Manufacturing Execution Systems (MES): Potenziale in der Automobilindustrie – auch in Krisenzeiten?

In der Automobilindustrie findet man eine große Zahl von MES-Individuallösungen, die von OEMs (Original Equipment Manufacturers) in den letzten 20-30 Jahren implementiert wurden und sämtliche Prozesse abdecken, die auf Fertigungsebene unterstützt werden können. Dazu zählen u.a. die Feinplanung (Detailed Scheduling) und Prozesssteuerung (Process Control), MDA (Machine Data Acquisition), PDA (Production Data Acquisition), Personalverwaltung, Datenerfassung, Qualitätsmanagement, Informationsmanagement usw. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese Lösungen auf absehbare Zeit durch MES-Standard-Software ersetzt werden. Die proprietären MES-Lösungen einiger OEMs im Automobilbereich gelten sogar als \’Best-in-class\’-Produkte. Chancen für MES-Anbieter bieten sich hauptsächlich in ausgewählten OEM-Fertigungsprozessen, zum Beispiel wenn es darum geht, die Transparenz der Maschinenproduktivität zu erhöhen und diese Daten im gesamten Shop-Floor-System zu integrieren (Stichwort \’Total Productive Maintenance\’, TPM). Darüber hinaus besteht insbesondere auch bei den Automobilzulieferern noch Potenzial für die Verbesserung der Transparenz auf Fertigungsebene. Angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise geht PAC jedoch davon aus, dass sowohl Hersteller als auch Zulieferer in der Automobilbranche Investitionen in MES-Systeme momentan nur nach reiflichen Kosten-Nutzen-Überlegungen tätigen, wenn sie diese vorerst nicht gleich stoppen oder – zumindest kurzfristig – verschieben. PACs SITSI Verticals QuickTake Report \’Manufacturing Execution Systems (MES) Germany 2009\’ ist ab sofort erhältlich und enthält neben einer Beschreibung der aktuellen Marktsituation die Trends und Risiken im MES-Markt, Handlungsempfehlungen für MES-Anbieter sowie PACs Kommentar. Weiterführende Studien und Informationen erhalten