Obwohl die Robotik mittlerweile auch in Kleinunternehmen Einzug gehalten hat, halten sich noch hartnäckig Vorurteile. Robotik sei kompliziert zu bedienen, gefährlich, und überhaupt lohne sich der Robotereinsatz erst bei Großserienproduktion. Vorurteil 1: \“Die Roboterbedienung ist kompliziert\“ In der Vergangenheit war es schwierig, mit dem Roboter zu kommunizieren und ihm klar zu machen, was man von ihm erwartet, ihn also zu programmieren. In den vergangenen Jahren wurden neue Strategien zur einfachen Programmierung von Robotern entwickelt. Klare Befehlsstrukturen, ein übersichtlicher Programmaufbau und umfangreiche Hilfsfunktionen machen heute eine Programmierung des Roboters auch für den Ungeübten einfacher. Diese Entwicklungen gipfeln in der neuen Technologie des Teachens durch Vormachen. Bei dieser Methode nimmt der Programmierer den Roboter buchstäblich bei der Hand und zeigt ihm die Bewegungen und Positionen, die er im Produktionsablauf abarbeiten soll. Bei dieser Programmiermethode wird vom Programmierer keinerlei programmtechnisches Know-how abverlangt. Die Robotersteuerung speichert automatisch die gezeigten Bewegungen, ordnet sie einer Programmnummer zu und wird diese Programme sofort in die Produktion übernehmen. Die Programmierung von Industrierobotern wird dadurch deutlich einfacher und erfordert im Falle des Teachens durch Vormachen sogar keinerlei Vorkenntnisse in der Roboterprogrammierung. Vorurteil 2: \“Der Roboter ist gefährlich\“ Im Vergleich zu anderen Produktionsmaschinen geht vom Roboter heute weniger Gefahr aus. Die Sicherheitstechnik um den Roboter hat sich in den vergangenen Jahren fortlaufend weiterentwickelt. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war die neue Normengrundlage der ISO10218-1, die den sogenannten kollaborierenden Betrieb eines Roboters ausdrücklich gestattet. Diese neue Betriebsart eines Industrieroboters erlaubt die Zusammenarbeit des Werkers mit dem Roboter ohne Schutzzaun. Zusätzlich ermöglichen Funktionen der sicheren Robotertechnik auf einfache Art und Weise und ohne den Einsatz von mechanischen Komponenten den Arbeitsbereich, die Geschwindigkeit und die Beschleunigung von Roboterbewegungen sicher zu beschränken. Das führt sogar soweit, dass der Roboter die Position seines Schutzzaunes kennt. Durch die heute zur Verfügung stehenden sicheren Roboterfunktionen, geht vom Roboter weniger Gefahr aus als von den meisten Produktionsanlagen. Vorurteil 3: \“Der Robotereinsatz ist zu teuer\“ Der Einsatz von Industrierobotern erfordert zu Beginn gewisse Investitionen, doch die Amortisationszeiten flexibler Automatisierungslösungen sind in der Praxis oft kurz. Die Gesamtkosten einer Roboterapplikation setzen sich aus den benötigten Investitionskosten für die Anlagenkomponenten, für die Inbetriebnahme und Programmierung sowie die Folgekosten wie z.B. dem anfallenden Energieverbrauch zusammen. Durch die oben beschriebenen Methoden zur Erleichterung der Inbetriebnahme und Programmierung von Roboterapplikationen können diese Kosten noch weiter deutlich gesenkt werden. Zusätzlich führt gerade der Einsatz von sicherer Robotertechnik zur Senkung der Investitionskosten, da in vielen Fällen periphere Sicherheitskomponenten nicht mehr benötigt und die Funktionen vom sicheren Roboter übernommen werden. In einer Zeit von ständig steigenden Energiekosten und gesetzlichen Vorgaben zur Energieeffizienz liegt der Fokus bei den Betriebskosten hauptsächlich auf dem Energiebedarf der Applikationen. Das Robotersystem KR C4 und Quantec ermöglicht eine Reduzierung des Energiebedarfs um bis zu 30% im Produktionsbetrieb und bis zu 95% im Stand-by. Darüber hinaus ermöglicht es eine Verbrauchsprognose, den Energiebedarf einer Roboterapplikation bereits in der Engineeringphase zu ermitteln. Dadurch können bereits in einem frühen Stadium die Energiekosten ermittelt und Wirtschaftlichkeitsberechnungen auf der Basis gesicherter Informationen durchgeführt werden. Der Robotereinsatz wird daher wirtschaftlich noch interessanter, da vor allem im Bereich der anfallenden Nebenkosten deutliche Reduzierungen möglich sind. Durch die Prognose der Energiekosten besteht die Möglichkeit, bereits vorab die Wirtschaftlichkeit einer Roboterapplikation darzustellen. Überall da, wo Prozesse wettbewerbsfähig bleiben, vereinfacht und verbessert werden müssen, wird Robotik erfolgreich Einzug in mittelständische Unternehmen unterschiedlichster Branchen halten. Längst sind Roboter der neuesten Generation einfach zu bedienen und Automation lohnt sich auch schon bei der Produktion von kleinen Losgrößen. Gerade hier ist die Flexibilität der robotergestützten Lösung der entscheidende Vorteil.
