Mit fast 90 Produkten stellen wir Ihnen auf den folgenden acht Seiten deutlich mehr Produkte vor als im Vorjahr (71). Die Anzahl der Produkte in diesem Segment steigt schon seit längerem. Noch im Jahre 2002 haben die Hersteller lediglich 41 Produkte eingetragen. Die wachsende Produktvielfalt ist unserer Auswertung nach auf den Einfluss der Computer- und Embedded-Technologie zurückzuführen: Viele Hersteller verwenden Standard-Steuerungssoftware wie beispielsweise Codesys oder haben in den vergangenen Jahren eine Hardwareabstrahierung ihrer eigenen Steuerung vorgenommen. Damit fällt es ihnen leicht, ein skalierbares Portfolio leistungsfähiger Steuerungen anzubieten, die auch im unteren Segment von den Segnungen der IT- und Consumerwelt profitiert. Eine vorhandene Steuerungssoftware \’downzusizen\‘ wird damit deutlich einfacher, als es in früheren Jahren war. Dies ist ein Grund dafür, dass die Unterscheidung zwischen SPS und IPC zunehmend unmöglich wird. Produktspektrum Die Spanne der Fähigkeiten der Produkte und damit ihr Einsatzgebiet ist groß. Sie reicht von kleinen Logiksteuerungen mit vier Textzeilen à 16 Zeichen bis hin zu großen PC-basierenden Systemen und großem Touch-TFT-Display und unendlich viel Speicher. In Puncto Erweiterbarkeit bieten die Systeme alles, was aus der klassischen Steuerungslandschaft bekannt ist, dies gilt für Feldbussysteme ebenso wie für Spezialmodule. Auch die Anzahl der integrierten E/As ist sehr unterschiedlich. So gibt es Anwendungen, bei denen sechs zentrale Eingänge vollkommen ausreichen, während bei anderen gar keine zentralen Eingänge mehr vorhanden sind: Diese werden über Feldbusse oder Industrial Ethernet dezentral eingebunden. Anwendervorteile Der offensichtlichste Vorteil bei der Verwendung einer SPS mit integrierter Bedien- und Visualisierungshardware ist zunächst die Platzersparnis. Bei modularen Systemen wird die SPS einfach auf das \’Heck\‘ des Panels aufgeschnappt und benötigt damit keinen zusätzlichen Platz auf der Hutschine. Sparsames Engineering Aus Entwicklersicht ist ein wichtiges Argument, dass man sich den Integrationsaufwand von Steuerung, Bedienung und Visualisierung sparen kann, sofern der Hersteller entsprechend vorgearbeitet hat. Die Engineering-Software ist daher die eigentlich zentrale Komponente eines integrierten Systems. Je intensiver man diese vor einer Entscheidung unter die Lupe nimmt, um so weniger Überraschungen wird man erleben. Denn wie weit die Integration der einzelnen Bestandteile Steuerung, Bedienung und Visualisierung tatsächlich gediehen ist, stellt man sonst erst mitten im Engineering fest. Der Besuch von Fachmessen ist daher unbedingt zu empfehlen, um möglichst vielen Herstellern und Produkten selbst auf den Zahn fühlen zu können. Die Hannover-Messe gibt vom 21. bis 25. April wieder viel Gelegenheit dazu. (kbn)
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