Produktübersicht: Ex-Bereich-Produkte

Das Risiko einer Explosion entsteht, wenn drei Bedingungen zusammentreffen: 1. Sauerstoff in ausreichender Konzentration (meist aus der Umgebungsluft), 2. eine brennbare Substanz in Form von Gas, Nebel oder Staub in gefährlicher Konzentration und 3. eine Zündquelle (elektrischer Funke oder eine erhitzte Oberfläche). Eine dieser Bedingungen muss also sicher ausgeschlossen werden, damit die Sicherheit im Produktionsbereich gewahrt bleiben kann. Daher müssen alle in Ex-Zonen betriebenen Geräte nach der europaweit gültigen Atex-Produktrichtlinie (94/9/EG) aufwändig getestet und zugelassen werden. Zündschutzarten Durch verschiedene Methoden kann der Explosionsschutz für elektrische Betriebsmittel erzielt werden. Mit der Überdruckkapselung werden z.B. gerade nicht Ex-geschützte Geräte im Gehäuse für Ex-Bereiche aufgerüstet. Bei dieser Zündschutzart Ex p wird im Gehäuse ein Überdruck gegenüber der explosionsfähigen Umgebung erzeugt. So kann kein explosionsfähiges Gasgemisch in das gekapselte Gehäuse eindringen. Im Vergleich zu anderen Zündschutzarten wie Sand (Ex q), Vergusskapselung (Ex m) oder druckfester Verkapselung (Ex d) gewinnt die Überdruckmethode gerade bei HMI-Geräten zunehmend an Bedeutung (vgl. SPS-MAGAZIN 11/2009, S.134). Ex-Kennzeichnungen In der Ex-Kennzeichnung eines Gerätes wird die Zündschutzart durch ih­ren ersten Buchstaben genannt, z.B. Überdruckkapselung p (pressurization). Das CE-Kennzeichen gehört eben­so zur Kennzeichnungspflicht wie das bekannte Ex-Symbol. Darüber hinaus gibt es weitere Kennzeichnungen über die Gerätegruppe, die Kategorie, die Explosionsgruppe (bisher bei Gas; bei neuen Geräten auch bei Staub) und die Temperaturklasse. Die­se Kennzeichnungen sind generell aussagekräftig, aber zusätzlich sollten auch die Bedienungshinweise der Hersteller beachtet werden, denn auch Anwender sind für den richtigen Einsatz der Geräte verantwortlich. (cnk)