Clemens Bluhm, Geschäftsführer von Schneider Electric Deutschland kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken: \“Wir haben das Jahr 2008 mit einem organischen Wachstum von 6,6%, einer Gewinnmarge von 15% und einer soliden Entwicklung des freien Cash-Flows abgeschlossen\“, sagte er anlässlich einer Pressekonferenz Anfang April in Ratingen. Damit seien die wirtschaftlichen Ziele des Unternehmensprogramms new2 für den Zeitraum von 2005 bis 2008 erreicht worden. Der Umsatz stieg auf 18,311 Mrd. Euro Neuaquisitionen trugen 538 Mio. Euro zum Umsatz bei. Dies entspricht 3,1% des Umsatzes. Die Ausgliederung des Bereichs der kleinen USV-Systeme von MGE UPS verringerte den Umsatz um 155 Mio. Euro Wechselkursschwankungen hatten mit -623 Mio. Euro oder -3,9% deutliche negative Auswirkungen auf das Ergebnis des Jahres 2008, was zur Hauptsache auf die Abwertung des US-Dollars und des britischen Pfunds gegenüber dem Euro zurückzuführen war. Über die Laufzeit des Unternehmensprogramms new2 von 2005 bis 2008 wurde ein organisches Wachstum von durchschnittlich 10% pro Jahr erreicht. Um eine Vorstellung dafür zu bekommen, was sich bei Schneider Electric in wenigen Jahren getan hat, erläuterte Bluhm: \“Wir haben durch organisches Wachstum und durch Akquisitionen die Unternehmensgröße in den vergangenen vier Jahren rundweg verdoppelt.\“ Der strategische Umbau des Unternehmens werde auch zukünftig fortgesetzt, und zwar auf der Basis des neuen Unternehmensprogramms One, das bis 2011 gültig ist. Ein wesentlicher Punkt dieses Programms sei die Anpassung der Kostenstrukturen der Gruppe an die veränderten Rahmenbedingungen. Bluhm sieht Schneider Electric gut vorbereitet, um aus der gegenwärtigen wirtschaftlichen Krise mit einer gestärkten Wettbewerbsposition herzuvorgehen. Insbesondere stehe dabei die Weiterentwicklung zum Lösungsanbieter im Vordergrund. Neue Lösungen für Maschinenbau Anlässlich der Pressekonferenz wurde auch bekannt gegeben, dass Schneider Electric noch in diesem Jahr unter dem Namen Flex Machine Control eine neue Automatisierungsplattform auf CoDeSys-Basis vorstellen wird. Flex Machine Control besteht aus Hard- und Software. Entwickelt und konfiguriert wird mit einem einzigen einheitlichen Software-Werkzeug, mit dem alle intelligenten Funktionen in einer Maschine bearbeitet werden. Von der Konfiguration der Sensoren, über die Inbetriebnahme und Überwachung von Frequenz- oder Servoumrichter, der Erstellung der Visualisierung, des Aufbaus der Netzwerkkonfiguration bis hin zur Programmierung der Controller, lässt sich alles mit einer Automationssoftware, einer Projektdatei, einem Anschluss und einem Download realisieren. Es ist dabei unerheblich, welche Controller-Plattform der Anwender für seine Aufgabenstellung auswählt. Applikationen sind portierbar. Als Hardware-Plattform für die Maschinen-Applikation stehen vier verschiedene Controller-Varianten zur Verfügung: Logik-Controller, wie sie aus der \’klassischen\‘ SPS-Technik bekannt sind, HMI-Controller, bei denen der Controller im Bedienterminal integriert ist, Motion Controller für Anwendungen mit hohem Motion-Anteil sowie Drive Controller, integrierte Controller im Frequenzumrichter. Mit der Software SoMachine wird die Anwendung entwickelt. Hier kommen offene Standards zur Anwendung: Für die Programmierung werden IEC-Sprachen verwendet, für die Konfiguration von Feldgeräten kommt FDT/DTM zum Einsatz. Schneider Electric betont die Einfachheit und Schnelligkeit, mit der Anwendungen erstellt werden können. Als Grundlage für die Entwicklung von Applikationen steht dem Anwender eine Reihe von getesteten und dokumentierten Standard-Projekten, basierend auf den Automationsarchitekturen, und Applikationsfunktionsbausteinen die Lösungen für wiederkehrende Aufgabenstellungen der Maschinenautomation bereitstellen, zur Verfügung. In einer unserer nächsten Ausgaben werden wir umfassend über das neue Automatisierungssystem berichten.
Schneider Electric: In vier Jahren verdoppelt
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