Bis 2013 wird der Lieferungsumfang von drahtlosen Einheiten in den EMEA-Raum den nach Asien übersteigen. Senior Analyst Mark Watson erklärt dazu: \“Besonders im gegenwärtigen wirtschaftlichen Klima könnten die EMEA-Anwender, die häufig höhere Betriebsunkosten haben als die asiatischen Anwender, den Einsatz von Wireless-Produkten als eine Möglichkeit betrachten, Kosten für die Installation und Instandhaltung von Kabelnetzwerken zu vermeiden.\“ Produkte Die im EMEA-Raum gebräuchlichsten wireless-fähigen Produkte sind mobile Computer, Sensoren und Remote-IOs. Erstere sind bereits als wireless-fähige Komponenten etabliert und bieten dem Bediener größere Flexibilität im Vergleich zu montierten oder kabelgebundenen Alternativen. Zudem ersparen sie dem Benutzer (und dem Maschinenbauer) Ausgaben, da die Anzahl der zu erwerbenden Einheiten in der Regel kleiner ist. Mobile Computer werden in der Fabrikautomation meist für Datenüberwachung und -Erhebung verwendet. Anwender verlangen zunehmend Flexibilität und Funktionalität – diese Produkte erfüllen beides. Sie sind strapazierfähig, kompakt und arbeiten effektiv in rauen Umgebungen. Protokolle Mobile Computer haben heutzutage häufig mehrere drahtlose Interfaces. Die gebräuchlichsten Open-Wireless-Protokolle, die im EMEA-Raum gemeinsam mit robusten mobilen Computern benutzt werden, sind Bluetooth, W-LAN und Cellular. Für Bluetooth und W-LAN zusammen wird zwischen 2007 und 2013 ein Anteil von nahezu 90% an allen nach EMEA gelieferten, drahtlosen industrietauglichen, mobilen Computern prognostiziert. Der Anteil der proprietären Kommunikationstechnologien wird in diesem Zeitraum abnehmen, da offene Systeme eine größere Interoperabilität zwischen den Systemen ermöglichen. Da auch in Büros zunehmend drahtlose Kommunikationstechnologien verwendet werden, sollte gerade dieser Punkt nicht vernachlässigt werden, wenn man ein Netzwerk für den Gebrauch in der Fabrikhalle in Betracht zieht oder einführen möchte. Planung von Wireless-Netzwerken Es erfordert viel Planung, damit verschiedene drahtlose Netzwerke effektiv zusammenarbeiten. Die Interoperabilität von Wireless-Protokollen ist daher ein zunehmend wichtiger Faktor, will man drahtlose Kommunikation in der Fabrikautomation einführen. Mit der wachsenden Bedeutung des Sammelns und der Verteilung von Daten sowohl im Produktions- als auch im Bürobereich von Unternehmen ist es wichtig und in manchen Branchen oft auch essentiell, dass Daten verlässlich und konsistent sind. Drahtgebundene Netzwerke haben dies viele Jahre lang geboten. Bislang ist das Wissen darüber, wie man mehrere drahtlose Netzwerke in ein einzelnes System implementiert, noch wenig verbreitet. Unternehmen müssen die Einführung von 20 Wireless-fähigen Komponenten daher genau planen. Dies wird sogar noch wichtiger bei der Verwendung von drahtloser Kommunikation für Steuerungsanwendungen. Bis 2013 wird die Beachtung des Themas Interoperabilität an Bedeutung verlieren. Immer mehr Anbieter widmen sich der Unterstützung von Unternehmen bei der Einführung von drahtloser Kommunikation. Und: Die Anwender selbst testen wireless-fähige Produkte vor einer großangelegten Einführung. Zuverlässigkeit Zurzeit ist das größte Hindernis bei der Einführung von drahtloser Kommunikation für Maschinenbauer und Enduser die Verlässlichkeit. Die Existenz von Großmaschinen, die drahtlose Signale unterbrechen können, und die zunehmende Bedeutung des Sammelns von verlässlichen und ausführlichen Maschinendaten hat – zumindest vorerst – die meisten davon überzeugt, dass drahtgebundene Lösungen besser geeignet sind. Zusätzlich hat die konservative Grundeinstellung in der Fabrikautomatisierung dazu beigetragen, die Einführung von Wireless-Netzwerken zu behindern: Wenn es nicht kaputt ist, warum es dann austauschen? Mehr und mehr Unternehmen beginnen aber, mit speziell für den Einsatz in Fabrikumgebungen konzipierten und widerstandsfähigen wireless-Produkten zu experimentieren. Sie möchten, nachdem sie die passende Infrastruktur und Wireless-Technologie gewählt haben, die Leistung und Funktionalität ihrer industriellen Netzwerke verbessern. Kosten Die fallenden Kosten von wireless-fähigen Produkten sind ein weiterer Grund für Unternehmen, drahtgebundene Netzwerke auszutauschen oder beide Netzwerke nebeneinander zu verwenden. Dies ist besonders während der aktuellen Wirtschaftslage eine attraktive Entscheidung, da die anfänglichen Ausgaben für die Installation eines drahtlosen Netzwerkes geringer sind, als die für ein drahtgebundenes. So sind z.B. in einer Kläranlage erhebliche Einsparungen möglich, wenn Pumpen mehrere hundert Meter vom Kontrollraumentfernt lokalisiert werden können. Die Einführung drahtloser Netzwerke für Anwendungen wie z.B. die Zustandsüberwachung spart Komponentenkosten, z.B. Schleifringen, die zuvor nötig waren, um rotierende Komponenten zu überwachen. Mit einem drahtlosen Sensor kann ein Anwender nun ohne hohe Kosten Anwendungen mit rotierenden Teilen genauer überwachen. Innovationen Batteriebetriebene drahtlose Sensoren können dort eingesetzt werden, wo drahtgebundene Sensoren ungeeignet waren. \’Bluetooth Low Energy\‘-betriebene Sensoren werden 2012 und 2013 aufkommen und durch längere Batterielebensdauer im Betrieb das Wachstum des gesamten EMEA-Marktes für drahtlose Sensoren vorantreiben. Die Betriebslebensdauer wird durch neue Batterietechnologien, die zurzeit entwickelt werden, noch weiter verlängert. Fazit
Märkte, Trends, Technik: IMS-Studie zu drahtloser Kommunikation in der Fabrikautomation
-
SPS-Entwicklung trifft DevOps: Wie CODESYS 4 IT-Methoden in die Automatisierung bringt
Git, CI/CD-Pipelines, automatisierte Builds, Code-Reviews im Team: in der Softwareentwicklung seit Jahren Standard, in der SPS-Programmierung bisher kaum umsetzbar.
