Marktübersicht: Panel-Industrie-PCs

Die Langzeitverfügbarkeit ist wohl insbesondere für Steuerungsanwender eines der wichtigsten Kriterien, denn eine Maschine hält unter normalen Umständen länger, als es die PC-Technologie tut. Fällt ein Industrie-PC nach vielen Jahren störungsfreiem Betrieb aus, ist guter Rat oft teuer, wenn ältere Betriebssysteme aufgrund fehlender Treiber oder anderer Probleme nicht auf neuer Hardware laufen. Auch die Integration von notwendigen Peripheriebaugruppen auf Basis alter Standards wie ISA, z.B. Buskarten, Slot-SPSen usw., kann einiges Kopfzerbrechen bereiten. Die Frage ist also zu klären, ob es noch Ersatzgeräte gibt, auf denen die Anwendung ebenso zuverlässig läuft wie auf dem Original. Viele Hersteller kommen ihren Kunden mit langen Lieferfähigkeitszusagen entgegen. Doch auch diese laufen irgendwann aus. Ein möglicher Ausweg sind randvolle Ersatzteillager, bei denen man abschätzen muss, wieviel Bedarf auf die nächsten Jahre besteht, damit dieses Unterfangen nicht zum finanziellen Desaster wird. Ein anderer Lösungsweg besteht in der Abstraktion von Hardware und Betriebssystem auf Basis von Virtualisierungen. Hier wird ein bestehendes \’Image\‘ einer Maschineninstallation mit Hilfe eines sogenannten Virtualisierungs-Hypervisors auf einen modernen PC portiert. So laufen auch Windows 3 oder NT wieder. In der Industrie kommt die Virtualisierung aus vielerlei Gründen noch gar nicht zum Einsatz. Zudem kann dieses Konzept nur Softwareprobleme lösen. Eine alte ISA-Karte passt damit immer noch nicht in moderne Hardware. (kbn)