Die 1959 als Familienunternehmen gegründete Kurt Breuning Irco Maschinenbau GmbH in Steinenbronn bei Stuttgart entwickelt und produziert Automatisierungseinrichtungen für das Be- und Entladen von Werkzeugmaschinen, insbesondere Einspindel- und Zweispindel-Drehmaschinen. An dem Firmenstandort entstehen auch Neuentwicklungen für das Langdrehen sowie zur Beschickung von Bearbeitungszentren, Rundtaktmaschinen und Sondermaschinen. Die Kernkompetenz von Breuning Irco ist die kundenspezifische Rationalisierung von Dreh- und Fertigungsprozessen durch automatisiertes Werkstückhandling. Die dem jeweiligen Anwendungsfall angepasste Be- und Entladetechnik entscheidet dabei häufig über das erreichbare Maximum an Produktivität bei modernen CNC- Bearbeitungsmaschinen. Durch eine enge Prozessvernetzung zwischen Maschine und Ladesystem wird, wie folgendes Beispiel zeigt, eine deutlich verkürzte Stückzeit erreicht. Applikationsbeschreibung Bei der Endenbearbeitung langer zylindrischer Werkstücke wird vor dem Laden in die Maschine der Werkstückdurchmesser mit einem Laserscanner ermittelt und das Ergebnis der Drehmaschine übermittelt. Der Arbeitsbereich des LFcenter Roto deckt dabei einen Durchmesserbereich von 20mm bis 100mm sowie Längen bis 3.600mm ab. Im folgenden Schritt werden die unbearbeiteten Stangen von dem integrierten Ladeportal mit Magnetgreifern in die Lünettenführung eingelegt. Ein Schieber schiebt die Stangen gegen einen Anschlag in die Bearbeitungsmaschine. Die selbstzentrierenden Lünetten fixieren die Stange auf Spindelmitte. Nach Bearbeitung der ersten Seite wird die Stange von dem Portal mit den Magneten, die selbst bei Spannungsabfall eine Haltekraft von 2.500N pro Magnet haben, aus der Lünettenführung gehoben, um 180° gedreht und anschließend wieder in die Drehmaschine zur Bearbeitung der zweiten Seite geschoben. Nach dem Abschluss der Bearbeitung wird die Stange von dem Portal aus der Lünettenführung gehoben und auf der Entladeseite abgelegt. Die Besonderheit der Anlage ist neben einer kompakten Bauweise die Kombination von Lünettenführung und Portal, mit dessen Hilfe das Material schnell und einfach gewendet und der Maschine wieder zugeführt werden kann. Mobiles Bediensystem Manuelle Eingriffe während des laufenden Betriebs sowie Inbetriebnahme und Wartungsaufgaben werden dabei von einem mobilen Bediensystem abgedeckt. Dieses muss bedienerfreundlich arbeiten und gleichzeitig den Ansprüchen an Sicherheit sowie Wirtschaftlichkeit in Anschaffung und Betrieb gerecht werden. Aus diesem Grund hat sich das Unternehmen für das Handbediengerät HT06AT der Sütron electronic GmbH entschieden, mit dem über Ethernet 10/100MBit und das Kommunikations- protokoll ADS TCP die Anbindung an eine Beckhoff CX9010-Steuerung vorgenommen wird. Das Handbediensystem verfügt über ein besonderes Sicherheitskonzept, eine industrietaugliche Bauweise und wählbare Datenschnittstellen. Basis ist das Betriebssystem Windows CE5.0. Das HT06AT ist mit einem 3,5\“-Farbdisplay in TFT-Technologie ausgestattet. Die Projektierung erfolgt mittels funktioneller Software, die je nach Anwendungsfall individuelle, auf die Anlage zugeschnittne Lösungen ermöglicht. Das HT06AT bietet insbesondere die Möglichkeit, Sicherheitsfunktionen mobil an jedem Punkt der Maschine oder Anlage zur Verfügung zu stellen. Dazu besitzt das Bediensystem als besondere Merkmale einen Not-Aus- und zusätzlich einen dreistufigen Zustimmtaster, die selektiven Schutz von Mensch und Maschine in kritischen Situationen sicherstellen. Durch die integrierte Ethernet-Schnittstelle ist eine hohe Datenübertragungsrate zur Realisierung komplexer Visualisierungsaufgaben sichergestellt. Optional sind weitere Schnittstellen wie Profibus, MPI, CAN und Interbus verfügbar. Das HT06AT stellt außerdem serienmäßig einen USB-Host 2.0 Full Speed-Anschluss am Gerät zur Verfügung. Vorteile Bewegungsfreiheit erhält der Bediener durch ein flexibles Kabel sowie das geringe Gerätegewicht von nur 600g und eine sowohl rechts- wie auch linkshändige Bedienbarkeit. Durch den doppelwandigen Aufbau ist das HT06AT stoßfest und übersteht einen Fall aus 1,0m Höhe schadlos. Damit empfiehlt es sich aufgrund des staub- und spritzwassergeschützten Gehäuses in Schutzart IP54 auch für eine raue Industrieumgebung. Erfolgreich geprüft gegen Einwirkungen von Ölen, Fetten, Alkoholen und salzsäurehaltigen Kondensaten ist das Handbediensystem beständig. Der hohe Anspruch an die Robustheit umfasst das komplette System inklusive Kabel. Projektierung mit TSwin.net Für alle Anwendungen im maschinen- und prozessnahen Bereich erlaubt die Software TSwin.net eine durchgängige Projektierung der Sütron-Bediensysteme. Der Anwender profitiert von einer einfachen Projektierung von Schaltflächen, Leuchtmeldern, Passwortschutz, Bildern, Balken, Ein- und Ausgabefeldern, Texten und Textlisten und auch Rezeptur- und Skriptfähigkeit. Das Vermeiden von Bedienfehlern und ein deutlich verkürzter Einarbeitungsaufwand tragen außerdem positiv zur Produktivität bei. Ein Diagnosetool vereinfacht die Informationsbeschaffung durch eine integrierte Website im HMI. Eine wirtschaftliche Lösung ist die vollständige Unicode-Implementierung, die eine Sprachauswahl in jeder gewünschten Sprache zulässt, und die Möglichkeit, die Bedienvorgänge flexibel auf Kundenwünsche anzupassen. Fazit Einfaches Handling direkt am Fertigungsprozess, hohe Bewegungsfreiheit und stets ein optimaler Blickwinkel auf den Prozess oder das Werkstück unterstützen auf sichere Weise ein rationelles Arbeiten. Dies ermöglicht ein Maximum an Produktivität gleichermaßen im
Mobiles Bedienen in Automatisierungseinrichtungen
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