Robotikeinsatz für flexible Verpackungsaufgaben
-
Für datenintensive Industrieumgebungen
1HE-Rack-PC
Für PXI-Testsysteme, Echtzeitanwendungen und die Industrieautomation sind hohe Datenraten, geringe Latenzen und flexible Erweiterbarkeit entscheidend.
-
Spürbarer Dämpfer in den Bestellungen
Maschinenbau-Auftragseingang im Februar
Der Auftragseingang im Maschinenbau ist im Februar abermals gesunken und die Stimmung der Unternehmen trübt sich ein.
-
Für die DACH-Region
Schneider Electric: Neuer Vice President Secure Power
Schneider Electric hat Marco Geiser zum neuen Vice President Secure Power DACH ernannt.
-
Yaskawa strukturiert Führungsspitze in Europa um
Yaskawa hat eine Neustrukturierung der Geschäftsführung in seiner europäischen Zentrale vorgenommen.
-
Mit integrierter Sicherheitstechnik
MDR-Controller für die Intralogistik
Die IP54-geschützten MDR-Controller EP741x von Beckhoff sind je nach Bedarf mit und ohne…
-
Lebensmittelkonformer Oberflächenschutz
Aluminium-Antriebe
Mit NXD Tuph von Nord Drivesystems können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von…
-
Ann Fairchild neue CEO
Siemens USA unter neuer Leitung
Siemens hat Ann Fairchild zur neuen Geschäftsführerin von Siemens USA ernannt.
-
IO-Link Safety: Sicherheit vernetzt im Feld
Die Automation ändert sich rasant – sicherheitstechnische Anforderungen ebenso. Mit IO-Link Safety entsteht…
-
Drehkreuz in Südamerika
Wika eröffnet neues Werk in Brasilien
Wika hat Mitte März ein neues Werk am Standort Boituva in Brasilien eröffnet.
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
In Profinet-basierten Anlagen übernimmt das PN220 von Motrona die Funktion eines Feldbuskopplers und…
-
Seit März
Hannover Messe erhält eigenen Geschäftsbereich
Zum 1. März hat die Deutsche Messe einen eigenständigen Geschäftsbereich eingerichtet, der sich…
-
Ifo-Konjunkturumfrage
Unternehmen planen mit höheren Preisen
Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen mit höheren Preisen.
-
Festo, Schaeffler und Ziehl-Abegg
Nominierte für Hermes Award stehen fest
Eine unabhängige Jury hat unter den zahlreichen Einreichungen drei Unternehmen für den Hermes…
-
Professor Dr. Jörn Müller-Quade
Wibu-Systems beruft Kryptografie-Experten in Aufsichtsrat
Wibu-Systems hat Professor Dr. Jörn Müller-Quade in den Aufsichtsrat berufen.
-
IFR stellt Preisträgerinnen vor
Women in Robotics 2026
Um Frauen in der Robotikbranche mehr Sichtbarkeit und Anerkennung zu verschaffen, hat die…
-
Gemeinsam zum vollständig integrierten Automatisierungs-Stack
Salz Automation und Tele vereinbaren Partnerschaft
Salz Automation und Tele Haase Steuergeräte gehen in ihrer Partnerschaft einen entscheidenden Schritt…
-
3D-Druck
Harting eröffnet Zentrum für 3D-Druck
Harting hat in seinem Werk Rahden ein „Center of Competence Additive Manufacturing“ eröffnet.
-
Mikko Soirola
Neuer CEO für Elisa Industriq
Mikko Soirola startet als neuer CEO bei Elisa Industriq.
-
Klaus Conrad – Unternehmer, Visionär, Möglichmacher
90 Jahre Pioniergeist
Mit 18 Jahren tritt er ins Familienunternehmen ein, mit 40 übernimmt er die…
-
Miniatur-Sensoren realisieren hohe Reichweiten
So weit, so klein
Mit hoher Reichweite, kompaktem Design und optionaler IO-Link-Anbindung eignen sich die Sensoren der…
-
Dank Binnenmarkt
Deutsche Elektroexporte mit Plus auch zum Jahresbeginn
Auch zum Beginn des Jahres 2026 verzeichnete die deutsche Elektroindustrie ein Exportplus: Im…
-
93% verlagern KI zunehmend auf lokale Server
In den letzten zwei Jahren haben 93% befragter Unternehmen einige KI-Workloads zurück auf…
-
Erster Bauabschnitt eingeweiht
Neues Werk in Mexiko für Phoenix Contact
Phoenix Contact hat sein Produktionsnetzwerk auf dem amerikanischen Kontinent ausgebaut. In einem ersten…
das könnte sie auch interessieren
-
Mobile Cobot-Lösung erhöht die Produktivität in der CNC-Fertigung
Für wechselnde Losgrößen und große Produktvielfalt geeignet
-
Die Myzel Lifecycle Platform vernetzt Menschen, Maschinen und Daten
Wenn Sicherheit Wurzeln schlägt
-
Neue Bremssättel für Scheibenbremsen
Elektromagnetische Lüftung für hohe Stundenliestung
-
Scada-Plattform Atvise mit Updates
Mehr Sicherheit und Kompatibilität für Scada-Systeme
















