Während die amerikanische Dienstleistungsbranche durch die Finanzkrise in den vergangenen Monaten ziemlich ins Trudeln geraten ist, beschert der schwache Dollar Lapp North America für das laufende Geschäftsjahr voraussichtlich ein Umsatzplus von 15 bis 20%. \“Viele Unternehmen aus der ganzen Welt drängen zurzeit auf den amerikanischen Markt, da sie dort wegen der Dollarschwäche günstig produzieren können. Und wir helfen beim Aufbau der benötigten Anlagen\“, erklärt Vorstand Siegbert Lapp die erfreuliche Entwicklung. Die Stuttgarter Lapp Gruppe ist seit 1976 mit einer eigenen Niederlassung auf dem amerikanischen Kontinent aktiv. Es war die erste Niederlassung des 1959 gegründeten Unternehmens im Ausland. Heute gehören zur Lapp Holding North America die Firmen Lapp USA und das Produktionswerk Lapp Cable Works in New Jersey, das Distributionsunternehmen Lapp Tannehill in Minnesota sowie Lapp Mexiko in Guadelachara und Lapp Canada in Toronto. Insgesamt sind dort 250 Mitarbeiter beschäftigt und sie erwirtschaften einen Umsatz von rund 100Mio. US-$. Im Werk werden pro Jahr knapp 90.000km Leitungen produziert. Zu den klassischen Kunden zählen vor allem deutsche Anlagen- und Maschinenbauer, die in den USA produzieren. Besonders stark ist Lapp dabei im Projektgeschäft, wo speziell nach Kundenwunsch ganze Anlagen und Fertigungsstraßen verkabelt werden. Insgesamt werden rund 50% des Umsatzes über den landesweiten Handel generiert, der Rest über eigene Absatzkanäle. Hoher Eigenproduktionsanteil in den USA Typisch für den Markt ist, dass der Einsatz von Leitungen und Industriesteckverbindern strengen Sicherheitsvorschriften unterliegt. Generell gilt: Alle nach Amerika und Kanada exportierten Produkte müssen letztlich gelistet sein. Noch strenger sind die Vorschriften in der US-NFPA 79 Norm im Bezug auf die Verwendung von Kabeln und Leitungen in Industriemaschinen. Hier genügen neuerdings nicht mehr Leitungen nach AMW-Standard sondern solche nur UL gelistete Typen, die für die jeweilige Anwendung geeignet und zugelassen sind. Durch diese strengen Vorschriften ist es Ziel der Lapp Gruppe, einen möglichst hohen Eigenproduktionsanteil in den USA selbst zu erzielen. Zurzeit werden über 50% der für den nordamerikanischen Markt benötigten Leitungen im eigenen Werk in den USA produziert. \“Wir entwickeln und produzieren speziell für den amerikanischen Markt zugelassene Leitungen und arbeiten dabei eng mit den jeweiligen Zulassungsbehörden zusammen\“, erklärt Siegbert Lapp. Um den Eigenfertigungsanteil und die Vertriebspower in den USA zu erhöhen, wurde in den vergangenen Jahren kräftig investiert. Im Produktionswerk in New Jersey wurde die Fertigungskapazität durch neue Fertigungslinien verdoppelt. 2002 wurde der frühere Distributor KL Tannehill übernommen und heißt jetzt Lapp Tannehill. Durch die Einführung von SAP R3 ist Lapp North America mit dem gruppenweiten Netzwerk verbunden und garantiert schnelleren Austausch und mehr Transparenz. Ganz aktuell sind in Las Vegas und im Südosten der USA weitere Regionallager mit Vertriebsbüros in Planung. Multinormsteckverbinder In einem Gerät werden Komponenten wie Steckverbinder akzeptiert, wenn sie für ihren Einsatzbereich geprüft wurden. Das so erhaltene Prüfzeichen zeigt die Konformität mit den geforderten Normen. Mit zertifizierten Steckverbindern wird die Geräte-Abnahme erheblich schneller, einfacher und preiswerter ablaufen. Dabei gilt es länderspezifische Standards zu beachten. Die wichtigsten Prüfnormen für Industriesteckverbinder sind die europäische IEC61984, die US-amerikanische UL1977 und