Die Lenze SE hat im Geschäftsjahr 2009/2010 (1. Mai 2009 bis 30. April 2010) einen Umsatz von 416,9 Mio.E (Vorjahr: 505,4 Mio.E) erzielt. Wie der Vorstandsvorsitzende Dr. Erhard Tellbüscher auf der Bilanzpressekonferenz in Hameln erklärte, entspreche das einem Rückgang von 18%. \“Zusammengefasst haben wir damit innerhalb von zwei Geschäftsjahren rund 33% Umsatz eingebüßt\“, erklärte der Vorstandsvorsitzende. Der Beginn des Geschäftsjahres 2009/2010 sei stark von der Wirtschaftskrise gezeichnet gewesen, fügte Tellbüscher hinzu. Im zweiten Halbjahr zeigte sich jedoch eine deutliche Erholung. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten lag bei 3,6Mio.E (Vorjahr: 5,3 Mio.E). Trotz des Rückgangs konnte damit im Krisenjahr ein operativer Gewinn erwirtschaftet werden. Das Ergebnis nach Steuern beträgt 1,3Mio.E (Vorjahr: -8,7Mio.E) und sei wegen der Sondereffekte nicht direkt mit dem Vorjahreswert vergleichbar. Das positive Ergebnis führte Tellbüscher auf konsequente Kostenanpassungen und den gestiegenen Auftragseingang zurück. Der Vorstand der Lenze SE schätzt den weiteren Verlauf des Wirtschaftsjahres 2010/11 recht positiv ein. Im Vergleich zum Vorjahresquartal habe das erste Quartal einen Zuwachs in der Produktion von mehr als 80% ausgewiesen. Der starke Anstieg sei auch darauf zurückzuführen, dass Lenze in der Krise neue Märkte erschließen konnte. Der Gesamtaufwand für Forschung und Entwicklung betrug im Berichtszeitraum 31,6 Mio.E. Damit lagen die Ausgaben mit 7,6% bezogen auf den Umsatz leicht über dem Vorjahreswert. Mit Beginn des aktuellen Geschäftsjahres stieg der Auftragseingang deutlich. In Asien verdreifachte er sich, in Europa – und besonders in Deutschland – wuchs er in den ersten Monaten um rund 40%. Nur Nordamerika blieb wegen der konjunkturellen Schwäche auf dem US-Markt hinter diesen Zahlen zurück, dort steigerte Lenze den Umsatz um vier Prozent. \“Unsere verbesserten Kostenstrukturen sowie die Vielzahl neuer Produkte werden uns sowohl weiteres Wachstum bringen als auch das Finanzergebnis positiv entwickeln lassen\“, gab Tellbüscher einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Mechatronischer Automatisierungsansatz erweitert Wichtigster Bereich des Lenze-Portfolios sei nach wie vor die Antriebstechnik, d.h. die Servo- und Frequenzumrichter sowie die Elektromechanik mit ihren Motoren und Getrieben. Im vergangenen Jahr investierte Lenze massiv in den Ausbau seines Automatisierungsportfolios. In diesem Herbst bringt das Unternehmen eine neue Steuerungsplattform auf den Markt und bietet damit von der Elektromechanik über die Antriebe bis zur Visualisierung und Steuerung ein durchgängiges Portfolio, das von einzelnen Produkten bis hin zu Lösungen und kompletten Systemen reicht. Vorstandsmitglied Frank Maier ging auf diesen mechatronischen Ansatz ein: Erst mit einem skalierten Angebot für jede Antriebsanwendung und dem richtigen Maß an Intelligenz entstehe eine mechatronische Lösung. Maier beantwortete die Frage \“Welche Megatrends treiben uns an?\“ Das seien zum einen eine nachhaltige Energieversorgung, E-Mobilität, ein steigender Bedarf an Konsumgütern und die Service-Robotik. \“Megatrends verlangen Lösungen für raue Umgebungsbedingungen, sinkenden Platzbedarf, weiter steigenden Bedarf an Intelligenz bei gleichzeitiger kompromissloser Optimierung auf eine spezifische Anforderung\“, erklärte Maier. Die Integration fordere Standardisierung wie beispielsweise standardisierte Blöcke. Dr. Thomas Cord, Geschäftsführer der Lenze Automation, sprach über das effiziente Engineering durch integrierte Automatisierungssysteme. \“Die Technologie ist das Erfolgskriterium\“, erklärte er. Doch ebenso entscheidend für Erfolg sei das Wissen, wie die Software-Tools, die Engineering-Werkzeuge, funktionieren. \“Durch die richtige Architektur kann man die Komplexität reduzieren. […] Für jede Automatisierungsaufgabe die geeignete Systemlösung, das ist unsere Anforderung.\“ Schließlich will Lenze die Kosten der Maschinen- und Anlagenbauer reduzieren, indem die Kosten des Engineerings reduziert werden. Diese Kosten entsprechen etwa einem Fünftel der Kosten einer Anlage. Energieeffizienz nach wie vor wichtig Wie effiziente Antriebslösungen die Kosten senken können, beschrieb Dr. Hartmut Braun, Geschäftsführer der Lenze Drives. Das stütze sich auf drei Säulen: Elektrische Energie intelligent einzusetzen, Energie mit hohem Wirkungsgrad zu wandeln und rückgespeiste Bremsenergie zu nutzen. \“Energieeffizienz muss perspektivisch nicht teurer sein\“, blickt er optimistisch in die Zukunft. Braun erwartet die fortschreitende mechatronische Integration in Form der physikalischen Verschmelzung von Motor und Umrichter. Außerdem sei eine wirkliche Gesamt-System-Optimierung wichtig. Hier gebe es eine Entwicklung \“vom verdrängten Engergieeffizienz-Bewusstsein über quasi-zwangsweise Umsetzung auf Komponenten-Ebene zur Selbstverständlichkeit der Systemoptimierung.\“ (afs)
Lenze verzeichnet deutliche Erholung
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