Historisierung
Offene Datenhaltung der Prozesshistorie bedeutet heute meist das Speichern in eine Standard-Datenbank oder den Zugriff über eine standardisierte Schnittstelle (z.B. ODBC). Die beim Zugriff sichtbaren Daten-Tabellen sind aber proprietär und damit nicht einheitlich zu verarbeiten. OPC UA schafft hier mit dem Standard \’Historical Access\‘ (HA) Abhilfe. Die Abfragen erfolgen im Kontext mit den Prozessvariablen (z.B. \’Node XY des letzten Tages\‘).
Meldesystem (Alarme)
Das Alarmhandling heutiger Scada-Systeme ist historisch gewachsen. Unterschiedliche Statusmodelle, Quittierungsarten und Informationen machen eine einheitliche Alarmbehandlung über Systemgrenzen hinweg sehr aufwendig. OPC UA definiert mit \’Alarms and Conditions\‘ eine klare Schnittstelle und ermöglicht gemeinsame Statusmodelle und Abläufe.
Logik, Berechnungen, Methoden
Viele Scada-Objekte benötigen eine gewisse \’Eigenintelligenz\‘ (Berechnungen, eigenständige Logiken usw.). Diese Methoden oder ganze Programme können mit OPC UA vom Kommunikationspartner angesprochen und ausgelöst werden. Damit ist es jedoch noch nicht getan. Bei der Standardisierung einer Anlage müssen auch die Inhalte wiederverwendet werden können. Aus diesem Grund ist auch die Vereinheitlichung der Programmiersprache für diese Funktionalitäten notwendig. Hier sind derzeit viele – oftmals herstellerabhängige – Varianten (z.B. Visual Basic) im Einsatz. Als Lösung bietet sich die Verwendung der genormten Sprache ECMA 262 (www.ecma.org, ISO/IEC16262) an. Kennen Sie nicht? Doch: ECMA könnte man als die standardisierte Variante von JavaScript beschreiben und ist Bestandteil der meisten Web-Seiten. Oftmals unterschätzt und als \’Web-Spielerei\‘ abgetan, bietet ECMA einen immensen Fundus an Funktionalitäten und hat aufgrund seiner einfachen Handhabung viele Anwender. ECMA- Scriptsprachen sind auch die Basis für Web 2.0-Anwendungen.
















