Nach den vergangenen erfolgsverwöhnten Jahren mit kontinuierlichen Zuwächsen und einem noch sehr umsatzstarken ersten Halbjahr 2008 bekommt auch Mitsubishi Electric die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Automatisierungsbranche zu spüren. \“Seit Beginn der zweiten Jahreshälfte 2008 merken wir einen Rückgang in der Nachfrage nach Automatisierungstechnik\“, erklärt Uwe Mester, Leiter Geschäftsbereich Industrieautomation für Zentraleuropa, die aktuelle Lage. Bis auf den Bereich Robotik müsse das Unternehmen in allen Produktbereichen die Umsatzziele für das noch laufende Geschäftsjahr nach unten korrigieren. Die weiterhin positive Entwicklung bei den Roboterumsätzen bewertet Mester als eine deutliche Tendenz hin zu Investitionen in einen höheren Automatisierungsgrad. Anlass für das Unternehmen, optimistisch in die Zukunft zu schauen. \“Wir werden auch 2009 weiter in den Standort Deutschland investieren\“, zeigt sich Mester zuversichtlich. Kundennähe ausbauen Mitsubishi Electric wird in diesem Jahr wieder mit einem Messestand für Industrieroboter auf der Hannover Messe in Halle 17 vertreten sein. Allerdings hat das Unternehmen sich dafür entschieden, nicht in Halle 11 auszustellen. \“Wir wissen, wie wichtig es ist, gerade jetzt Kundennähe zu zeigen und Mitsubishi Electric als starkes Unternehmen und zuverlässigen Automatisierungspartner zu präsentieren\“, erklärt Mester. \“Den abgesagten Messeauftritt werden wir mit eigenen Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet sowie mit Hausmessen unserer Partnerunternehmen mehr als kompensieren\“, ist sich Mester sicher. Auch seien die Messeauftritte auf den großen regionalen Messen in der zweiten Jahreshälfte wie Motek und SPS/IPC/Drives bereits fest gebucht. Das Veranstaltungsprogramm von Mitsubishi Electric für das Jahr 2009 umfasst 16 Seiten und richtet sich mit Foren, Praxisnachmittagen und Workshops an den Praktiker wie an Entscheidungsträger. Produktportfolio verstärken Auch in diesem Jahr stellt Mitsubishi Electric wieder eine Reihe neuer Produkte vor, die das bestehende Produktportfolio erweitern. Speziell im Bereich Safety wartet das Unternehmen mit zahlreichen Neuheiten auf. \“Wir haben in den letzten drei Jahren intensiv in Sicherheitstechnologien investiert und bieten dem Maschinenbauer umfassende Lösungen in allen Produktbereichen\“, erklärt Peter Mischitz, Leiter der Abteilung Marketing Operation. Umfassende Safety-Lösungen Im Bereich Steuerungstechnik kommen zu der vor zwei Jahren eingeführten modularen Sicherheitssteuerung ein Sicherheitsrelais als Stand-alone-Modul und eine Sicherheitssteuerung für kleine bis mittlere Anwendungen für die Fabrikautomation dazu. Darüber hinaus verfügen jetzt auch die Servoverstärker der MR-J3-Baureihe sowie die Frequenzumrichter-Serien FR-D700 und FR-E700 über integrierte Sicherheitsfunktionen. Außerdem hat das Unternehmen seine Bediengeräte voll in das Safety-Konzept eingebunden, was dem Anwender viele Erleichterungen in der Bedienung und Diagnose bietet. Weitere neue Automatisierungsprodukte Darüber hinaus führt Mitsubishi Electric in diesem Jahr eine neue Bediengeräte-Serie ein, die dem Maschinenbauer weitere intelligente Funktionen bereitstellen. Eine weitere Verstärkung seines Produktportfolios erhält Mitsubishi Electric im Bereich Kompaktsteuerungen. Mit der FX3G Kompaktsteuerung als neues Mitglied der Melsec FX3-Steuerungsfamilie in der mittleren Geräteklasse ist ein wichtiges Produkt dazu gekommen, um die Marktführerschaft in diesem Segment mit weltweit mehr als neun Millionen installierten Steuerungen weiter auszubauen. Zu den neuen Produkten gehört auch ein Frequenzumrichter, der als Erweiterung der High-End-Serie FR-A700 über eine integrierte Energierückspeisung verfügt. Außerdem erweitert Mitsubishi Electric sein umfassendes Antriebsprogramm um die neue Servoverstärker-Baureihe MR-E Super als leistungsfähige Alternative zu herkömmlichen Schritt- und Gleichstrommotoren. Integrierte Lösungen für mehr Effizienz Im Rahmen des e-F@ctory-Konzeptes hat Mitsubishi Electric in den letzten Jahren verschiedene MES-Lösungen für mehr Transparenz in der Produktion vorgestellt. Als Weiterentwicklung präsentiert das Unternehmen nun das eMES Interface Modul. Mit diesem ist es möglich, über den Enterprise Service Bus Produktionsdaten mit nahezu beliebigen betriebswirtschaftlichen Softwareanwendungen auszutauschen. Das eMES Interface Modul, das selbst bei sehr komplexen IT-Landschaften eine nahtlose Verbindung zwischen Produktions- und IT-Welt herstellt, ist das Ergebnis einer im Jahr 2007 bekannt gegebenen Kooperation zwischen Mitsubishi Electric, IBM und ILS Technology. (hsc) HMI-Stand: Halle 17 Stand H15
Mitsubishi Electric Deutschland: Kundennähe und Verstärkung des Produktportfolios
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