CoDeSys-Programmierer mit Hochsprachenkenntnissen und solche mit umfangreichen und komplexen Projekten dürfen sich freuen. Das Programmiersystem lässt sich um höchst praktikable und von manchen sicher herbeigesehnte Funktionen erweitern. Die neue \’Professional Developer Edition\‘ bietet SVN-Integration, UML-Integration und eine \’Statische Code-Analyse\‘. SVN ist eine integrierte Anbindung an das Quellcode-Verwaltungssystem Apache Subversion. Ablage und Verwaltung von komplexen CoDeSys-Projekten erfolgen objektweise, sodass ein Multi-User-Betrieb auch in größeren Teams von Applikationsentwicklern möglich ist. Die wichtigsten Funktionen von Subversion stehen direkt in CoDeSys zur Verfügung, die Anbindung ist nahtlos in den natürlichen Entwicklungsablauf integriert. Der nächste logische Schritt nach der Einführung der objektorientierten Programmierung in CoDeSys und der IEC61131-3 ist eine UML-Integration. Das Klassendiagramm visualisiert die Abhängigkeiten von Funktionsblöcken, Methoden und Interfaces und erlaubt deren grafische Bearbeitung. Als eigenständige, neue Implementierungssprachen ermöglichen Zustands- und Aktivitätsdiagramm eine einfache Beschreibung von Zuständen und deren Übergängen bzw. komplexen Prozessen. Beide UML-Sprachen können Kommunikationsmedium zwischen Technologen und Steuerungstechnikern sein, um die Strukturierung von Applikationen und deren Programmierung zu beschleunigen. Über eine statische Code-Analyse kann der Anwender mit mehr als 50 teils parametrierbaren Regeln den Quellcode seiner IEC61131-3-Applikation prüfen lassen. Potenzielle Probleme im Code kann er somit noch vor Test oder Inbetriebnahme detektieren und beheben. Ziel ist es, die Qualität des Codes zu erhöhen, die Inbetriebnahme zu beschleunigen und sporadische Fehler von vornherein zu vermeiden. Weitere Tools im Rahmen der CoDeSys Professional Developer Edition sind bereits in Vorbereitung. Der CoDeSys Application Composer erweitert das IEC61131-3- Programmiersystem um eine komfortable Anwendungsebene: komplette Applikationen der Automatisierungstechnik können aus vorgefertigten Bausteinen konfektioniert werden. Solche Bausteine implementieren Maschinen- bzw. Anlagenteile, wie Pneumatikzylinder, Werkzeug-Wechsler oder Temperaturregler, sowie typische Software-Funktionen wie Teileverwaltung, Benutzerverwaltung, Ablaufsteuerung oder Netzwerkmanagement. Alle Engineering-Aspekte von CoDeSys sind in den Bausteinen enthalten: Programmcode, E/A-Zuordnung, Parametrierung und Visualisierung. Der Anwender strukturiert seine Maschine auf Basis dieser Bausteine und verknüpft diese in speziellen Editoren. Per Kommando erzeugen integrierte Generatoren daraus vollständige, gut strukturierte IEC61131-3-Applikationen inklusive Visualisierung, die sofort übersetzt und auf die Steuerung geladen werden können. Dabei ist der generierte Quellcode einsehbar. Mit dem CoDeSys Application Composer wird die Applikationsentwicklung konsequent aufgeteilt in die System-Entwicklung der Module sowie deren Verwendung. Damit öffnet sich das Tool für Anwendergruppen, die die Maschinen- oder Anlagenstruktur und deren Ablauf beherrschen, nicht jedoch die Programmierung. Da die Module wiederkehrende Funktionseinheiten komplett abdecken, beschleunigt der CoDeSys Application Composer das Engineering von kundenspezifisch konfigurierbaren Serien-Maschinen und erhöht somit deren Effizienz. Kasten: Statement Dieter Hess, Inhaber und Geschäftsführer von 3S-Smart Software Solutions, ist überzeugt: \“Mit unseren neuen Produkten ermöglichen wir den vielen CoDeSys-Anwendern einen Produktivitätssprung beim Engineering. Dabei bieten wir Werkzeuge sowohl für die Profis der Grundlagen-Softwareentwicklung als auch den Projektierern, die daraus Applikationen für bestellte Maschinen zusammenstellen.\“
Programmiersystem mit zwei neuen Produktlinien
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