kanadische CSA-C22.2 No. 182.3. Lapp Kabel achtet bereits bei der Konstruktion der Industriesteckverbinder darauf, dass alle relevanten Normen erfüllt sind. Der sogenannte Multinorm-Steckverbinder ist die richtige Wahl, um international gerüstet zu sein. So ist ein und derselbe Epic Steckverbinder im Allgemeinen nicht nur nach europäischen Normen zertifiziert, sondern auch für den US-amerikanischen und kanadischen Markt qualifiziert. Damit können Epic Steckverbinder weltweit in Geräten und Maschinen verwendet werden. Unterschiede gibt es allerdings bei den elektrischen Daten bezüglich des maximal zulässigen Stroms und der Spannung. So kann es vorkommen, dass ein Steckverbinder nach IEC nur bis 250V eingesetzt werden darf, im nordamerikanischen Raum aber bis 600V zugelassen ist. Der Anwender muss bei der Produktauswahl entscheiden, welche Norm für seine Anwendung ausschlaggebend ist. NFPA 79-konforme Maschinenleitung Die aktuelle Edition 2007 der NFPA 79 schreibt für den Einsatz in Industriemaschinen gelistete Leiter, Kabel und Leitungen vor. Neu dabei ist, dass die sogenannten AWM-Typen (Appliance Wiring Material) nicht mehr erlaubt, bzw. nur unter Beachtung bestimmter Einschränkungen weiterhin akzeptiert werden können. Für Maschinen- und Anlagenbauer heißt das: Umstellen bei Entwicklung, Planung und Produktion. Denn Maschinen, die nicht der neuen Norm entsprechen, werden auch nicht abgenommen. Lapp Kabel hat sich sehr früh auf die neuen Vorgaben eingestellt und bietet seinen Kunden ein ergänztes Produktportfolio mit UL-gelisteten Leitungen an. Nachdem im vergangenen Jahr bereits die UL-gelisteten und NFPA 79-konformen Leitungen Ölflex Control M und Ölflex Control TM vorgestellt wurden, präsentierte Lapp Kabel auf der diesjährigen Hannover Messe ihr neuestes NFPA 79- konformes Produkt: die UL MTW-, UL TC-ER- sowie NOM- (Normas Oficiales Mexicanas) gelistete, doppelt geschirmte Maschinenleitung Ölflex Control TM CY. Sie ist für die Verkabelung zwischen Maschinen und Maschinenteilen auf offenen Kabelpritschen, aber auch für die offene, ungeschützte Verlegung von der Kabelpritsche bis hin zu Betriebsmitteln an oder in der Maschine zugelassen. Vorstand Siegbert Lapp: \“Kabel und Leitungen für Industriemaschinen in Nordamerika sind wesentlicher Bestandteil unseres Kerngeschäfts. Deswegen war es uns sehr wichtig, unser Programm den neuesten Standards anzupassen, um unseren Kunden so schnell wie möglich die neuen UL-gelisteten Leitungen anbieten zu können.\“
Lapp Holding North America: Dollarschwäche beschert Umsatzplus
-
Offizielle Eröffnung der Hima-Niederlassungen in Kolumbien und Peru
Die Hima Group baut die Präsenz in Lateinamerika mit der offiziellen Eröffnung neuer Niederlassungen in Lima, Peru, am 3. März und in Bogotá, Kolumbien, am 5. März weiter…
-
CiA-Vorstand wieder gewählt
Auf der Vollversammlung des Vereins CAN in Automation wurde der amtierende Vorstand bestätigt: Magnus Hell (Infineon), Christian Schlegel (CHS Consulting) und Holger Zeltwanger (CiA Managing Director).
-
Schmersal gehört 2026 zu den besten Arbeitgebern in Nordrhein-Westfalen
K.A. Schmersal zählt 2026 zu den besten Arbeitgebern in Deutschland.
-
Digitale Prozesse: Mit Ethernet-APL sicher und effizient
Die Digitalisierung der Prozessindustrie schreitet unaufhaltsam voran – und sie stellt neue Anforderungen an die Kommunikationsinfrastruktur.
-
Elektromechanisches Fügesystem
Kistler hat mit dem IJSys ein neues Fügemodul entwickelt, das alle Komponenten inklusive Servoantrieb, Sensor, Digitalisierung von Daten und Sicherheitstechnik im Modul selbst vereint.
