Produktionskosten im Griff – Höhere Effizienz mit maßgeschneiderten Servicekonzepten

In der Prozessautomation erfüllen Industrieroboter aufgrund ihrer universellen Fähigkeiten zunehmend Aufgaben, deren Lösung bisher nur Menschen zugetraut wurde. Industrieroboter schweißen, fräsen, schleifen oder polieren. Sie handhaben Werkstücke, bedienen und bestücken Werkzeugmaschinen, Druck- oder Spritzgießanlagen, sie entformen Spritzgießwerkzeuge oder montieren Bauteile. Ebenso findet man sie beim Kommissionieren und Verpacken der unterschiedlichsten Waren. Ohne den Einsatz von Robotern ließen sich heute viele Produkte nicht mehr wirtschaftlich herstellen. Das gilt auch für Fertigungsunternehmen in den Billiglohnländern Asiens. Auch hier setzt man in den Hightech-Industrien überwiegend robotergesteuerte Fertigungsanlagen ein. Die Nutzer sind ebenfalls auf das reibungslose Funktionieren der Roboter angewiesen. Unplanmäßige Stillstände würden zu kostspieligen Produktionsausfällen, Lieferverzug und schlimmstenfalls zu Kundenverlusten führen. Das Ergebnis: eine niedrigere Gesamt-Anlagen-Effizienz (GAE) und damit eine geringere Rentabilität des investierten Kapitals. Um dem entgegenzuwirken, hat ABB drei Pakete flexibler Wartungs- und Servicevereinbarungen entwickelt. Sie gewährleisteten Kunden eine hohe Verfügbarkeit der Roboter, niedrige Instandhaltungskosten sowie Sofortmaßnahmen bei außerplanmäßigen Stillständen. Folgende Möglichkeiten stehen zur Auswahl: Maintenance (Instandhaltung), Response (Reaktion) und Warranty (Gewährleistung). Der Kunde kann eines dieser drei Pakete oder auch eine Kombination der für ihn interessantesten Einzelleistungen wählen. Bei jedem dieser Lösungskonzepte erhält er Zugang zur MyRobot-Website von ABB. Hier kann er jederzeit alle Angaben zur vorbeugenden Instandhaltung sowie Analysen über die bei ihm installierten Roboter abrufen. Was beinhalten die drei Pakete und welche Vorteile bieten sie? Maintenance – ungeplante Stillstände vermeiden Die Einsatzbedingungen eines Roboters haben erheblichen Einfluss darauf, wie schnell die einzelnen Komponenten verschleißen. Auch für Roboter gilt: Je höher man sie belastet, desto mehr Wartung und Pflege muss man aufwenden, um die definierte Nutzungsdauer zu erreichen. Ein kritischer Faktor für jedes produzierende Unternehmen ist die mittlere Ausfallzeit, auch als Mean time between failure (MTBF) bezeichnet. Es gilt, durch vorbeugende Inspektionen und Reparaturen, diese Zeitabstände zu verlängern und die Zeiten für anfallende Wartungsarbeiten zu verkürzen. Beides hilft, die Betriebskosten zu senken und eine höhere Anlagenrentabilität zu erreichen. Response – das Ende der Wartezeit Die \’Reaktionsgeschwindigkeit\‘ des Serviceteams ist ein entscheidender Faktor für Anwender. Mit seiner patentrechtlich geschützten Remote Service Technology zur Funktionsanalyse von Robotersystemen bietet ABB seinen Kunden einen kurzfristigen, vorrangigen Service mit verringerter mittlerer Reparaturzeit. Moderne Kommunikations- und Informationstechniken ermöglichen leistungsfähige Fernüberwachungssysteme (Remote-Control), ohne dass die Servicetechniker physisch anwesend sein müssen. Das bringt viele Vorteile. Vor allem ermöglicht der Remote-Service sofortige Hilfsmaßnahmen und reduziert Anlagenstillstände sowie die damit verbundenen Produktionsausfälle und Kosten. Weiter bietet er die Möglichkeit, jederzeit die Prozessparameter mit dem Kunden zu korrigieren, zu dokumentieren oder neue Systemsoftware zu nutzen. Besonders wichtig ist das Überwachen und Protokollieren der aktuellen Betriebszustände von Maschinen und Anlagen. Anhand dieser Daten lassen sich jederzeit Soll-Ist-Vergleiche durchführen und aus den Abweichungen Rückschlüsse auf sich abzeichnenden Verschleiß ziehen. Je früher ein Problem erkannt ist, umso schneller können geeignete Maßnahmen es beseitigen und z.B. rechtzeitig für Ersatzteile sorgen. Dazu benötigt ein ABB-Ingenieur direkten Fernzugriff auf ein detailliertes Daten- und Fehlerprotokoll und kann dann nach exakter Störungsanalyse raschen telefonischen Support geben. Aber das Paket bietet noch viel mehr. So kann der Kunde innerhalb von 24 Stunden einen Techniker abrufen, hat Online-Zugriff auf Ersatzteile oder erhält auf Anfrage ein Backup der Roboterdaten. Warranty – das Ruhekissen Das dritte Gewährleistungspaket ermöglicht eine vorhersagbare Betriebskostenplanung. Die Warranty-Vereinbarung sichert dem Kunden eine bevorzugte Behandlung zu, eine Helpline innerhalb der Geschäftszeiten, sowie die Übernahme von Arbeits- und Reisekosten im Gewährleistungsfall. Weiter deckt das Servicepaket die Kosten für Ersatzteile inklusive Arbeits- und Versandkosten ab, falls der Auslöser in einem Materialfehler oder in fehlerhafter Verarbeitung zu sehen ist. Und wie funktioniert es? Moderne Telekommunikationstechnik macht es möglich: Ohne dass die ABB-Servicemitarbeiter vor Ort sind, können sie Roboteranlagen überprüfen, analysieren oder erforderliche Reparaturarbeiten einleiten. Das Prinzip ist bestechend einfach. Das Rechnersystem des Roboters sendet alle Schlüsselinformationen wie Leistungsdaten und Anlagenzustand via General Packet Radio Service (GPRS, allgemeiner paketorientierter Funkdienst) an ein ABB-Servicezentrum. Die hier gespeicherten Daten dienen als Referenz für mögliche Veränderungen. Abweichungen vom Sollzustand lösen einen Alarm aus und die Servicemitarbeiter ergreifen die erforderlichen Maßnahmen. Außerdem lassen sich durch das Monitoring der Daten Trends erkennen, bevor sich aus diesen technische Probleme entwickeln. So lassen sich rechtzeitig präventive Maßnahmen ergreifen. Der Umwelt kommt zugute, dass die Servicemitarbeiter wesentlich weniger Fahrten unternehmen müssen. Zusammenfassung Vorrangiges Ziel einer zeitgemäßen Produktionsplanung ist die Verfügbarkeit von Robotersystemen innerhalb einer definierten Nutzungsdauer – regelmäßige Wartungsarbeiten vorausgesetzt. ABB bietet seinen Kunden hierzu drei Basispakete an, mit denen sie deutliche Kosteneinsparungen erzielen können. Ungeplante Anlagenstillstände gehören damit der Vergangenheit an. Remote-Service kann aber weit über die klassischen Servicebereiche hinausgehen. HMI-Stand: Halle 11 Stand A35