Schwerpunktserie Automation Security Sicherheit auf Geräteebene

Nicht erst seit gestern ist die Problematik bekannt: Durch den Einsatz offener Betriebssysteme und Kommunikationsmittel werden auch Automatisierungssysteme für Schadsoftware anfällig. Neu ist allerdings, dass nun auch proprietäre Systeme von Hackerangriffen betroffen sind. Von ihnen nahm man bisher an, dass sie gerade wegen ihrer inkompatibilität zu IT-Standards nicht gefährdet seien. Weit gefehlt, wie uns Stuxnet lehrt. Make or Buy? Stuxnet hat viele Unternehmen wach-gerüttelt. Die Beachtung des Themas Security im Produktionsumfeld ist durch den Virus erheblich vorangekommen. Doch das gestiegene Bewusstsein ist nur ein Anfang. Erhebliches Fachwissen ist notwendig, um auf die heute möglichen Angriffe auf die Produktions-IT reagieren zu können. Immerhin gehen Experten davon aus, dass 70% aller Unternehmens-Firewalls falsch konfiguriert sind. Viele Unternehmen werden sich fragen müssen, ob sie die Anforderungen hinsichtlich der Sicherheit in der Produktion nicht besser auslagern. Für Maschinen- und Anlagenbauer ist diese Disziplin und die Entwicklung zu Sicherheitsexperten hingegen Pflicht. Ihre Kunden verlangen sichere Fernwartungslösungen, die gegen Angriffe von außen wie von innen geschützt sind. Damit kommt ein weiterer großer Aufgabenbereich auf sie zu: Nach Safety wird der Bereich Security damit ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld. Ganzheitliche Sicherheitsbetrachtungen In unserer Schwerpunktserie Automation Security wollen wir möglichst viele Aspekte des Themas beleuchten. In dieser und der kommenden Ausgabe stehen Geräte im Vordergrund, die es Hackern zumindest schwerer machen sollen, ihre Schadsoftware zu verbreiten. In weiteren Folgen wird es unter anderem um ganzheitliche Security-Ansätze gehen, schließlich nützt die beste Firewall nichts, wenn jeder Besucher oder auch Mitarbeiter überall Zutritt hat und seinen USB-Stick einfach irgendwo einstecken kann. (kbn)