Moeller überschreitet die Milliardengrenze

\’Moeller ist die größte Akquisition, die wir je gemacht haben und wir behandeln diese Marke mit Respekt\‘, versicherte Randy W. Carson, CEO der Electrical Group von Eaton, im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien. Dank einer rund achtprozentigen Umsatzsteigerung sprengte die Moeller Firmengruppe im Geschäftsjahr 2007/2008 – dieses ging Ende April zu Ende – erstmals seit dem Rückzug aus dem Systemgeschäft wieder die Milliardengrenze. \’Das Systemgeschäft hat 331Mio. Euro ausgemacht, das heißt wir sind nach der Restrukturierung mit 670Mio. gestartet und haben innerhalb von drei Jahren im Prinzip diesen dritten Pfad wieder aufgeholt – natürlich mit einem deutlich verbesserten EBITDA, weil das Systemgeschäft auch sehr personalintensiv war und wir jetzt die gleiche Wertschöpfung mit ungefähr 3.000 Beschäftigten weniger machen\‘, verrät der CEO der Moeller Holding GmbH Theo Kubat. Mit der neuen Konzernmutter, der Eaton Corporation, zeigt sich der gebürtige Waldviertler höchst zufrieden: \’Wir ergänzen uns in jeder Hinsicht ideal. Eaton betrachtet Moeller als Tor zu Europa und wir haben nun die Möglichkeit, uns im amerikanischen Raum stärker auszubreiten. Vor allem der Industriebereich, beispielsweise unsere Schütze und Push-Buttons, werden von dieser Entwicklung profitieren und in den USA an Stärke gewinnen.\‘ Stark im Aufwind befindet sich aber auch das Geschäftsfeld rund um die Energieverteilung, das vornehmlich von Österreich aus gesteuert wird. Im letzten Geschäftsjahr trug die rot-weiß-rote Truppe rund 390Mio. Euro zum gesamten Moeller Umsatzkuchen bei. Für 2010/11 werden laut Kubat sogar 475Mio. angepeilt. Bei solchen Steigerungsraten verwundert es nicht, dass das Key-Komponenten-Werk in Schrems längst aus allen Nähten platzt. Aber auch bei der Lösung dieses Problems wurde man sich mit Eaton sehr rasch einig: \’Wir haben bereits vor drei Monaten mit der Geschäftsführung von Eaton über eine Kapazitätserweiterung gesprochen und die Entscheidung von Randy W. Carson ist innerhalb von zehn Minuten gefallen, dass wir sagen: Ja wir wollen weiterwachsen und weiter dynamisch sein\‘, schildert Theo Kubat. Und so wird in Ziersdorf ein weiteres Key-Komponenten-Werk für die Fertigung von Leitungsschutzschaltern gebaut. Das aktuelle Produktionsvolumen soll sich nämlich innerhalb der nächsten fünf Jahre verdoppeln.