Marktübersicht: SPS-Programmiersoftware

Natürlich lässt sich auch eine Mondlandung sauber programmieren, dafür ist allerdings eine entsprechende Unterstützung durch die Programmierumgebung erforderlich, die auf Wissen und Erfahrung basiert. So wie man eine Fehllandung vermeiden möchte, soll auch keine Fehlfunktion einer Maschine oder Anlage durch ein Steuerungsprogramm verursacht werden. Die Anbieter von Software-Engineering-Werkzeuge haben einige Anstrengungen unternommen, um Fehlentwicklungen zu reduzieren. Dies beginnt bereits bei der Benutzeroberfläche, die ergonomische Aspekte berücksichtigt. Mit einer intuitiven Bedienung, mittels verschiedener Ebenen der Benutzerführung sowie zahlreicher Unterstützung durch die Anzeige von Status- und Diagnoseinformationen lassen sich bereits einige Anwenderfehler vermeiden. Zusätzliche Hilfen erhält der Entwickler durch Programmvalidierung mit Offlinesimulation und einem Onlinetest. Gerade das Studium von Softwareänderungen und ihren Auswirkungen auf das simulierte Verhalten der Anlage oder Maschine, ermöglicht die Fehlervermeidung, ohne dass die Hardware beschädigt wird. Mit der Möglichkeit des Online-Eingriffs können außerdem während der Laufzeit Programmänderungen zur Prozessoptimierung ablaufen. Anbieter können sich gegenüber Mitbewerbern abgrenzen, indem sie neben bereits genannten Mitteln ihre Entwicklungsumgebung mit Editoren mit sofortiger Syntaxprüfung, integrierten Logik-Analysator und weiteren Tools ausstatten, auch wenn sie die gleichen IEC6113-1-Program­miersprachen verwenden wie andere. Unsere Marktübersicht zeigt, dass es bei den Softwaretools große Unterschiede gibt, die auch davon abhängen, ob z.B. ein SPS-Hersteller oder ein Softwarehaus die Programmierumgebungen liefert. Auf unserer Homepage steht – nach dem Einloggen – unsere Produkt-Datenbank (Gruppe Steuerungstechnik) und der Produkt-Katalog SPS-Programmiersoftware mit zusätzlichen Informationen bereit. (ghl)