Im Auftrag der Impuls-Stiftung des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) vom Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre der Universität Würzburg wurden über 400 Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus über ihre langfristigen Motive und Hindernisse für unternehmerisches Tun befragt. Die Top-Demotivatoren sind laut den Ergebnissen die ausufernden staatlichen Regulierungen sowie die deutsche Steuergesetzgebung. Top-Motivatoren für die unternehmerische Tätigkeit sind die Umsetzung eigener Ideen und das Erkennen von Marktlücken, die Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und deren Familien sowie Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung. Vor allem die Umsetzung eigener Ideen im Unternehmen wird im Maschinen- und Anlagenbau als Wachstumsmotor genannt. Top-Wachstumstriebfedern sind außerdem die Innovationsfähigkeit der Branche sowie das Ausmaß der Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten.
Gute Marktbedingungen
Die Marktbedingungen sind für die meisten Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau zur Zeit außerordentlich gut und schneiden im direkten Vergleich mit den staatlichen Regulierungen erheblich besser ab. Das erklärt auch, warum so viele Unternehmer in den nächsten fünf Jahren weiterhin hier in Deutschland wachsen wollen. \“Die Betriebe schätzen die Innovationskraft des Maschinen- und Anlagenbaus, das innovative Klima der Branche, das enge Netzwerk von Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen und die qualifizierten und motivierten Mitarbeiter\“, erklärte VDMA-Präsident Dr. Dieter Brucklacher anlässlich der Vorstellung der Impuls-Studie in Frankfurt. \“Die Unternehmer sehen sich stark in der Verantwortung für ihre Mitarbeiter und das regionale Umfeld. Sie wollen weiter am Standort investieren, Arbeitsplätze sichern und neue schaffen\“, betonte Brucklacher. \“Das ist sehr erfreulich, zumal der VDMA, aber auch ich persönlich, seit Jahren für den Standort Deutschland mit seinen großen Vorteilen kämpfen. Vor allem brauchen wir aber noch viel mehr Unternehmer, die sich engagieren, die Risiken eingehen, die sich nicht allein an kurzfristiger Ertragssteigerung orientieren, sondern Arbeitsplätze schaffen und den Menschen in unserem Land eine Perspektive geben.\“
Die größten Demotivatoren
Nur 22% der Befragten fühlen sich von der deutschen Gesellschaft und dem deutschen Staat zum Unternehmertum motiviert. \“Es ist ein deutliches Signal, dass die staatlichen Rahmenbedingungen in Deutschland von Unternehmern als ungeeignet empfunden werden\“, berichtete Prof. Dr. Norbert Berthold, Universität Würzburg, der die Studie durchführte. \“Im Zentrum der Kritik stehen dabei in erster Linie die Arbeitsmarkt-Bedingungen. Top-Demotivatoren in diesem Bereich sind die Ausgestaltung des Kündigungsschutzes, die gesetzlich festgeschriebene Macht der Gewerkschaften sowie die Unübersichtlichkeit der staatlichen Regelungen.\“ Der Kündigungsschutz sei das Haupthindernis unter den staatlichen Regulierungen. \“Die Angst, Neueingestellte in der nächsten Krise wieder entlassen zu müssen, wird als ein erhebliches Wachstumshindernis empfunden\“, sagte Berthold. Die Gewerkschaftsmacht wird von den Unternehmern als weiteres Wachstumshemmnis genannt.
















