Bei mobilen Arbeitsmaschinen gelten heute hohe Sicherheitsansprüche. Die Richtlinien zur Maschinensicherheit der ISO13849 umzusetzen ist allerdings keineswegs trivial. Durch die geforderten redundanten oder eigensicheren Systeme steigen Zeit- und Kostenaufwand. Eine neue, CANopen-basierte und vom TÜV für Sicherheitsanwendungen bestätigte Lösung sorgt jetzt dafür, dass sich der Aufwand trotz hoher Sicherheitsstandards für den Anwender deutlich reduzieren lässt. Üblich war und ist häufig noch immer die redundante analoge Architektur. Wesentliche Erleichterungen stellen Bussysteme in Aussicht und deshalb hat sich bei mobilen Arbeitsmaschinen die CANopen-Architektur zunehmend durchgesetzt. Auch hier benötigt man für Sicherheitsarchitekturen zwei Controller, der Verkabelungsaufwand reduziert sich jedoch deutlich. Die sicherheitsgerechte CAN-Architektur erschließt eine weitere Möglichkeit, bei der sicherheitsgerichtete Komponenten neben nicht sicherheitsgerichteten Komponenten in einem Netz zu betreiben sind. Beim Einsatz von CANopen-Safety-Sensoren (PLd) genügt ein Bus. Will man nichtgängige Sensortypen anschließen, braucht man wieder einen zweiten Bus. Inzwischen gibt es jedoch eine Lösung, mit der CANopen auch ohne die speziellen Safety-Sensoren mit nur einem Bus sicher sein kann. Das hat der TÜV der Firma Moba nun erstmals bestätigt. Dabei kommt der Anwender bei Bedarf mit nur einem CAN-Bus aus, ohne zwingend auf Sensoren angewiesen zu sein, die das CAN-open-Safety-Protokoll bedienen. Die so mögliche Reduzierung des Verkabelungsaufwands rechnet sich, da üblicherweise die dafür anfallenden Kosten je nach Anwendung mit rund 20 bis 30% des Komponenteninvests zu kalkulieren sind. Bei der Auswahl der Sensorik hat der Anwender dann verschiedene Möglichkeiten. Um die Neigung z.B. eines Teleskopauslegers zu überwachen, muss er keinen CANopen-Safety-Sensor einsetzen. Er kann ebenso zwei normale einkanalige Sensoren verwenden oder einen zweikanaligen CANopen-Sensor, wie beispielsweise den MSS-Neigungssensor von Moba. Beide Sensorkanäle hängen an dem gleichen Bus, aber senden ihre Nachrichten mit zwei unterschiedlichen Node-IDs. Da eine zuverlässige Fehlererkennung gewährleistet ist, gilt diese Struktur als PLd-konform. Falls gewünscht, lässt sich auch ein weiteres (sicheres) CANopen-Netz an den eigensicheren oder redundanten Controller anschließen. Die neue, CANopen-basierte und vom TÜV für Sicherheitsanwendungen bestätigte Lösung sorgt also dafür, dass sich der Aufwand trotz hoher Sicherheitsstandards für den Anwender deutlich reduzieren kann.
Reduzierter Aufwand: Mit nur einem CAN-Bus auf der sicheren Seite
MOBA Mobile Automation AG
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