Kommunikativ und offen: Sicherheitssteuerungen bei Fina Antwerp Olefins

Die Butadien-Pipeline verbindet das am linksseitigen Schelde-Ufer gelegene Tanklager AGT mit dem rechtsseitigen Petrochemiezentrum der FAO, einem Tochterunternehmen von Total Petrochemicals (65%) und ExxonMobil Chemical (35%). Insgesamt fünf HIMatrix-Systeme F35 kommen als Emergency Shutdown (ESD)-, Fire&Gas (F&G)- bzw. Überwachungssystem im Tanklager, entlang der Pipeline und in der Zentralwarte von FAO zum Einsatz. FAO beauftragte die Firma Egemin mit der Integration der Sicherheitstechnik und gab HIMatrix als sicherheitsgerichtete Steuerungen vor. Hima lieferte an den Systemintegrator die Hard- und Software, unterstützte Egemin bei der Integration und führte Schulungen durch. Die HIMatrix-Systeme sowie die sicherheitsgerichtete Kommunikation der Geräte untereinander sind TÜV-zertifiziert und zugelassen für sicherheitsgerichtete Applikationen bis SIL 3, Kat. 4 gemäß IEC61508, IEC61131, EN50156 sowie EN954. Die hohe Kommunikationsfähigkeit der HIMatrix-Systeme kommt bei diesem Projekt besonders zum Tragen. So kommuniziert HIMatrix im Tanklager AGT via Profibus mit einem Emerson DeltaV-System, bei FAO besteht eine Modbus RTU-Kopplung mit Honeywell TDC. Alle SPSen sind außerdem über das öffentliche Telefonnetz mit einer zentralen SPS bei FAO verbunden. Bei Fina Antwerp Olefins kommt mit diesem Projekt erstmals Ethernet-Technologie in einer Industrieapplikation zum Einsatz. Die Einführung von Ethernet dient dabei auch als Test für einen anstehenden großen Revamp einer rund 100km langen Pipeline nach Südbelgien.