Auf der SPS/IPC/Drives hat Geschäftsführer Roland Bent anlässlich der Pressekonferenz berichtet, dass die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise Phoenix Contact 2009 in vollem Umfang Anfang erreicht haben. Der Gruppenumsatz läge etwa 21% unter dem Vorjahr. Der Rückgang des Umsatzes betreffe alle Weltmarktregionen gleichermaßen mit Ausnahme von China. Das Land sei für die Phoenix Contact-Gruppe auch 2009 ein Wachstumsmarkt. Trotz erster positiver Anzeichen eines moderat ansteigenden Umsatzes in der zweiten Jahreshälfte wird Phoenix Contact das Jahr voraussichtlich mit einem Minus von rund 20% abschließen. Sollte sich der leicht positive Trend bestätigen, sei ein Wachstum im moderaten einstelligen Bereich im kommenden Jahr möglich. In Nürnberg stellte Phoenix Contact eine Vielzahl von Neuheiten vor: Safety Bridge, ein System auf Basis des Inline-Baukastens, das die Lücke zwischen parametrierbaren Sicherheitssteuerungen und den Safety-Bussystemen mit einer eigenen Sicherheitssteuerung schließt. Die M12-Ethernet-Steckverbinder überschreiten die 10 Gigabit-Schwelle. Der Steckverbinder erfüllt alle Anforderungen nach Cat-6A und verfügt über ein spezielles Schirmungskonzept. Er entspricht mit seinem speziellen Anschlussbild dem internationalen Standard IEC PAS 61076-2-109, der zusammen mit der Firma Harting gestaltet wurde. Phoenix Hauptinnovation, die Bent vorstellte, ist das neue Realtime I/O System \’Axioline\‘, ein durchgängiges Klemmensystem mit Ethernet-Anschluss. Drei zentrale Attribute einer Reihenklemme, die schon den ersten Produkten in den Anfängen des Unternehmens Erfolg brachten, standen im Vordergrund der Entwicklung, berichtete Bent: Schnell, robust und einfach sollte das System sein. Axioline erreicht eine Update-Zeit pro Klemmenblock, die je nach I/O-Konfiguration zwischen 500 Nanosekunden und einer Mikrosekunde liegt. Dies entspreche der physikalischen Übertragungszeit, die ein elektrisches Signal benötigt, um eine Distanz von rund 100m Kabel zu überbrücken. Bei einem System mit 256 I/Os ist die System-Update-Zeit bei Axioline kleiner sechs Mikrosekunden, was bei einer Parallelverkabelung mit einer Distanz von 1000m vergleichbar sei. Aufgrund der technologischen Nähe des Axioline-System-Busses zu einem Fast Ethernet-System sei Axioline die I/O-Peripherie für Ethernet-Systeme. Axioline ermöglicht ein echtes, anwendungsunabhängiges Realtime-IO. Axioline ist EMV-optimiert, das Schock- und Vibrationsverhalten entspricht dem einer Reihenklemme. Die Standardtemperaturbereiche reichen von -25 bis +60°C und damit weiter als bei den meisten elektronischen Geräten. Die Montage der Module erfolgt werkzeuglos mit einer sicheren Verrastung. Der Klemmenblock selbst ist jederzeit austauschbar, wahlweise als Ganzes oder nur die Peripherie. Die Axioline-Klemmenblöcke sind auch mechanisch zu Reihenklemmen kompatibel. Zudem passen sie in 80mm flache Standard-Schaltkästen und können mit Installationshilfen wie Kammschienen kombiniert werden. (sph)
Neues I/O-System von Phoenix Contact
Phoenix Contact GmbH & Co. KG
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