Österreich: Neuer Standard für Computer-Sicherheit

Private PCs und komplette Firmennetzwerke sind schwerwiegenden Bedrohungen ausgesetzt. Malware, Trojaner, Viren und andere virtuelle Quälgeister finden mit Garantie eine Schwachstelle im System, dringen ein und richten mitunter immense Schäden an. Dagegen wendet sich das Trusted Platform Module. Der Sicherheitschip, der bereits von nahezu allen namhaften PC- und Notebook-Herstellern in ihre höherklassigen Rechner integriert wird, soll die Unversehrtheit der Software sicherstellen. Er prüft, ob auf einem PC nur die gewünschte Software läuft. Eine Voraussetzung ist, dass die Software auf den Chip zugreifen kann. Hier lag bislang das Problem: Das Potenzial des Sicherheitschips wurde mangels geeigneter Softwareschnittstellen kaum genutzt. Probleme traten besonders für die Programmiersprache Java auf, da die bisherigen Schnittstellen sehr kompliziert waren. Ein internationales Team vom Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologie der TU Graz hat seit vier Jahren einen weltweit gültigen Standard für diese Schnittstellen entwickelt. Dadurch wird die Benutzung durch Java-Programmierungen vereinfacht. Software-Entwickler erkennen nun, welche Programmierbefehle der Chip versteht. Das vereinfacht die Arbeit der Programmierer erheblich und erhöht gleichzeitig die Computersicherheit. Beteiligt an der Entwicklung des Programmierstandards waren auch Experten von Unternehmen wie Oracle und Samsung sowie der University of Cambridge und der Universität Klagenfurt. Der neue entwickelte Standard wird von der TU Graz im Internet unter wwwjsr321.java.net kostenlos zur Verfügung gestellt.