Marktübersicht: Industrietaugliche Handheld-PCs

Die unterschiedlichen Bauformen von Handheld-PCs sind bedingt durch das breite Einsatzspektrum der Geräte. Ob als Bedieneinheit, zur Visualisierung, zur Messwerterfassung, für Wartungs- oder Servicearbeiten oder zur Lagerverwaltung – die Anwendungsgebiete der mobilen sind reichhaltig. Die Bauformen reichen von Pocket-PCs, der kleinsten Version der Handheld-PCs, bis hin zu Tablet-PCs, bestehend aus einem Touchscreen und evtl. einigen Tasten. Durch ihre hohe Flexibilität erobert diese Art der Bedienung immer neue Einsatzfelder. Früher dienten z.B. Handterminals lediglich als Ergänzung zur ortsfesten Bedienstation. Heute können die Bedieneinheiten diese sogar ersetzen. Viele Produkte vereinen durch ihren ungewöhnlichen Formfaktor die Vorteile bisheriger Mobilgeräte. Die so genannten Mobile Cruiser haben das große Display eines Tablet-PCs und besitzen durch einen Batteriegriff den Tragekomfort eines klassischen Handheldcomputers. Flexible Bedienelemente Die Bedienelemente der mobilen Geräte sind ebenso vielfältig wie ihre Bauformen. Es gibt integrierte Tastaturen als Software-, Folien-, Gummi- und Kurzhubtastatur. Oftmals sind noch zusätzlich separate Tastaturen anschließbar. Einige Hersteller bieten die Möglichkeit einer kundenspezifischen Gestaltung an. Der Kunde kann bei dieser Variante selbst festlegen, wie viele Tasten er benötigt und wie diese bedruckt werden sollen. In der Marktübersicht findet man zahlreiche Geräte mit Touchscreen. Durch die Programmierung von grafischen Benutzeroberflächen können Benutzereingaben vereinfacht werden. Die Displays bleiben auch bei direkter Sonneneinstrahlung lesbar. Für die Lesbarkeit bei Dunkelheit sorgt bei vielen Bedieneinheiten eine Hintergrundbeleuchtung. Viele Outdoordisplays sind mit Polarisationsfiltertechnik ausgerüstet. Es gibt aber auch Versionen mit einer Kombination aus Funktionstasten, numerischen Tasten und Touchscreen. Die häufig benötigten Funktionen können hier schnell programmierte Tasten gelegt werden. Funktionen, die vom Maschinenzustand abhängig sind, werden per Touch-Button ausgeführt. Zur Touch-Bedienung werden am Gehäuse angebrachte Stifte benutzt. Einige Handheldcomputer besitzen Zustimmtaster und verfügen über integrierte Not-Aus-Schalter. Der Zustimmtaster wird vornehmlich zur Inbetriebnahme benötigt, wenn innerhalb von Gefahrenzonen von Maschinen bedient wird. Kommunikation Die heutigen Handheld-PCs können problemlos in jede Automatisierungslösung eingebunden werden. Die Ankopplung an die Firmennetzwerke ist in vielen Bereichen wichtig. Es werden unterschiedliche Übertragungsarten für die drahtlose Kommunikation angeboten. Teilweise beherrschen die Geräte auch mehrere der Übertragungsstandards wie WLAN, IrDA Infrarot, Bluetooth und GSM oder GPRS. Welche Übertragungstechnik zum Einsatz kommt, hängt stark von den räumlichen Umständen und den konkreten Anforderungen ab. Einen Ethernet-Anschluss besitzen sehr viele der Geräte. Auch serielle Schnittstellen findet man noch immer in den Geräten, die u.a. für das Laden von Programmen ihre Anwendung finden. Eine oder mehrere USB Schnittstellen für die Datenübertragung mittels Memory Stick sind ebenso bei den meisten Produkten integriert. Fazit Die mobilen Handheld-PCs bieten neben der Bedien- und Beobachtungsfunktionalität einen flexiblen Zugriff auf alle Informationen und Daten zur Maschinensteuerung oder zur Datenerfassung. Die mittlerweile langen Akkulaufzeiten erhöhen zusätzlich die Akzeptanz der Produkte. Anlagen können in kürzester Zeit in Betrieb genommen und umgerüstet werden, Wartungsaufgaben können effizienter ausgeführt und somit Ausfallzeiten verkürzt werden. Auch die Integrationsfähigkeit der Produkte hat sich stark verbessert. Die anpassungsfähige Hardwarebasis, standardisierte Betriebssysteme und Softwarewerkzeuge ermöglichen den Einsatz in verschiedenen Applikationsfeldern. Die Technologie hat unbestritten großes Potenzial und bedeutet für den Anwender eine Steigerung der Flexibilität und Effizienz im Produktionsprozess.