Marktübersicht: Kompakte und modular erweiterbare Steuerungen

Seit der Erfindung der SPS vor mehr als 40 Jahren hat sich eine unüberschaubare Anzahl von Geräten entwickelt, mehr noch haben sich viele unterschiedliche Kategorien von Steuerungen entwickelt. Betrachtet man nur das Segment der Kompaktsteuerungen, sagt das noch nicht einmal viel aus: Hier findet man klassische SPSen ebenso wie PC-basierte, Geräte mit Anzeigen ebenso wie ohne usw. Immer mehr rückt jedoch auch die Engineeringsoftware in das Zentrum der Betrachtung. Wer bereits Anwendungen am Laufen hat, ist natürlich daran interessiert, möglichst viel Code wiederverwenden zu können. Hier bieten sich skalierbare Systeme an, die sich lediglich in der Performance und Ausstattung unterscheiden, nicht jedoch in der Anwendungsprogrammierung. Umgekehrt gilt natürlich das Gleiche. Abseits ausgetretener Pfade verfolgen manche Anbieter neue Ansätze und stellen den Anwendern vorprogrammierte Module zur Verfügung, die lediglich konfiguriert werden müssen. So spart man viel Zeit bei der Programmierung der Anwendung. Die Programmiersprachen sind im Segment der kleinen und kompakten Steuerungen immer noch sehr vielfältig, auch wenn sich hier allmählich die Standards der IEC61131-3 bzw. die firmeneigenen Sprachen der größeren Steuerungen durchsetzen. In Puncto Kommunikation müssen die \’Kleinen\‘ sich nicht mehr verstecken – hier gibt es für jede Herausforderung die passende Lösung. Insbesondere die Ethernet-Kommunikation ist hier stark im Vormarsch. Das ermöglicht den entfernten Zugriff auf die Steuerung – besonders vorteilhaft für kleine dezentrale Anwendungen aus der Infrastrukturüberwachung wie beispielsweise Pumpenstationen. Selbst Safety-Anwendungen sind für Kleinsteuerungen heute möglich. Dies macht sie universell einsetzbar und spart so teure Spezialhardware. Egal wie die Automatisierungsaufgabe auch aussieht: Wer eine Kompaktsteuerung sucht, findet mit Sicherheit eine Passende Lösung. (kbn)