[1] Beschleunigungsaufnehmer sind Vibrationsaufnehmer zur Messung von Beschleunigungen. Dabei handelt es sich meistens um piezoelektrische Sensoren, die ein dynamisches Vibrationssignal liefern. Zu deren Betrieb ist eine Konstantstromspeisung erforderlich, die heute in den meisten Messwerterfassungssystemen oder Analysatoren bereits enthalten ist.
[2] Die vorausschauende Wartung versucht im Gegensatz zur geplanten vorbeugenden Wartung den Maschinenzustand zu bestimmen und zu quantifizieren, sodass Wartungsmaßnahmen effizienter durchgeführt werden können.
[3] Rohsignal der Vibration, auch als Zeitsignal bezeichnet, verkörpern den kompletten zeitlichen Verlauf der Vibration. Zur Weiterverarbeitung dieses Messsignals ist ein Messwerterfassungssystem bzw. ein Analysator notwendig.
[4] Vibrationstransmitter sind im Gegensatz zu ICP-Beschleunigungsaufnehmer über eine Stromschleife versorgte Sensoren mit einem 4…20mA-Ausgang. Der häufigste Einsatzbereich ist die Vibrationsüberwachung mit einer SPS, da das 4…20 mA-Signal wenig Verarbeitungsaufwand verlangt. Die Ausgangssignale von 4…20 mA-Transmittern betreffen üblicherweise den Effektiv (RMS)- oder den errechneten Spitzenwert (Calculated Peak) des Vibrationssignals.
[5] Root Mean Square, RMS (Effektivwert) wird in der Elektrotechnik zur Bestimmung der Durchschnittsleistung benutzt. In der Vibrationsanalyse gibt der Effektivwert des Rohsignals der Vibration den Durchschnittspegel der Vibration an und dient meist zur Trendbildung über der Zeit.
[6] True Peak (Echter Spitzenwert) ist im Gegensatz zum Spitzenwert oder errechneten Spitzenwert der tatsächliche Maximalwert der Vibration, der in einem Datenpaket aufgetreten ist. Nicht zu verwechseln mit Calculated Peak (errechneter Spitzenwert), der sich aus #Effektivwert x 1,414# bestimmt.
[7] ICP (Integrated Circuit Piezoelectric)-Sensoren, auch unter IEPE (Integrated Electronics Piezoelectric) bekannt, besitzen integrierte Ladungsverstärker. Im Gegensatz zu Beschleunigungsaufnehmern, die Ladungsverstärker benötigen und hochohmige Ausgänge haben und damit anfällig für Störsignale sind, liefern ICP-Beschleunigungssensoren niederohmige, störfeste Signale, die lange Kabel zulassen.
[8] Die Empfindlichkeit eines Sensors ist das Verhältnis von elektrischem Ausgangssignal zu mechanischer Eingangsgröße. Die Empfindlichkeit von Vibrationssensoren wird typisch in mV/g bei Beschleunigungsmessung und in mV/m/s bei der Messung der Schwinggeschwindigkeit angegeben.
[9] Die Eigenfrequenz oder Resonanzfrequenz ist die Frequenz, bei der ein dynamisches System von Natur aus schwingt, wenn es in Bewegung gesetzt wird. Die Eigenfrequenz ist eine Funktion der Masse und der Steifigkeit des Systems. Die Eigenfrequenz vergrößert sich mit zunehmender Steifigkeit und verkleinert sich mit zunehmender Masse. Bei der Vibrationsüberwachung beeinflusst die Eigenfrequenz den nutzbaren Bereich des Sensors.
[10] Die Sättigung ist ein Zustand, in dem der Sensor überlastet und das Ausgangssignal übersteuert ist. Die Sättigung wird durch Verwendung eines zu empfindlichen Sensors oder durch die Energie hoher Frequenzen (HFE) verursacht.
[11] Filter dienen zur Signalabschwächung oberhalb oder unterhalb einer gewissen Frequenz. Hochpassfilter lassen höhere Frequenzen durch und schwächen niedrigere Frequenzen ab. Tiefpassfilter, die normalerweise zur Sättigungsunterdrückung bei Resonanzen dienen, lassen tiefere Frequenzen durch und schwächen höhere ab.
[12] Beschleunigungsaufnehmer mit Ladungsausgang benötigen, anders als ICP-Sensoren, externe Ladungsverstärker. Obwohl sie aufgrund der hochohmigen Signalübertragung empfindlicher für Störsignale sind, finden solche Beschleunigungsaufnehmer Verwendung bei hohen Einsatztemperaturen, da sonst die interne Elektronik zerstört würde.
















