Keine Angst vor fremden Komponenten

Zwar sind die Komponenten der Sysmac-Automatisierungsplattform ideal aufeinander abgestimmt. Trotzdem nimmt sie es nicht übel, wenn aus bestimmten Gründen alternative Komponenten verbaut werden. Der Pouch Cutter benötigte beispielsweise kein aufwändiges HMI (Human Machine Interface). Daher fiel die Wahl auf ein kostengünstiges Bediengerät, das nicht Teil der Automatisierungsplattform ist. Das NB7 Widescreen7\“-Display bietet mit einer hohen Auflösung und einem Ethernetport genau das, was die Anwendung benötigt. Seine Integration ins Gesamtprojekt verlief ebenso unkompliziert, wie die Anknüpfung zweier Lichtleitersensoren zum Messen der Beutellänge, die aus historischen Gründen von einem anderen Hersteller stammen.

Software wieder verwenden

Wie die Firma Kraus haben sich viele Hersteller von Verpackungsmaschinen auf einen bestimmten Bereich spezialisiert. Bei der Entwicklung neuer Maschinen gilt es dann oft, Software für ähnliche Prozessabläufe zu programmieren. Da ist es natürlich hilfreich, dass die Entwicklungsumgebung eine möglichst allgemeine Programmierung unterstützt. Wiederkehrende Funktionen lassen sich in kundeneigenen Bibliotheken ablegen. Neben den vom Hersteller vorgefertigten Bibliotheken können diese dann in anderen Projekten einfach eingefügt werden. Bei den Experten für Verpackungsmaschinen dauerten Software-Entwicklung und Inbetriebnahmen für den Pouch Cutter jeweils ca. zwei Wochen. Da es im Unternehmen zuvor vergleichbare Projekte gab, freut man sich über die Zeiteinsparung bei der Entwicklung dank der neuen Automatisierungsplattform. Ideal aufeinander abgestimmte Komponenten, der richtige Motion- und Feldbus und eine Entwicklungsumgebung, die alle Komponenten einschließt, helfen also deutlich dabei, die Time-to-Market zu verkürzen. Gleichzeitig profitiert der Anwender von Höchstgeschwindigkeiten im Prozess. Hans-Peter Beckenbach Field Application Engineer für Integrated Automation bei Omron resümiert: \“In dieser Anwendung bewährt sich einmal mehr unsere strategische Entscheidung beim Motion- und Feldbus auf Ethercat zu setzen. SPS und Feldbus arbeiten mit Zykluszeiten von einer Millisekunde, damit und durch die Integration von SPS und Motion-Control-Funktionalität in unseren Maschinencontroller werden die von vielen Anwendungen geforderten kurzen Reaktionszeiten möglich. Kurzes Time-to-Market und schnelle Prozesse, beides sind Vorteile, von denen nicht nur die Verpackungsindustrie, sondern der gesamte Maschinenbau profitieren dürfte.\“

Die Kraus Maschinenbau GmbH mit Stammsitz in Spaichingen bietet Expertenlösungen für das Spenden, Zählen, Vereinzeln, Zuführen und Positionieren von Papier und flachen Produkten bis 30mm Dicke. Das können Papierbögen, Broschüren, Booklets, Kunststoffprodukte, Warenproben, Sachets, CDs, ISO-Karten (z.B. Kunden- und Wertkarten), Gruß- und Glückwunschkarten, Karton- und Faltschachtelzuschnitte, Etiketten (auch mehrlagig) u.v.m. für alle denkbaren Branchen und Anwendungen sein. Häufig findet man die Systeme in Kombination mit Veredelungsschritten wie z.B. dem Bedrucken, Prägen, Etikettieren, Prüfen, Abstapeln, Verpacken etc. Die vom Unternehmen meist nach individuellen Anforderungen entwickelten Maschinenkomponenten und Anlagen finden Anwendung im Maschinenbau für die Verpackungs- und Kennzeichnungsindustrie, in der Druckweiterverarbeitung, Lettershops, in Personalisierungs- und Sicherheitskonzepten._

Über Omron

Omron Industrial Automation ist ein Hersteller von High-Tech-Produkten und Lösungen für die Industrieautomation. Das Unternehmen ist Teil der 1933 gegründeten Omron Corporation, Kyoto, Japan mit weltweit über 35.000 Mitarbeitern. Das breite Produktspektrum beinhaltet Steuerungs-, Antriebs- und Sicherheitstechnik, Bildverarbeitung und Sensorik sowie Kontroll- und Schaltkomponenten. Ziel ist es, Maschinenbauern bedarfsgerechte, durchgängige Automatisierungslösungen aus einer Hand zur Verfügung zu stellen. Zudem bietet Omron seinen Kunden umfassendes Anwendungs-Know-how sowie flächendeckenden Vor-Ort-Service. Allein in Europa ist Omron mit 19 Vertriebsniederlassungen vertreten und unterhält hier eigene Fertigungsstätten, u.a. in Nufringen, wo sich die Produktion von Sensoren, Lichtgittern und Lineartechnik sowie Test- und Prüfeinrichtungen befinden.

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