Beide Tools kommen auch bei Herstellern von Feldgeräten in der Parametrier-Software sowie bei Anlagenbauern u.a. aus der Verfahrenstechnik, der Automobilindustrie und der Energiewirtschaft in Leitsystemen zum Einsatz. Die Anforderungen zur Darstellung und Analyse von Messwertaufzeichnungen aus Produktionsprozessen bestehen in einfacher Handhabung (Datenquellen einstellen, Messkurven auswählen, Diagramm gestalten und auswerten), Nutzung vieler und unterschiedlicher Datenquellen (Textdateien, Datenbanken), Auswertung umfangreicher Datenmengen (>Excel), der Möglichkeit, Fragestellungen durch flexible Gestaltung von Diagrammen zu beantworten (direkte Manipulation) sowie der Präsentation von Überblick und Detailinformationen (nahtloser Zoom). Spätestens wenn der Umfang der Messdaten etwa 1,2Mio. Messpunkte pro Kurve annimmt, ist es sinnvoll, eine Datenbank zu verwenden. Die durch den Import Wizard zusammengetragenen Datensätze können z.B. direkt in eine Access-Datenbanktabelle geschrieben werden. Das Auslesen der Messkurven aus der Datenbank ist etwa doppelt so schnell wie aus Textdateien. Zwecks Analyse liest die Software CSV-Dateien, Excel-Tabellen, Access-, Oracle- und SQL-Server sowie weitere Datenquellen, die über ODBC (Open Database Connectivity) Datenbanken erreichbar sind, aus. Sie ist auch in der Lage, Daten aus WinCC flexible und zenon Archive abzurufen und zu analysieren. Im Rahmen des Daten-Loggings werden nicht nur numerische Werte als Messdaten erfasst, so dass manche Messdatenarchive auch binäre Werte enthalten. Ziel ist es, Binärkurven in Diagrammen darzustellen. Somit lassen sich Schaltzeitpunkte erkennen, die Veränderungen im Prozess bewirken. Die Auswertungs-Software unterstützt das Zusammenfassen von Messstellengruppen in einer Tabelle. Dies ist von Bedeutung, wenn Archive für Messstellengruppen von mehreren Steuerungen in einer Anlage geschrieben werden. Dort möchte man oft eine einzige Tabelle für die Messdatenanalyse erhalten, um Zusammenhänge zwischen Abläufen in mehreren Anlagenteilen zu erkennen. Entsprechend setzt der Kurvenrechner voraus, dass alle Kurven aus einer Tabelle stammen. Somit können Datensätze mehrerer Archive, die zum selben Zeitpunkt geschrieben wurden, zusammengefasst werden. Zur Verfügung stehen Kurvenrechner mit arithmetischen und trigonometrischen Standardfunktionen, numerische und logische Operationen, Bildung eines gleitenden Mittelwerts sowie Integralbildung. Mit der Bildung von Korrelationen lassen sich Zusammenhänge herausfiltern, die durch eine eindimensionale Betrachtung so nicht unmittelbar in Erscheinung treten. Dabei setzt man auf die Langlebigkeit und stete Aktualität der Software. So kommt diese z.B. bereits seit zwölf Jahren bei einem Pressenhersteller zum Einsatz, um Druckkurven im kHz-Bereich auszuwerten. Aktuelle Weiterentwicklungen bestehen u.a. in der Darstellung von extrem schnellen Messwertverläufen im ms-Bereich. Außerdem erhalten die Tools eine Touch-Fähigkeit, um zukünftig auch auf Tablets oder Smartphones arbeiten zu können.
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