Motion Control-System für bis zu acht Positionierachsen

Moderne, komplexe Bearbeitungs- und Inspektionssysteme arbeiten auf der Basis von Ultraschall, Röntgenquellen oder Bilderkennungssystemen. Sie ermöglichen eine hohe Präzision, die in der Praxis jedoch erst in Kombination mit leistungsfähigen Motion Control-Systemen nutzbar wird. Mit dem Motion Controller MC2 und der dazugehörigen Antriebsverstärkerserie SD2S bietet Sieb & Meyer für diese Anwendungen eine geeignete Lösung. Der Motion Controller arbeitet als Bindeglied zwischen der übergeordneten PC-basierten Steuerungsebene und einem oder mehreren Antriebsverstärkern der Serie SD2/SD2S. Er empfängt und verarbeitet die Daten und Befehle der Steuerung und leitet sie an den Antrieb weiter. So entsteht ein intelligentes Antriebssystem, das bis zu acht Positionierachsen aus einer PC-basierten Analysesoftware synchron steuern kann. Die Kommunikation erfolgt mittels UDP (User Datagram Protocol) nach IEC61800 über Ethernet. Ein optional erhältliches Feldbusmodul bietet Schnittstellen zu Profinet, Ethercat, Profibus sowie weiteren Bussystemen. Die Kommunikation mit den Antrieben findet über Servolink 4 via Lichtwellenleiter statt. In Bearbeitungs- und Inspektionssystemen muss der softwarebasierte Analyseprozess möglichst optimal mit der realen Bahnbewegung in der Maschine synchronisiert werden. Dabei tritt meist das Problem auf, dass die von Motion Controllern bzw. Antriebsverstärkern zur Verfügung gestellten Signale in ihrer Auflösung und Skalierung nicht mit denen des Analysesystems übereinstimmen und auch nicht zeitsynchron sind. Die Daten der Positioniermesssysteme müssen entsprechend mit Auswerteeinheiten aufbereitet werden. Bei dem Antriebssystem MC2/SD2S besteht die Möglichkeit, diese Informationen mit einer Auflösung von 0,1µm direkt aus dem Antriebsverstärker zu erhalten.