Häufig ist es schwierig, unter der Vielzahl der SPS-Varianten, die auf dem Markt erhältlich sind, die geeignete Steuerung zu finden. Welche Kriterien sind bei der Auswahl zu beachten? Komplexe Anlagen stellen hohe Anforderungen an Hardware, Software und Kommunikation. Nicht immer ist die klassische SPS die passende Lösung. Mittlerweile gibt es zahlreiche Alternativen zur klassischen SPS, was die Angelegenheit nicht einfacher macht. Die Produktpalette reicht von den herkömmlichen modularen und kompakten SPSen über Slot-SPSen bis hin zu PC-Steuerungen sowie eingebetteten Systemen. In der industriellen Automation ist ein vermehrter Einsatz von PC-basierten Systemen zu beobachten, denn in punkto Stabilität und Zuverlässigkeit haben diese Systeme enorm aufgeholt. Die steigende Nachfrage entsteht auch durch die verbesserte Integration der Komponenten in das Gesamtsystem. Viele Anbieter von Steuerungstechnik haben mittlerweile ein ausdifferenziertes Portfolio an Plattformen im Programm. Egal ob der Kunde auf eine klassische SPS, eine Slot-SPS oder eine Soft-SPS im Standard-PC setzt: Im Wesentlichen passt die gleiche Peripherie und auch die Software sollte identisch sein. Auswahlkriterien Die wichtigsten Kennzeichen eines SPS-Systems sind: zuverlässiger und stabiler Betrieb, einfache (und standardisierte) Programmierung und unkomplizierte Inbetriebnahme, gute Diagnosemöglichkeiten (evtl. Ferndiagnose), hohe Lebensdauer und Investitionssicherheit. Auch die Vernetzbarkeit ist eine wichtige technische Eigenschaft eines SPS-Systems, da die Dezentralisierung heute eine wichtige Rolle spielt. Sind geeignete Kommunikationsschnittstellen vorhanden, vereinfacht dies die Einbindung unterschiedlicher Steuerungsstrukturen. Ein weiterer Gesichtspunkt, der charakteristisch für ein breit einsetzbares SPS-System ist, sind die Funktionen für die Optimierung der angeschlossenen Geräte sowie das fortschrittliche Engineering von Feldgeräten. Unter Beachtung dieser Merkmale hat man nun die \’Qual der Wahl\‘. Variantenvielfalt Die Variantenvielfalt im Bereich der SPS-Systeme spiegelt sich auch in der folgenden Produktübersicht wieder. Jedes System hat seine spezifischen Vorteile. Für welche Variante man sich letztendlich entscheidet, hängt von dem Einsatzgebiet und der Branche ab. Steuerungssysteme auf PC-Basis vereinigen die Vorteile der PC-Welt wie Standardisierung und offene Architektur mit den harten Bedingungen im industriellen Umfeld. Vor allem im Hinblick auf die IT-Integration besitzen die Soft-SPSen Vorteile gegenüber den anderen SPS-Varianten. Sie bilden die ideale Plattform für die vertikale Integration, für das Zusammenwachsen der Ebenen von den Produktionsplanungssystemen bis hinunter in die Feldebene. Mit der Kombination von PC-Technologie und Soft-SPS ist der Anwender in der Lage, einen durchgängigen Datenaustausch zwischen der Anlage und dem übergeordneten Managementsystem einzurichten. Sobald außer der Steuerungsaufgabe zusätzlich PC-Aufgaben hinzukommen, wie z.B. für Rezepturverwaltung oder Archivierung, ist der Einsatz einer Slot-SPS sinnvoll. Die Einsteckkarten benötigen meist nur einen PCI-Steckplatz und laufen völlig autark vom Betriebssystem, sofern sie über eine eigene Stromversorgung verfügen. Somit lassen Systemabstürze des PCs die Maschinen- oder Anlagensteuerung völlig unberührt. So kann man die Anlage mit einem Warmstart wieder anlaufen lassen, ohne sie vorher in den Grundzustand zu fahren und alle Betriebswerte neu eingeben zu müssen. Für Anwendungen mit wichtigen remanenten Daten, die in kurzen Zyklen verändert werden, ist somit eine Slot-SPS ebenso die richtige Wahl. Die kompakten SPSen bieten den Vorteil, dass sie die Zentralbaugruppe und die Ein- und Ausgänge in einem Gerät vereinen. Oftmals sind Bedien- und Anzeigegerät ebenso integriert und sie sind DIN-Schienen montierbar. (hsc)
Produktübersicht: SPS-Systeme und IEC 61131-3 kompatible Produkte
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