Robotik & Automation sichert Zukunft der industriellen Produktion

Der Umsatz von Robotik und Automation hat sich im vergangenenen Jahr um knapp drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf den Rekordwert von 10,5Mrd.E erhöht. Das teilte der VDMA-Fachverband Robotik + Automation Ende Mai während seiner Jahrespressekonferenz in Frankfurt (Main) mit. \“Auch für 2013 rechnen wir mit einem weiteren Umsatzwachstum von drei Prozent auf rund 10,8Mrd.E\“, erklärte Hans-Dieter Braumtrog, sortimat Assembly Technology und Vorstandsvorsitzender des VDMA-Fachverbandes. \“Der Export gewinnt für die Unternehmen von Robotik und Automation immer mehr an Bedeutung. Die Exportquote ist kontinuierlich auf 51% angestiegen.\“ Die Robotik steigerte 2012 ihren Branchenumsatz um acht Prozent und erreichte damit einen Umsatzrekord von 3Mrd.E. Die Robotik werde nach den enormen Umsatzsteigerungen der vergangenen drei Jahre 2013 auf dem Rekordwert von 3Mrd.E stagnieren. Der Umsatz von Integrated Assembly Solutions (Montage- und Handhabungstechnik) stieg 2012 um ein Prozent auf 5,94Mrd.E. Dieser Bereich werde 2013 um fünf Prozent auf 6,2Mrd.E wachsen, teilweise bedingt durch den hohen Auftragsbestand bei Systemen. Die Hersteller von Industrieller Bildverarbeitung erreichten 2012 einen Umsatz von 1,49Mrd.E (2011: 1,51Mrd.E). Der Umsatz von Industrieller Bildverarbeitung werde 2013 wieder um fünf Prozent wachsen auf 1,6Mrd.E.

Stärkste Abnehmerbranche

\“Die Automobilindustrie sorgte seit 2009 für ein nahezu ungebremstes Wachstum in allen Teilbranchen von Robotik und Automation. 2012 hat sich das verändert, und zwar in den einzelnen Teilbranchen unterschiedlich. So wurden 2012 elf Prozent mehr Roboter in die General Industry in Deutschland verkauft als im Vorjahreszeitraum\“, resümierte Baumtrog. Die Roboter-Käufe der Automobilindustrie gingen um 16% zurück. Damit erhöhte sich der Anteil der General Industry von 35% auf 42%. Für Integrated Assembly Solutions war auch 2012 die Automobilindustrie mit Abstand die stärkste Kundenbranche. Gegenüber 2011 stieg der Umsatz nochmals um gut acht Prozent; der Umsatzanteil wuchs von 62% auf fast 71% an. Dagegen ging der Umsatz mit der General Industry deutlich zurück. \“Es muss jedoch beachtet werden, dass wegen der hohen Auftragsbestände viele Projekte 2012 noch nicht abgeschlossen werden konnten und sich Umsatzanteile ins Jahr 2013 verschieben\“, so Baumtrog. Für die Industrielle Bildverarbeitung hat sich 2012 der Umsatz mit der Automobilindustrie um 24% verringert. Mit der General Industry ist er dagegen um fast sieben Prozent gewachsen und mit den nicht-industriellen Branchen sogar um neun Prozent.

Roboter schaffen Arbeitsplätze

Eine aktuelle Studie der International Federation of Robotics (IFR) prognostiziert, dass in den kommenden acht Jahren weltweit zwischen 1,9 und 3,5Mio. Industriearbeitsplätze allein durch die Robotik geschaffen werden. \“Die Studie weist auch nach, dass bis zum Jahre 2011 zwischen vier und sechs Millionen Arbeitsplätze direkt durch Robotik geschaffen wurden\“, betonte Baumtrog. \“Das heißt, auf jeden produzierenden Roboter entfielen schon bislang drei bis fünf Arbeitsplätze.\“ (afs)