steuerungshardware wird dafür mit einem HiL-Simulator verknüpft, auf dem die Mechanik und Antriebstechnik realitätsnah simuliert wird. Das Modell bildet die für die Maschinensteuerung relevante Verhaltenslogik ab. Es lassen sich beliebige Kinematiken digital modellieren. Bereits vor Fertigstellung der realen Maschine ist es damit möglich, die CNC-Firmware für die neue Kinematik zu ertüchtigen und Funktionen zu validieren. Die reale Inbetriebnahme verkürzt sich dadurch. Anders als bei einem klassischen Maschinen-Engineering wird bereits in der Phase der Konstruktion parallel ein virtuelles Modell aufgebaut, an dem die Entwicklung der Software proaktiv vorangetrieben werden kann. So ist es möglich, schon während der anschließenden Phase des mechatronischen Aufbaus und der Maschinen-Montage wesentliche Aufgaben der Software-Inbetriebnahme parallel am virtuellen Modell vorzuziehen, ohne die Unwägbarkeiten einer realen Inbetriebnahme. Durch die relative Unabhängigkeit der Softwareentwicklung von einem realen mechatronischen System wird der Entwicklungsprozess flexibler und ein agileres Vorgehen möglich. Test- und Optimierungsaufwand der fertiggestellten Maschine reduzieren sich, weil die Steuerung schon intensiv virtuell getestet wurde.