-
Wenn Unmanaged Switches Managed Funktionen übernehmen
Plug&Play trifft Priorisierung
Netzwerksegmentierung und Datenflusspriorität sind in der industriellen Automatisierung keine Kür mehr, sondern Pflicht.…
-
Komplexe Bewegungen über High-Level-Sprachen steuern
Es geht auch ohne Echtzeit
Die koordinierte Bewegung mehrerer Achsen – z.B. bei Robotikanwendungen – ist kein neues…
-
Kompakter Distanzsensor bis 150m
Mit dem OptoNCDT ILR1041-150-IO erweitert Micro-Epsilon sein Laser-Distanzsensoren-Portfolio um ein kompaktes Modell für…
-
Gute Ergänzung
Der SCHALTSCHRANKBAU und das Thema ’schaltschranklose Automatisierung‘: Wie passt das denn zusammen? So…
-
Interview: Wie neue EU-Regularien Maschinenbauer zu sicheren Kommunikationsarchitekturen zwingen
„Cybersecurity ist heute keine Option mehr“
Mit neuen regulatorischen Vorgaben wie dem Cyber Resilience Act steigt der Druck auf…
-
IO-Link-Safety-Lösungen
Mit der Kombination robuster Sicherheitskomponenten und IO-Link Safety ermöglicht Euchner eine durchgängige, sichere…
-
Im Interview: Wie NI und DataTec den europäischen Testmarkt neu denken
Vom Messgerät zur Datenplattform
Beim Besuch von National Instruments bei DataTec tauschten sich Ritu Favre, President Test…
-
Maßgeschneiderte Schwingungsüberwachung mit IO-Link
Gemeinsam zur Lösung
Steigende Anforderungen an die Überwachung von Schwingförder- und Siebmaschinen erfordern präzise und flexibel…
-
ABB Robotics ernennt neuen Cluster-Manager für DACH-Region
ABB Robotics hat Marc-Oliver Nandy zum Cluster-Manager für die DACH-Region ernannt.
-
Für sichere Maschinennetzwerke
Industrial Security-Gateway und Maschinenfirewall
Sichere Maschinennetzwerke werden mit den aktuellen Vorgaben der Europäischen Maschinenverordnung und der IEC62443…
-
Skalierbare IPC-Plattform
Spectra bietet mit der MD-3000-Serie von Cincoze eine modulare Embedded-Computer-Plattform an, die speziell…
-
Retrofit für die Industrie 4.0
So lassen sich alte Steuerungen wirtschaftlich OPC-UA-fähig machen
Viele Produktionsanlagen arbeiten noch mit Steuerungen, die seit Jahrzehnten zuverlässig ihren Dienst verrichten.…
-
KI perfektioniert Phishing-Angriffe – von personalisierten Mails bis zu Voice Cloning
Wenn Maschinen Vertrauen imitieren
Die KI generiert nicht nur immer neue Hacker-Tools, sondern verbessert die Glaubwürdigkeit von…
-
Lebensmittelkonformer Oberflächenschutz
Aluminium-Antriebe
Mit NXD Tuph von Nord Drivesystems können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von…
-
Für datenintensive Industrieumgebungen
1HE-Rack-PC
Für PXI-Testsysteme, Echtzeitanwendungen und die Industrieautomation sind hohe Datenraten, geringe Latenzen und flexible…
-
Spürbarer Dämpfer in den Bestellungen
Maschinenbau-Auftragseingang im Februar
Der Auftragseingang im Maschinenbau ist im Februar abermals gesunken und die Stimmung der…
-
Für die DACH-Region
Schneider Electric: Neuer Vice President Secure Power
Schneider Electric hat Marco Geiser zum neuen Vice President Secure Power DACH ernannt.
-
Yaskawa strukturiert Führungsspitze in Europa um
Yaskawa hat eine Neustrukturierung der Geschäftsführung in seiner europäischen Zentrale vorgenommen.
das könnte sie auch interessieren
-
Mikko Soirola
Neuer CEO für Elisa Industriq
-
Drehkreuz in Südamerika
Wika eröffnet neues Werk in Brasilien
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
-
