-
Wie intelligent ist Licht?
Maschinen kommunizieren, reagieren und steuern Prozesse. Nur ihr Licht wird oft noch als passive Komponente behandelt. Dabei zeigen SPS-Anbindung, IO-Link und Signalfunktionen: Intelligentes Licht kann längst mehr als…
-
Neuer Division President ABB Machine Automation (B&R)
ABB Machine Automation (B&R) ernennt Christian Strahberger als Division President.
-
Maschinen- und Anlagenbau: Auftragseingang im Juli um 2% gestiegen
Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist mit einem leichten Aufwärtstrend in den…
-
Anzeige
SPS-Entwicklung trifft DevOps: Wie CODESYS 4 IT-Methoden in die Automatisierung bringt
Git, CI/CD-Pipelines, automatisierte Builds, Code-Reviews im Team: in der Softwareentwicklung seit Jahren Standard,…
-
Anzeige
Wie intelligent ist Licht?
Maschinen kommunizieren, reagieren und steuern Prozesse. Nur ihr Licht wird oft noch als…
-
Interview: Industrie im Wandel
„Resilienz wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil der Industrie“
Geopolitische Spannungen, volatile Lieferketten und der rasante technologische Wandel verändern die Industrie nachhaltig.…
-
Kundenspezifische Getriebemotoren für die Rührwerkstechnik
Digital auswählen und konfigurieren
Dank des benutzerfreundlichen Online Supports und der digitalen Produktauswahl von SEW-Eurodrive können Anwender…
-
Edag stärkt Vertrieb
Mit Florian Freund als neuem Executive Vice President Sales stärkt Edag ab dem…
-
Geprüft für hohe Reinraumanforderungen
Kabeldurchführungen für sensible Produktionsbereiche
Icotek bietet geprüfte Kabeldurchführungen und Kabelmanagement-Lösungen für Reinraumanwendungen.
-
Maschinensicherheit mit großer Reichweite
Laserscanner überwacht Sicherheitsbereiche bis 10m
Datasensing erweitert sein Portfolio um den Sicherheits-Laserscanner SLS10 mit einer Sicherheitsreichweite von bis…
-
Unternehmen geben nur knapp 10% ihrer Investitionen für Klimaschutz aus
Unternehmen in Deutschland gaben im Jahr 2025 durchschnittlich 9,3% ihrer Investitionen für Klimaschutzmaßnahmen…
-
TQ-Prüflabor bekommt neue Doppelspitze
Die TQ-Group stellt die Führung ihres Prüflabors TQ-PCC (TQ-Product-Compliance-Center) neu auf.
-
Importpreise im Juli: +6,8% gegenüber Juli 2025
Die Importpreise waren im Juli um 6,8% höher als im Juli 2025.
-
HMI, Steuerung, Safety und Security
So wird Maschinenautomatisierung zukunftssicher
Mehr Daten, stärkere Vernetzung, wachsende Software und höhere Anforderungen an Cybersecurity machen Maschinen…
-
Interview zu 60 Jahre Steckverbinderkompetenz
Warum moderne Steckverbinder längst intelligente Systemschnittstellen sind
Steckverbinder gelten oft als unscheinbare Standardkomponenten. Tatsächlich sind sie längst zu hochentwickelten Systemschnittstellen…
-
Berührungslose Übertragung: Die Alternative zu Schleifring und Steckverbinder
Wenn Daten und Energie ohne Kontakt fließen
Die industrielle Automatisierung befindet sich im Umbruch. Mit der fortschreitenden Digitalisierung steigen die…
-
Induktive Wegsensoren
In Serienanwendungen müssen Sensoren häufig nicht nur präzise messen, sondern sich nahtlos in…
-
Gateway für Modbus und MQTT
Mit dem Universal Gateway JUG 25 stellt Janitza ein Produkt vor, das UMG-Geräte…
-
Stromversorgung für Labor und Service
Kompakte Netzgeräte mit AC-, DC- und Akkubetrieb
Voltcraft erweitert sein Angebot um die CSP-Netzteilserie mit zwölf kompakten Modellen für Labor,…
-
Vom Feldgerät bis zur Cloud
Vorkonfigurierte IIoT-Systeme vereinfachen die Integration
IoTmaxx entwickelt projektspezifische IIoT-Komplettlösungen.
das könnte sie auch interessieren
-
Wie FMEA mit KI zum Hebel für nachhaltiges Wirtschaften wird
Weniger Ausschuss, weniger CO2
-
-
Nachgefragt: Virtuelle SPS – Teil 2
Die Zukunft der SPS ist hybrid
-
Schulung mittels Augmented Reality
Vom digitalen Zwilling zum digitalen Trainer
















